Verfasst von: eleucht | 15. Januar 2021

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Wenn Katzen dösen oder schlummern, bleibt ein Teil der Katze stets wach. Muskeln und Gehirn sind in einer Art Bereitchaftsmodus. Trotzdem können sie dabei entspannen und Kräfte sammeln. Im Falle einer drohenden Gefahr können sie sofort reagieren.

Man kann überprüfen, wie tief die Katzen schlafen, indem man ihre aufgestellten Ohren leicht anbläst. Bewegen sie sich, ist die Katze noch nicht in Tiefschlaf gefallen.

Verfasst von: eleucht | 10. Januar 2021

Classic Rock Sunday

John Fogerty, einst der kreative Kopf von Creedence Clearwater Revival, ist kein Freund von Donald Trump. Er wehrte sich dagegen, dass der Präsident bei Kundgebungen seinen Song „Fortunate Son“, ein Antikriegslied, verwendete. Im Herbst ließ er eine Unterlassungsverfügung verhängen, die von Trump (wen wundert‘s?) natürlich ignoriert wurde. Und er ist bekanntermaßen nicht der einzige Künstler mit diesen Erfahrungen.

Jetzt wird John Fogerty Trump auf seine Weise aus dem Amt verabschieden. Mit „Weeping in the promised Land“ schrieb er seit 8 Jahren seinen ersten neuen Song. Eine Ballade mit John Fogerty am Piano und einem Gospelchor. Das ist natürlich noch kein Klassiker, aber ich hoffe und wünsche mir, das dieses Stück einer wird, allein schon wegen des geschichtlichen Hintergrunds, vor dem das Lied entstand. Fogerty kritisiert darin die US-Administration unter Trump mit deutlichen Worten, zum Beispiel auch den Umgang des Präsidenten mit dem angesehenen Wissenschaftler Anthony Faucy und der Corona-Krise, und er thematisiert die Black-Lives-Matter-Bewegung, die nach dem Tod von George Floyd stärker denn je aufflammte.

„So much sorrow, so much dyin‘ / Pharaoh keep a-preachin‘, but he never had a plan.“

Verfasst von: eleucht | 8. Januar 2021

Ein Keil im Vogtland

„Das Vogtland ist – weil hier konsequent gehandelt wird – noch unter Kontrolle. Es gelingt noch, Kontakte nachzuverfolgen.“

„Ich glaube, dass man an vielen Stellen in Sachsen vom Vogtland lernen kann, wie sie es hier organisiert haben.“

Zwei Zitate von Ministerpräsident Michael Kretzschmer, der am 11. Dezember im Vogtland weilte und Stollen an die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in Plauen verteilte. Da war die vogtländische Welt noch in Ordnung, und unser Landrat konnte sich in dem Lob, das ihm von höchster Stelle zuteil wurde, sonnen. Rolf Keil versteht sich ausgezeichnet darauf, leutselig in jede Kamera zu lächeln, solang es etwas Positives zu vermelden gibt.

Aber war dem wirklich so? Auf der tiefroten Karte von Sachsen, die die hohe Inzidenz der einzelnen Landkreise zeigte, strahlte der südwestliche Zipfel lange Zeit in lichten Farben und damit eine geringe Anzahl von Infektionen verheißend – das Vogtland.

Dann, ganz plötzlich, explodierten diese Werte, das Vogtland setzte zum Coronasprint an und überholte nicht nur sämtliche Landkreise in Sachsen, sondern in ganz Deutschland. Wir waren Spitzenreiter! Die Nummer 1. Was war passiert? Wie konnte das böse Virus so plötzlich zuschlagen?

Nun ja, das Virus tat, was ein Virus eben tut, es verbreitet sich, wenn es die Gelegenheit dazu hat und wenn man ihm die Gelegenheit dazu gibt. Viele Menschen vertrauten den anfänglichen niedrigen Zahlen, fühlten sich sicher in der Weihnachtszeit.

Das Problem aber war, dass die Zahlen zu diesem Zeitpunkt offenbar schon nicht mehr stimmten. Später hieß es aus dem Landratsamt, es hätte „Probleme bei der Übermittlung“ der Daten an das Robert Koch-Institut gegeben. Ein „Kommunikationsproblem“. Möglicherweise ging auch noch ein bisschen mehr schief im Gesundheitsamt. Der Bürger fragt sich besorgt, was kann da bei der Übermittlung von Zahlen schon falsch laufen? Hatte die Postkutsche Verspätung? Hatte sich die Brieftaube verflogen? Hatte jemand vergessen, Papier im Faxgerät nachzulegen?

