Verfasst von: eleucht | 1. Dezember 2021

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Katzen nutzen die Lautsprache nur den Menschen gegenüber. Untereinander verständigen sie sich auf eine andere Art und Weise, und zwar lautlos. Da schon die Katzenbabys lernen, dass jedes Piepen Aufmerksamkeit der oder des Menschen erregt, wissen sie ihre „Sprache“ bald auch gezielt einzusetzen. Mit Schnurren oder Gurren erreichen sie so gut wie jedes Herz. Und wenn Mensch dann nicht sofort reagiert, können sie sich durchaus auch viel lauter äußern. Spätestens beim vorwurfsvollen Miau ist Mensch dann zur Stelle.

Verfasst von: eleucht | 28. November 2021

Classic Rock Sunday

Blues mag eine alte Musik sein, aber Blues hält jung. Deutlicher als an Dion DiMucci kann man das kaum sehen. Dion DiMucci kennt man vielleicht noch von Dion & The Belmonts. Die hatten Hits wie The Wanderer, Teenager in Love etc und prägten den Doo-Wop-Stil der späten 50er Jahre. Ohne die Belmonts war Dion mit Hits wie Runaround Sue erfolgreich. Ja, lang ist‘s her.

Heute macht Dion noch immer Musik und produziert Platten. Das tut er, weil‘s ihm ganz einfach Spaß macht. Er frönt dem Blues und wird dabei von guten Freunden begleitet. Und Freunde hat Dion eine Menge, dazu zählen u.a. Eric Clapton, Mark Knopfler, Peter Framton und Bruce Springsteen. Besonders gern scheint Dion mit dem Gitarristen Joe Bonamassa zu spielen. Blues Comin‘ On stammt von der CD Blues with Friends aus dem Jahr 2020. Dabei hat er dieses Jahr schon wieder ein neues Album veröffentlicht, Stomping Ground. Verdammt, der Mann ist 82! Wenn man ihn spielen und singen hört und sieht, dann spürt man förmlich die Energie, die in ihm steckt. Und die kommt ungefiltert beim Hörer an.

Verfasst von: eleucht | 23. November 2021

„Ewiges Leben“ – Andreas Brandhorst

Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

Wer träumt nicht von der Unsterblichkeit? Eine großartige Vorstellung, der Mensch könnte den Tod besiegen. Der Biotechnologie-Konzern Futuria steht kurz davor, diesen Menschheitstraum wahr werden zu lassen. Mit einer speziellen Genschere ist es bereits möglich, die Menschen von den schlimmsten Krankheiten zu befreien. Das Unternehmen, das einst klein und bescheiden begann, ist längst zu einem weltumspannenden Konzern geworden, der über viel Macht verfügt.

Alles läuft zur vollen Zufriedenheit von Futuria. Die bekannte Journalistin Sophia Marchetti bekommt den Exklusivvertrag, aus Anlass des Firmenjubiläums eine Reportage über die Firma zu produzieren. Auch Papst Pius XIII will dem Projekt Unsterblichkeit seinen Segen geben.

Wären da nicht Jossul und seine Anhänger, fundamentalistische Christen, die sich gegen Futuria verschworen haben und weltweit mit Terroranschlägen agieren. Die Unsterblichkeit ist allein der Kirche vorbehalten, die menschliche Seele erlangt Unsterblichkeit in Gott und im Paradies. Alles andere ist Sünde.

Da taucht auch noch ein geheimnisumwitterter Mann namens Casper auf, der aus dem Dunstkreis von Futuria zu kommen scheint und Sophia Marchetti mit Informationen versorgt, die einen dunklen Schatten auf den Konzern werfen. Verfolgt Futuria ganz andere Pläne? Existieren nicht bereits Unsterbliche? Eine Elite, die besondere Vorzüge genießt?

Als diese und andere Fakten bekannt werden, kocht des Volkes Seele über, es kommt zu blutigen Aufständen, die sich gegen den Konzern richten.

Der fanatische Jossul erschießt derweil den Papst nach der Messe in Rom. Parallel zur realen Welt existiert eine Virtual Reality, Eden genannt, die sich kaum vom richtigen Leben unterscheidet. Erschaffen wurde sie von Futuria. In diese wird das Bewusstsein des Papstes transferiert, sodass dieser weiterleben kann. Innerhalb dieser Welt wird er der Wahrheit über Futuria immer näher kommen. Wäre da nicht Mutter, die KI von Eden, die geschaffen wurde, um genau solche Entwicklungen zu verhindern und die Daten missliebiger Personen zu löschen.

Nach und nach kommen Sophia Marchetti und Casper noch anderen Dingen auf die Spur. Kein Wunder also, dass bald sie zu Gejagten werden.

