Im Alter von 14 bekam sie von ihrem Vater, einem Musiker, einen Fender Precision Bass aus dem Jahre 1950 geschenkt. Den besitzt Suzy Quatro auch heute noch. Und nicht nur das, sie steht noch immer auf der Bühne, spielt Bassgitarre und singt. Mit 75. Sie wurde in Detroit geboren und erlebte die Protopunkband The MC 5 noch live. So findet sich auf ihrem neuen Album eine Version von deren Kick Out The Jams. Das Stück singt sie im Duett mit einem anderen Musiker aus Detroit – Alice Cooper. Die Wege der beiden haben sich schon früher gekreuzt, was eigentlich unausweichlich war. Suzy Quatro durfte mit ihrer Band in der Garage von Alice Cooper üben und sie war die Vorband während dessen 85er Welcome To My Nightmare Tour. Ihr neues Album, das schlicht Freedom heißt, ist wieder Rock pur, hart und kompromisslos. Und so klingt es, wenn zwei Detroiter Rocker einer Detroiter Rockikone huldigen: Kick Out The Jams. Suzy Quatro und Alice Cooper scheinen eine Menge Spaß im Studio gehabt zu haben. Und bei der Gelegenheit fließen am Ende auch ganz kurz Erinnerungen an die eigene Vergangenheit in die Aufnahme ein.
Classic Rock Sunday
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Vom Kinderbuchautor ins Regierungsprogramm
Heute wendet sich Lilly mit ihrem Klartext an die CDU-Wähler. Ganz speziell an diese Spezies. Aber natürlich dürfen auch gern alle anderen mit reinhören, wenn sie sich für aktuelle Themen interessieren und wissen wollen, wie die Vorstellungen eines Kinderbuchautoren noch immer Teil der aktuellen Wirtschaftspolitik sind. Und was das für das Volk im Allgemeinen und CDU-Wähler im Besonderen bedeutet.
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„Die Wut ist ein heller Stern“ – Anja Kampmann
Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

Beim Lesen dieses Romans hat mich immer wieder ein ungutes Gefühl beschlichen, eine Art Déjà-Vu, das ziemlich verstörend wirkte. Dabei spielt die Handlung des Buches in einer ganz anderen Zeit als der jetzigen. Die Parallelen waren trotzdem nicht zu übersehen. Die Geschichte, die Anja Kampmann erzählt, beginnt im Jahre 1933.
Die Protagonistin des Romans, Hedda Möller, die auch als Ich-Erzählerin fungiert, arbeitet als Artistin in einem Varieté auf der Reeperbahn in Hamburg. Wenn sie hoch oben in ihren Ringen hängt und ihr Revuenummer zeigt, zu der auch zwei Kaimane gehören, fällt ihr auf, dass im Zuschauerraum immer mehr dieser neuen Uniformen auftauchen. Die Welt um sie herum beginnt sich zu verändern, ein neues Land soll nach den Vorstellungen des neuen Reichskanzlers entstehen. Bald wird klar, dass nicht alle Menschen Teil dieser neuen Volksgemeinschaft sein werden. Manche Menschen verschwinden, hinter vorgehaltener Hand erzählt man sich Geschichten über ihr Schicksal. Manche von ihnen kehren zurück, haben sich aber verändert, wieder andere tauchen unter.
Arthur Wittkowski, der Eigentümer des Varietés „Alkazar“ und einer der realen historischen Persönlichkeiten in diesem Roman, wird zur Zielscheibe für die neuen Machthaber in Hamburg. Sie überziehen ihn mit Prozessen und nehmen ihm Haus und Eigentum. Heddas jüngerer Bruder Paul, der autistische Züge zeigt und Beinschienen trägt, passt nun auch nicht mehr in diese neue Welt, die vor allem von aggressiver Männlichkeit dominiert wird. Bald schon weigert sich auch seine Lehrerin, ihm ein paar Stunden Privatunterricht zu geben. Der ältere der Brüder, Jaan, geht von Hamburg aus auf große Fahrt zum Walfang.
Langsam, fast unmerklich sickert der neue Geist in die Gesellschaft, reißt Freunde und Familien auseinander. Ehemals gute Freunde, die man gut zu kennen glaubt, tragen auf einmal diesen speziellen Scheitel oder sogar das Parteiabzeichen am Revers ihrer Jacken. Und im Hintergrund rüstet der neue Staat auf.
Freundschaftliche Beziehungen und familiäre Bande retten so manches Leben. Hedda Möller kann am Ende dank der Heuer ihres Bruders das Land verlassen.
Der Einzelne steht der Entwicklung mit unterdrückter Wut hilflos gegenüber, manchmal erlebt er Solidarität. Der Roman beschreibt am Schicksal einfacher Menschen auf realistische Weise, „wie es dazu hatte kommen können“. Er hält uns damit gleichzeitig den Spiegel vor, wir sind keineswegs dagegen gefeit, wieder in dunkle Zeiten zu fallen.
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The Cat Files – Neues von Mulder und Scully
Katzen können sehr alt werden. Das ist stets eine Frage der Pflege und auch der Ernährung. Außerdem sollten die Stubentiger regelmäßige vom Tierarzt untersucht und geimpft werden. Auch ist es ratsam, jede Art von Stress für die Katzen zu vermeiden. So können sie durchaus 15 bis 20 Jahre alt werden. Die Lebenserwartung von reinen Wohnungskatzen ist im Allgemeinen höher als die von Freigängern, da diese größeren Gefahren ausgesetzt sind. Viele von ihnen fallen dem Verkehr zum Opfer. Als älteste Katze der Welt hat es übrigens eine gewisse Flossie aus England mit 27 Jahren ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. So ein Alter schaffen aber wirklich nur die wenigsten von ihnen.