An der digitalen Übermittlung konnte es jedenfalls nicht gelegen haben, denn auf diese, so wurde vom Landratsamt versprochen, werde erst Anfang Januar umgestellt. Wir schreiben ja auch erst das Jahr 2021. Da kann man nicht gleich zu viel Digitalisierung erwarten, vor allem wenn es um die Gesundheit der Bürger geht. Schließlich kam die Pandemie ja ganz überraschend übers Land der Vögte. Erst als das Kind in den Brunnen gefallen war, erst als das Vogtland zum einsamen Spitzenreiter bei den Neuinfektionen im Deutschlandvergleich aufstieg, wurde das Gesundheitsamt durch Umsetzungen und Angehörige der Bundeswehr aufgestockt. Das war nicht abzusehen gewesen? Wirklich nicht? Kann man den Verlautbarungen, die aus dem Landratsamt kommen, noch Glauben schenken? Manchmal hat man das Gefühl, dass die Politik, die in China gemacht wird, transparenter ist, als die im Landratsamt Plauen. Kann es einen deutlicheren Hinweis auf verlorenes Vertrauen geben? Ist das einmal verloren, ist es nur schwer, manchmal unmöglich zurückzugewinnen.

Bei Problemen zieht es der Landrat gerne vor, eine Weile unterzutauchen, unsichtbar zu werden. Das war im Jahr zuvor schon so gewesen, als im Vogtland ein neues Abfallentsorgungskonzept eingeführt wurde, das anfangs, gelinde gesagt, nicht gerade optimal ablief. Die Zeitspanne, bis sich der Landrat dazu zu äußern beliebte, berechnete sich nicht in Tagen, sondern in Wochen. Bis dahin hatten die Entsorgungsbetriebe das Chaos durch eigene Initiativen längst in den Griff bekommen.

Auch jetzt ist vom Landrat kaum ein Wort zum Thema Gesundheitsamt in Plauen zu hören. Im MDR gab er ein paar hilflose Phrasen aus dem Handbuch des unbedarften Provinzpolitikers von sich, mit denen er vor allem jede Schuld von sich wies. Keine Frage, Schuld haben immer die anderen.

Da man davon ausgehen kann, dass die Pandemie noch eine Weile dauert und sicher auch noch einige Probleme im Vogtland mit sich bringt, muss man vielleicht damit rechnen, dass der Landrat noch eine Weile in der Versenkung bleiben wird. Mit irgendwelchen Neueröffnungen und Einweihungen, bei denen man mit breitem Grinsen in die Kameras strahlen darf, ist in nächster Zeit ja eher nicht zu rechnen. Hält ein Landrat Winterschlaf?

Aus den Fraktionen des Kreistags hört man verhaltene Kritik am Landrat, keiner nimmt das Wort „Rücktritt“ in den Mund. Man bescheinigt ihm Probleme im Umgang mit der Presse und den Medien. Und das in Zeiten, in denen es eigentlich der Führung bedürfte. Fehler machen alle, kein Mensch ist davor gefeit. Aber hat man ein solches Amt inne, dann hat man auch dazu zu stehen und auch Verantwortung zu übernehmen. Wer das nicht kann, sollte durchaus mal darüber nachdenken, ob er mit dem Vorsitz eines Kleingartenvereins nicht besser bedient wäre.

Verfasst von: eleucht | 4. Januar 2021

Er kommt spät, aber er kommt – der Winter

In der Nacht zum Sonntag stahl sich der Winter still und heimlich ins Land. Wurde er nicht längst schon erwartet? Er ist durchaus willkommen in diesem Land. Unter dem unschuldigen Weiß des frischen Schnees verschwindet das triste Grau des Lockdownalltags. Zumindest für eine Weile.

Verfasst von: eleucht | 3. Januar 2021

Classic Rock Sunday

Große Musik am ersten Sonntag des neuen Jahres – Beethoven, dessen 250. Geburtstag im vergangenen Jahr wegen der Pandemie nicht so öffentlichkeitswirksam gewürdigt werden konnte, wie das vielleicht geplant war. Der Schlusssatz der Neunten, das Lied an die Freude mit dem Text von Friedrich Schiller, ist inzwischen ja sehr europäisch geworden. Hier und heute treffen Rock und Classic wieder einmal aufeinander, das Stück wird interpretiert von Sepultura.

Verfasst von: eleucht | 1. Januar 2021

Happy New Year

Natürlich beschenken Tierfreunde ihre Lieblinge, laut Statistik tut das jeder zehnte. Die meisten Geschenke bekommen übrigens – wen wundert‘s – die Katzen.

Noch ein Blick in die Statistik verrät, dass es die meisten Geschenke für Tiere im Saarland gibt. Dort tut das jeder fünfte Besitzer einer Katze oder eines Hundes. Es folgen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Eine Umfrage hat ergeben, dass in Berlin und Bayern die teuersten Geschenke gekauft werden, im Durchschnitt werden 56 bzw. 35 € ausgegeben.