Am Ende erweist sich, dass manche der agierenden Figuren nichts anderes als Werkzeuge in den Händen der falschen Leute waren, größenwahnsinnigen Verbrechern, die die Welt in ihrem Sinne umgestalten wollten. Was sich ausgesprochen spannend liest.

Science Fiction, die näher an der Realität ist, als man gerne glauben möchte.

Verfasst von: eleucht | 21. November 2021

Classic Rock Sunday

Jetzt ist es also passiert. Sie sind wieder da – ABBA. Ein neues Album nach 40 Jahren. Etwas, worauf die Welt gerade noch gewartet hat. Wahrscheinlich hat das ZDF „Wetten dass …“ nur deswegen noch einmal reaktiviert.

Nun stellt sich hier aber noch die alles entscheidende Frage: Haben ABBA auch etwas mit dem Vogtland zu tun? Die Antwort lautet: Eindeutig ja. Anni-Frid Lyngstad, die dem Bandnamen ein A beisteuerte, heiratete 1992 einen gewissen Heinrich Ruzzo Prinz Reuß von Plauen. Damit gehört Anni-Frid zum Hochadel und zu einem Teil zum Vogtland, denn ihr Titel lautet: Prinzessin Reuß, Gräfin von Plauen. Der Prinz starb 1999, der Titel bleibt.

Im nächsten Jahr feiert Plauen Geburtstag, und zwar den 900. Dazu hat man die Gräfin schon mal vorsorglich eingeladen. Ob Ihre Erlaucht sich die Ehre gibt? Das kann niemand sagen.

Und nein, nun gibt es nicht ABBA zu hören, jedenfalls nicht die Band, dafür aber Amberian Dawn, eine Symphonic-Metal-Band. Die kommt aus einem Land, in dem es die wahrscheinlich größte Dichte an Symphonic-Metal-Bands pro Quadratkilometer gibt – Finnland. Metal kann sehr melodisch sein, vor allem, wenn man zum Beispiel ABBA covert.

Verfasst von: eleucht | 15. November 2021

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Der Versuch, die Intelligenz der Katzen festzustellen, scheitert im Allgemeinen daran, dass sie im Gegensatz zu zum Beispiel Hunden nicht um jeden Preis mit einem Leckerli zu locken sind, auch reagieren sie nicht jedes Mal auf ein bestimmtes Signal.

Studien belegen aber, dass Katzen sehr genau verstehen, wohin wir blicken oder mit einem Finger zeigen. Sie werden sich aber nur zu diesem Ziel in Bewegung setzen, wenn sie es wirklich wollen.

Natürlich kennen Katzen auch ihren Namen. Jeder Katzenbesitzer wird das bezeugen können. Katzen können allerdings auch sehr gut beurteilen, in welcher Tonlage ihr Name ausgesprochen wird. Entsprechend fällt ihre Reaktion aus.

Die Standardintelligenztests taugen also nicht wirklich für Katzen.

Verfasst von: eleucht | 14. November 2021

Classic Rock Sunday

Vor fünfzig Jahren wurde ein Album veröffentlicht, das keinen Titel hatte. Auch die Namen der Musiker, die es einspielten, werden auf dem Cover nicht erwähnt. Sie verbargen sich hinter selbst gewählten Symbolen. Und trotzdem finden sich auf diesem Album einige erfolgreiche Klassiker und einer der größten Rocksongs aller Zeiten. Los geht es übrigens mit dem krachenden Black Dog. Das Album wurde bekannt unter dem Namen Led Zeppelin IV. Auf diesem floss alles zusammen, was es auf vorhergegangenen Produktionen mehr oder weniger separiert zu hören gegeben hatte, Blues, Rock und Folk.

Die Musiker von Led Zeppelin wählten übrigens diese spartanische Art der Präsentation eines neuen Albums, weil viele Kritiker Led Zeppelin III verrissen hatten.

Musikalisch präsentieren sich Led Zeppelin darauf sehr vielseitig. Ungewöhnlich zur damaligen Zeit war die Zusammenarbeit mit der Folksängerin Sandy Denny von Fairport Convention in dem mystisch angehauchten Stück The Battle of Evermore, in dem Mandoline und akustische Gitarre dominieren. So mag es auch nicht verwundern, dass Robert Plant, der Gott aus dem Rock-Olymp, nun schon das zweite Album mit der Bluegrass Sängerin Alison Krauss veröffentlicht hat. Auch das scheint ein gewagtes Experiment zu sein (vor allem wohl für die eher konservative Gemeinde der Bluegrass-Fans), doch die beiden harmonieren wirklich ausgezeichnet miteinander.

Übrigens hat Sandy Denny für ihren Beitrag auf Led Zeppelin IV ein eigenes Symbol bekommen.