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Classic Rock Sunday
Ohne große Schlagzeilen und ohne großes Aufsehen verstarb Ende Februar dieses Jahres der amerikanische Sänger und Komponist Neil Sedaka. In der Ära vor den Beatles schrieb und sang er große Hits. Oh! Carol war seiner Jugendliebe Carole King gewidmet. Die später übrigens mit dem Lied Oh! Neil darauf reagierte. Geboren wurde Neil Sedaka 1939 in Brooklyn. Er wuchs unter ärmlichen Verhältnissen auf, lernte als Jugendlicher das Klavierspielen und bekam später einen Studienplatz am Juilliard-Konservatorium. Als Musiker mischte er Doo-Wop mit Rock’n’Roll. Er gründete mit anderen Musikern die Band The Tokens, verließ sie aber bald schon wieder. Und zwar bevor die mit The Lion Sleeps Tonight einen Welthit produzierten. Als Solist arbeitete er für RCA Records, sein erster Hit als Sänger war The Diary.
Nach der British Invasion war es dann mit Hits für Neil Seadaka wie für viele seiner amerikanischen Kollegen erst einmal vorbei. 1972 gelang ihm aber mit seinem Album Solitaire ein respektables Comeback. Der Titelsong wurde von vielen anderen Künstlern wie Elvis Presley oder den Carpenters gecovert. 1974 landete er mit Laughter in the Rain dann sogar wieder ein Nr. 1-Hit in den USA. Auch als Songwriter war Neil Sedaka sehr gefragt und erfolgreich, Is This The Way to Amarillo, interpretiert von Tony Christie, stammt zum Beispiel aus seiner Feder und wurde Nummer 1 in Deutschland. Nebenbei war Sedaka gelegentlich auch als Gastjuror in American Idol tätig, in späteren Jahren wendete er sich mit seinen Kompositionen auch wieder der klassischen Musik zu. Zur Erinnerung an Neil Sedaka gibt es hier einen seiner größten Hits in garantierter schwarz-weißer 60er Jahre Optik: Breakin’ Up Is Hard To Do.
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Frohe Ostern am Classic Rock Sunday