In diesem Jahr konnten wir unseren Katzen wegen der zwei Lockdowns besonders viel Zeit schenken. Ich bin sicher, dass sie das am allermeisten zu schätzen gewusst haben und es noch immer genießen. In diesem Sinne:

Ein frohes und glückliches 2021. Vor allem ein besseres Jahr als das vergangene.

Verfasst von: eleucht | 29. Dezember 2020

Der Weihnachtshund versinkt im Chaos

Weihnachten ist die Zeit der großen Gefühle. In diesem Sinne kann auch eine Anthologie mit Weihnachtsgeschichten um einiges gefühlsbetonter sein, vor allem wenn in den Geschichten Tiere im Mittelpunkt stehen.

In meinem Beitrag für die Geschichtensammlung „Der Weihnachtshund versinkt im Chaos“ entflieht die kleine Lilly dem elterlichen Weihnachtsstress und -streit. Im Haus begegnet ihr eine Katze, die sie in ein zauberhaftes Weihnachtsland entführt. Dort erlebt das kleine Mädchen eine großartige Zeit. Aber diese Welt ist nicht frei von Schatten und dunklen Gestalten. Eine Begegnung mit einer solchen hat am Ende sogar Auswirkungen in der realen Welt des kleinen Mädchens.

Dass es sich bei der Katze in meiner Geschichte um einen rotbraunen Kater handelt, sollte die regelmäßigen Leser meines Blogs nicht wundern.

Weitere tierische Weihnachtsgeschichten warten auf den Leser dieses Bandes der Textgemeinschaft.

Etwas Kritik kann ich mir am Ende aber doch nicht verkneifen, und diese betrifft das Lektorat. Bei den Ausschreibungen zu den Anthologien wird darauf hingewiesen, dass die Autoren nur korrigierte Manuskripte einreichen sollen. Nun ja, Flüchtigkeitsfehler kommen immer wieder mal vor, vergessenen Buchstaben und Kommas werden schnell übersehen, aber bei der Lektüre fielen mir doch eine gewisse Anzahl von Rechtschreib-, Grammatik- und stilistischen Fehlern auf. Das trübt am Ende den guten Eindruck, den die schönen, märchenhaften Geschichten vermitteln wollen.

https://www.amazon.de/Weihnachtshund-versinkt-Chaos-Tierische-Weihnachten/dp/375313385X

Verfasst von: eleucht | 27. Dezember 2020

Nachweihnachtssong zum Sonntag

Es gibt Zeiten, in denen es Situationen und Umstände unmöglich machen, seine Pläne umzusetzen, etwas Gewohntes zu tun. Dabei sollte die gute Absicht, die Liebe zu jemandem oder einfach nur die Tradition nicht immer an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden sein. Andrew Bird hat in dem Song „Christmas in April“ versucht, genau dieses Gefühl in Worte und Noten zu fassen.

Verfasst von: eleucht | 25. Dezember 2020

Merry Christmas

Die Kirche St. Jacobi in Pandemiezeiten. Abstand halten, Masken tragen. Predigt und Krippenspiel auf der Leinwand, Orgelspiel inklusive. Der weihnachtlichen Stimmung tut das keinen Abbruch.

Das Weihnachtslied kommt heute aus Tucson, Arizona. Die Band Calexico covert John Lennons „Happy Xmas (War is Over)“. Sie tun das mit dem nötigen Respekt und bleiben ganz nahe am Original dran.

Verfasst von: eleucht | 24. Dezember 2020

Katzen und die Weihnachtskrippe

In der traditionellen Weihnachtskrippe finden sich für gewöhnlich keine Katzen. In der Überlieferung ist auch keine Rede von ihnen. Man kann aber durchaus davon ausgehen, dass im Stall von Bethlehem zu Jesu Geburt Katzen zugange gewesen waren. Zu jener Zeit hatten sich Falbkatzen schon jahrhundertelang den Menschen in Sinai und dem Westjordanland angeschlossen. An Mäusen mangelte es gerade in Ställen zu jener Zeit bestimmt nicht, sodass sich Katzen dort sehr nützlich machen konnten.

Die Weihnachtskrippe der Gegenwart muss von Mulder natürlich genau auf Spielzeugtauglichkeit inspiziert werden. Die Figuren eignen sich bestens dazu. Besser ist es also, sie festzukleben. Ist die Krippe groß genug, halten Katzen sie auch gerne für Höhlen, die natürlich nur für gebaut worden sind.

In diesem Sinne FROHE WEIHNACHTEN für alle Feunde, Leser und Follower meines Blogs.

Older Posts »

Kategorien