Der Überhit auf dem Album ist aber zweifellos Stairway to Heaven, wahrscheinlich die Blaupause für die Powerballaden späterer Epigonen. Die Genialität dieses Stückes, das sich vom akustischen Beginn mit der von Bassist John Paul Jones gespielten Blockflöte bis zur Gitarrenexplosion stetig steigert, wurde aber nie wieder erreicht.

Verfasst von: eleucht | 9. November 2021

Herbstblues

Die Sonne webt Goldschimmer in das Laubdach der Bäume, ein Baldachin, der die kleine Welt zu meinen Füßen überspannt. Durch die Zauberwelt wehen die silbernen Silhouetten scheuer Geister.

Niemand ahnt das morbide Konstrukt hinter dem schönen Schein. Denn der Wind weht alsbald die bunten Farbtupfer von den Bäumen. Sie treiben ziellos davon wie die Gewissheiten, die eben noch die unverrückbaren Eckpfeiler meines Lebens zu sein schienen. Der Wind ist ein Werkzeug des Herbstes, das nun golden braune Ornamente auf die Wege malt, einen Teppich, über den wir mit raschelnden Schritten schreiten.

Das Alte verglüht in einer Farbexplosion, bald bleiben Bäume zurück, die ihre kahlen Äste in den bleichen Himmel strecken. Alles ist im Wandel. Im kalten Atem der eisigen Nacht, die nicht mehr fern scheint, erstirbt alles Leben. Es ist die Erinnerung, die der Hoffnung Wärme spendet. Auch in den Bäumen beginnt irgendwann wieder neues Leben zu wachsen.

Verfasst von: eleucht | 7. November 2021

Classic Rock Sunday

Es ist sicher nichts Neues, dass Hard Rock und Heavy Metal Bands hin und wieder Pop-Songs covern. Es geht aber auch andersrum. Allerdings fällt es sicher nicht leicht, sich eine akustische und intime Version von Black Sabbath‘s Iron Man vorzustellen. Umso mehr, wenn man das Original mit Tony Iommi‘s brachialen Gitarrenriffs noch im Ohr hat.

Larkin Poe sind die beiden Schwestern Rebecca und Megan Lovell aus Atlanta, Georgia, die sich musikalisch am Southern Rock, dem Blues und Folk orientieren. In Home Sessions versuchen sie sich an Coverversionen ihrer, sagen wie mal, Lieblingssongs. Und irgendwie funktioniert auch der Iron Man mit Dobro und Lap-Steel recht gut. Vorgetragen mit einem Augenzwinkern und viel Spaß an der Sache.

Verfasst von: eleucht | 1. November 2021

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Der Schlaf, und zwar der Tiefschlaf, der sich vom Dösen unterscheidet, ist für Katzen von besonderer Bedeutung. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben wollen, ordnet sich bei Katzen in der Phase des tiefen Schlafes das Gehirn, Zellen werden repariert oder neu gebildet. Bekommt eine Katze nicht genügend Tiefschlaf, wirkt sich das nicht nur auf die Psyche aus, es kann auch zu körperlichen Beeinträchtigungen oder Verhaltensstörungen kommen.

Wenn die Katze schläft, also bitte nicht wecken. Man erkennt den Tiefschlaf daran, dass sie nicht auf leise Rufe oder leichte Berührungen reagiert.

Verfasst von: eleucht | 31. Oktober 2021

Classic Rock Sunday

Es ist 30 Jahre her, da waren Guns N‘Roses die angesagteste und größte Rockband auf dem Planeten. Größenwahnsinnig und voller Power wie kaum viele andere Musiker konnten sie es sich leisten, zwei Doppelalben auf einmal auf den Markt zu werfen, „Use Your Illusion I und II“. Dies kennzeichnet den Höhepunkt einer Band, der sie unsterblich machte. So war es auch nur selbstverständlich, dass eines der Stücke aus diesen Alben der Theme-Song zum Filmereignis des Jahres wurde – zu You Could Be Mine bretterte Arnold Schwarzenegger als Terminator durch Amerika, um die Welt vor einem modernisierten Typ der Killermaschine zu retten. „Terminator 2“ war als Film nicht weniger größenwahnsinnig als Guns N‘Roses mit ihren zwei Doppelalben. Da kam zusammen, was zusammen gehörte.

Die Cover der beiden Alben, das eine in roten Farbtönen, das andere in blauen, war dem Gemälde „Die Schule von Athen“ von Raffael entlehnt. Gestaltet wurde es von dem Künstler Mark Kostabi.

Den Alben fehlte es nicht an großartigen Hits, der erfolgreichste dürfte die Ballade November Rain gewesen sein. In dem sehenswerten Video heiratet Axl Rose seine damalige Freundin Stephanie Seymour. Aber hier lassen wir noch einmal den Terminator los.

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