Verfasst von: eleucht | 9. Dezember 2019

Weihnachtsmarktimpression

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Verfasst von: eleucht | 8. Dezember 2019

Stunde der Klassik

Auf denn zum fröhlichen Jagen. Aus dem „Freischütz“ von Carl Maria von Weber gibt‘s hier und jetzt den „Jägerchor“ zu hören. Und der hat etwas Mitreißendes an sich. Vielleicht das Richtige an einem trüben, grauen und verregneten Sonntag wie diesem. Interpreten sind der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Verfasst von: eleucht | 6. Dezember 2019

Weihnachtsmarkt und Sonnenschein

Marienbad Dezember005Der Weihnachtsmarkt vor den Kolonnaden im tschechischen Marienbad liegt in beinahe frühlingshaftem Sonnenschein. Die Luft ist winterlich kalt, ein weihnachtlicher Duft liegt in der Luft, es wird köstlicher Glühwein verkauft. Und die geschmückte Tanne erinnert daran, dass wirklich bald Weihnachten ist. Marienbad Dezember008Marienbad Dezember011Marienbad Dezember006Marienbad Dezember014Die beiden warten vielleicht auch auf einen reichlich gedeckten Tisch.

Verfasst von: eleucht | 5. Dezember 2019

Party in Wolkenkuckucksheim

WKHHe, du! Cheers! Let the party going on. Die Gläser frisch gefüllt mit perlendem Champagner. Das Morgen kann warten. Der Morgen ist noch weit. Du bist das strahlende Zentrum in deinem Universum, umkreist von den ewig gleichen Satelliten, die nicht erkennen, dass dein Leuchten nur der Widerschein vom Spotlight an der Decke ist. Man bewegt sich leichtfüßig im Tanzschritt, die Titanic-Rockband spielt den Blues von der letzten Gelegenheit. The show must go on. Komme da, was da wolle. Mach die Schotten dicht, zieh die virtuellen Mauern hoch und die richtigen aus Stein gleich noch dazu, bevor die Wirklichkeit in dein Bewusstsein dringt. Verschließ die Augen vor den Zombies, die um dein Haus herumschleichen und nur Dreck, Tod und Verwesung hinterlassen. Projiziere deine Wünsche in den Schein der Kerzen auf dem Kamin und sieh, wie Einhörner schattengleich durchs Zimmer schweben und Elfen süß die Flöte blasen. Himmlisch, ihre Melodien. Der Zuspruch der Deinen ist dir gewiss. Das ist er immer.

Draußen warten die, die mit den Wölfen heulen. Fingernägel kratzen mit durchdringendem Ton an Wänden. Verschließ Augen und Ohren. Du siehst nicht, was du nicht sehen willst, du hörst nicht, was du nicht hören willst. Du traust nur deiner eigenen Glückseligkeit. Mit geschlossenen Augen wirst du nicht erkennen, wie die Flut steigt und steigt und vielleicht bald über deine Mauer schwappt …

Verfasst von: eleucht | 1. Dezember 2019

Stunde der Klassik

Heute gibt es ein Ständchen von Schubert.

Verfasst von: eleucht | 28. November 2019

„What‘s My Name“ – Ringo Starr

Die CDs, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu Künstlern, Agenturen, Platten- oder Vertriebsfirmen.

Ringo 001„Nothing stay the same, but I‘m still in the game“, singt Ringo Starr auf seinem neuen Album. „What‘s my name?“ fragt er darin und der vielstimmige Chor antwortet „Ringo!“

Klar, Ringo Starr ist längst in einem Alter, in dem er sich zur Ruhe setzen und mit altersweisem Blick das verrückte Geschehen auf dieser Welt verfolgen könnte. Aber nichts da, in unregelmäßigen Abständen geht Ringo ins Studio und produziert Musik. Dabei muss er wirklich niemandem mehr etwas beweisen, er kann tun, was ihm Spaß macht. Und Spaß macht ihm die Musik noch immer. Das ist nicht zu überhören. Ihm zur Seite stehen – ganz nach seinem größten Erfolg „With a little help from my friends“ – erfahrene Musiker und Größen wie der Eagles-Gitarrist Joe Walsh, Steve Lukather von Toto, Dave Stewart und Edgar Winter. Beatles-Feeling gibt es bei Ringos Platten immer, in diesem Fall auf besondere Weise, denn Ringo covert John Lennon‘s „Grow old with me“ und wird dabei von keinem Geringeren als Paul McCartney am Bass begleitet.