Allen Freunden und Lesern meines Blogs wünsche ich ein frohes Osterfest und einen fleißigen Osterhasen.
Heute kommen wir noch einmal auf die Band zu sprechen, die am vergangenen Classic Rock Sunday Thema war, die Small Faces. 1969 hatte Sänger und Gitarrist Steve Marriott die Gruppe verlassen, um eine eigene bluesorientierte Band zu gründen – Humble Pie. So kamen neue Musiker zu den Rest der Small Faces, als da wären Ron Wood, der später bekanntlich ein Rolling Stone wurde, und ein gewisser Rod Stewart. Die trinkfesten Musiker nannten sich fortan The Faces. Ein paar Jahre später erwiesen sich Rod Stewarts Soloambitionen als äußerst erfolgreich. Er verließ im Frühjahr 1973 die Faces, seine Karriere hält bis heute an. 1975 lösten sich die Faces schließlich endgültig auf. Da war Rod Stewart bereits durch den japanischen Bassisten Tetsi Yamauchi ersetzt worden. 2015, 22 Jahre nach dem letzten Auftritt, spielten Rod Stewart, Ron Wood und Kenny Jones noch einmal als The Faces zusammen, 2021 hieß es, dass Stewart und Jones an neuen Songs arbeiten würden. Gehört hat man bisher leider noch nichts davon. Bleiben wir also bei bekanntem Material, ein absoluter Klassiker der Faces ist Stay With Me.
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Die Menschenfresser kommen. Oder sind sie schon da?
Es ist noch gar nicht so lange her, da gab sich ein gewisser Xavier Naidoo in einem Video geläutert und nahm Abstand von Verschwörungstheorien und antisemitischen Behauptungen. Hand hoch, wer ihm das abgenommen hat! Sicher ist es ihm auf diese Weise gelungen, ein paar mehr Tickets für seine jüngsten Konzerte an den Mann zu bringen. Da kann es hilfreich sein, ein paar Kilo Kreide zu fressen.
Nun hat sich Xavier Naidoo am 14. März einer Demo gegen Kindesmissbrauch angeschlossen und ist bei dieser Gelegenheit zur altbekannten Thematik zurückgekehrt. Er nahm das Thema der Demo wohl zu wörtlich und sprach von Menschenfressern und davon, dass „die unsere Babys fressen, verdammt nochmal“. Er sei sich sicher, dass wir alle schon mal Menschenfleisch gegessen hätten und behauptete, dass ein bekannter amerikanischer Snackproduzent embryonale Gewürzmittel auf seine Chips streue.
Nun frage ich mich, ob die derzeitige Werbekampagne von Burger King mit den Baby Burgern damit in irgendeinem Zusammenhang steht. Ist das der Beweis für Naidoos Behauptungen? Wird er noch auf diesen Zug aufspringen?
Ach ja, das geplante Verbot von Veggie Burgern, Veggie Wurst und dergleichen ist in der EU gescheitert. In Baby Burgern müssen deshalb also nicht zwangsläufig Babys in irgendeiner Weise verarbeitet sein. Hoffentlich sagt das mal jemand dem Xavier. (Oder hat man das Verbot extra deswegen scheitern lassen? Fragen über Fragen, die zu neuen Theorien führen, tun sich da auf.)
Demnächst hoffentlich (nicht) im Buchladen Ihres Vertrauens: Xaviers Kochbuch mit 33 Rezepten für den wahren Reptiloiden.

- Kapitel 1: Die Grundzutaten der Wahrheitssuppe
- Kapitel 2: Wie man Fakten weichkocht
- Kapitel 3: Der große Schmorbraten der Erleuchtung
- Kapitel 4: Detox für den Geist – aber bitte ohne Logik
- Kapitel 5: Dessert: Süße Lügen mit Zuckerguss
Klappentext
„Endlich ein Kochbuch, das die Welt erklärt! Xavier präsentiert 33 Rezepte, die so unglaublich sind, dass sie nur wahr sein können – oder eben gar nicht. Von der 5G‑Lasagne bis zur Illuminaten‑Bowl: Hier wird gekocht, was die Fantasie hergibt.“
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Easter Parade
Allen Freunden und Lesern meines Blogs wünsche ich einen schönen Karfreitag.
Auf zum Osterumzug. Der wird diesmal von U2 angeführt. Zum Karfreitag hat die Band ganz überraschend eine EP namens Easter Lily mit sechs Songs veröffentlicht, die man durchaus spirituell nennen kann. Daraus die Easter Parade.
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The Cat Files – Neues von Mulder und Scully
Katzen folgen manchmal einer eigenen Philosophie.
Wenn Mulder und Scully auf der oberen Plattform ihres Kratzbaums geschlafen haben, strecken sie sich nach dem Aufwachen erst einmal genüsslich, so wie das eigentlich alle Katzen nach dem Schlafen und Dösen tun. Dabei stoßen sie ihre Krallen in die Tapete. Sie reißen die Tapete nicht ab, aber die Krallen hinterlassen doch Spuren in der Raufasertapete, die nicht zu übersehen sind. Nun habe ich ihnen eine Kratzmatte an die Stelle gehängt, an der sie ihre Krallen beim Strecken abstützen. Da können sie nun die Krallen reinschlagen. Irgendwie aber scheinen die beiden der Meinung zu sein, dass dieses Teil mit besonderer Vorsicht und äußerst behutsam zu behandeln ist. Nur nichts kaputt machen! Das scheint die Devise von Mulder und Scully zu sein. Nicht eine Krallenspur ist in der Matte zu sehen. Wie die beiden überhaupt sorgsam mit ihrem Spielzeug umgehen. Manche Sachen haben sie schon viele Jahre und die sehen wie neu aus, obwohl sie regelmäßig benutzt werden. Nur die Spielzeugmäuse werden regelmäßig zerbissen. So wie das richtige Mäusejäger eben tun.

Katzen folgen manchmal einer eigenen Philosophie. Die uns Menschen verschlossen bleibt.
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Bette Midler sings Woody Guthrie – No Kings
Die großartige Bette Midler meldet sich gewohnt sprachgewaltig zurück – mit einem alten Protestsong des großen Woody Guthrie. Sie hat den Text aktualisiert und den gegenwärtigen Umständen in ihrem Land angepasst. Und damit gelingt es ihr sogar, Optimismus zu verbreiten. Etwas, was auch Deutschland verdammt nötig hätte.
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