Am vergangenen Sonntag habe ich an den 75. Geburtstag von Phil Collins erinnert. Rein zeitmäßig hätte der Geburtstag seines ehemaligen Kollegen Peter Gabriel näher gelegen. Der hatte am 13. Februar seinen Geburtstag gefeiert, er ist ein Jahr älter als Collins. Bekannt wurde Peter Gabriel als charismatischer Sänger der Band Genesis, die in seiner Zeit als Frontmann vor allem durch ausgeklügelte Bühnenshows auffiel, in denen der Sänger in verschiedenen, außergewöhnlichen Kostümen auftrat.
Als Peter Gabriel Genesis verlassen hatte, brach für viele Prog-Rock-Fans eine Welt zusammen. Die Trennung von Genesis begründete Peter Gabriel damit, dass er im Bandgefüge an seine Grenzen gekommen war und weil die Geburt seiner Tochter Anna von großen Problemen begleitet worden war.
Doch nach der Trennung wurde Peter Gabriel zum Superstar, der nicht nur durch seine Musik auffiel, sondern auch die Videoästhetik revolutionierte und damit vielleicht zum Boom von MTV und VH-1 beitrug. Erinnert sei an den großen Erfolg seines Erfolgshits Sledgehammer.
Die ersten vier Soloalben erschienen alle unter dem Namen Peter Gabriel, ohne weiteren Titel oder Nummerierung, Zusammen mit verschiedenen Künstlern wie Robert Fripp von King Crimson probierte er viele Stile aus. Mit SO, 1986 erschienen, bekam seine Karriere einen richtigen Schub.
Wie spektakulär seine Videos noch werden sollten, konnte man schon frühzeitig an Songs wie Games Without Frontiers oder Shock The Monkey erkennen, die in der damaligen (KI-freien) Zeit neue Maßstäbe setzten. Letzteres gibt es heute zu hören und zu sehen.



