Posted by: eleucht | 25. März 2024

„Der depperte Hund“ – Isolde Peter

Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

Daisy Dollinger, die Sekretärin aus dem Büro der Münchener Staatsanwaltschaft, ermittelt ein weiteres Mal zusammen mit Rauhaardackel Wastl. Eigentlich waren ja Flitterwochen mit dem Ehemann unter südlicher Sonne geplant, aber der superreiche, texanische Immobilienmogul hat geschäftlich in den Vereinigten Staaten zu tun.

Im beschaulichen St. Aloisius am Starnberger See wurde ein angesehener Makler ermordet. Die Polizei hat bereits einen Verdächtigen in Haft, aber es mangelt an Beweisen und ein Geständnis gibt es nicht. Da sich in St. Aloisius auch ein Hundetrainer findet, nutzt Daisy Dollinger die Gelegenheit, um ihrem Rauhaardackel ein paar Manieren beibringen zu lassen. Dass es sich bei dem Hundetrainer nicht nur um einen gutem Bekanntem, sondern um die Jugendliebe von Daisy handelt, macht die ganze Sache noch ein bisschen pikanter. Jedenfalls kann sie die Gelegenheit nutzen, um sich in St. Aloisius ein bisschen umzuhören.

Als Erstes wird allerdings aufgedeckt, dass es sich bei Wastl um eine Dackeldame handelt. Und sie beweist ihre besonderen Talente, als sie im Wald einen weiteren Toten aufspürt. Es handelt sich dabei um einen Inder, der lange vermisst wurde und der möglicherweise die Nachfolge des in die Jahre gekommenen Pfarrers hätte antreten können. Daisy Dollinger allerdings erweist sich im Angesicht ihrer Jugendliebe als nicht besonders standhaft.

Dass sie am Ende den Mord aufklärt und es damit Hauptkommissar Hoblmayr mal wieder richtig zeigen kann, ist selbstverständlich. Der Leser folgt den Ermittlungen von Daisy Dollinger in bayerischer Provinz nicht nur mit einem Schmunzeln, sondern oft genug auch mit einem lauten Lachen. Beste Unterhaltung, lustige Einblicke in die bayerische Kultur und Gesellschaft. In der natürlich auch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Zum Schluss noch eine kurze Bemerkung zur Ehrenrettung von Daisys Rauhaardackels, der ist mit dem Titel des Romans „Der depperte Hund“ ausdrücklich nicht gemeint.


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