Ringo ist eher der bodenständige Typ, und so klingt auch seine Musik. In „What‘s My Name“ versucht er nun auch den Anschluss an die Moderne. Der Opener „Gotta Get Up To Get Down“ startet mit den harten Gitarrenriffs von Joe Walsh, im Mittelteil überrascht den Hörer ein Rap. Auch dem Klassiker „Money“ gewinnt Ringo noch ein paar neutönende Nuancen ab. Im Vergleich mit den CDs der letzten Jahre ist „What‘s My Name“ tatsächlich das beste und überraschendste Album. Und wie meist grüßt Ringo mit dem Victoryzeichen vom Cover.

Verfasst von: eleucht | 24. November 2019

Stunde der Klassik

IMG_20191122_125235-01_1574432304955Zum Totensonntag. Aus Wolfang Amadeus Mozarts Requiem – Introitus, Kyrie, Dies irae, interpretiert vom Oratorien Chor Ulm

Verfasst von: eleucht | 22. November 2019

Mauern (Novembergedanken)

Mödlareuth 023Mauern schützen, Mauern trennen, Mauern sperren Menschen aus und sie sperren Menschen ein. Mauern sind nicht einfach da, sie werden errichtet. Von Menschen. Für Menschen. Gegen Menschen. Bewehrt mit Stacheldraht und Maschinengewehren.

Mauern sind sichtbar und man bekommt sie zu spüren, wenn man gegen sie anrennt. Wer eingesperrt ist von Mauern, empfindet Hass auf sie, der Verbrecher ebenso wie der Gerechte.

Wie alles von den Menschen Geschaffene kann man Mauern zerstören, einreißen, schleifen, sprengen, überwinden, zum Einsturz bringen, Stein für Stein abtragen.

Das Einreißen einer Mauer erweitert den Horizont, eröffnet den Schritt in neues, unbekanntes Land. Kein Paradies wird man dahinter entdecken, vielleicht auch nur eine Welt voller Gräben und Hindernisse. Wer vermag schon zu sagen, ob man jenseits einer Mauer willkommen ist oder ob einem Hass entgegenschlägt. Oft genug projizieren wir unsere eigenen Gedanken und Vorstellungen auf das Neue, das Unbekannte.

Mauern hinterlassen Spuren in den Menschen, sie manifestieren sich in den Seelen. Diese Mauern sind unsichtbar – und manchmal sind sie höher und härter als jene aus Beton. Manche von ihnen scheinen für die Ewigkeit geschaffen. Sie werden sichtbar in Gedanken, Worten und Bildern, in Vorurteilen und Lügen, verfestigt mit dem Hass auf die Welten jenseits des inneren Walls. Wir errichten die Mauern, mit denen wir uns einsperren, in uns selbst …

Verfasst von: eleucht | 19. November 2019

„Evangelio“ – Feridun Zaimoglu

Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

Evangelio 001Martin Luther, der auf Geheiß des Kurfürsten von Sachsen als Junker Jörg auf der Wartburg lebt, kann seine wahre Identität nur schwer verbergen. Viel zu streitbar ist der Reformator, er ist ein Kämpfer vor dem Herrn, ein Kämpfer für den neuen Glauben, der die Menschen vom Ablasshandel befreien soll. Viel zu leidenschaftlich ist er in seinem Kampf gegen die Kirche Roms und das Papsttum, deren Vertreter er in Sünde leben sieht, die lügen und betrügen und das Volk ausbeuten. Viel zu streng ist er in seinem Glauben gegen sich selbst und die anderen.

Erzählt wird in diesem Roman die Geschichte von Luthers Zeit auf der Wartburg aus der Sicht des Landsknechts Burkhard, der dem Geistlichen zu dessen Schutz zur Seite gestellt ist. Dieser Landsknecht ist ein überzeugter Anhänger des katholischen Glaubens. Aber das Kriegshandwerk ist seine Berufung und er schwor dem Kurfürsten Treue. So tut er alles, um das Leben des „Ketzers“, wie er Luther in seiner Erzählung nennt, zu schützen.

Der Roman ist mit der biblischen Wortgewalt Luthers geschrieben. Roh, doch gleichermaßen bildhaft ist die Sprache des Landsknechts, wenn er von seinem Leben auf der Wartburg berichtet, von den Begegnungen mit Luther und den einfachen Menschen in Eisenach. Man erlebt Luther oftmals als einen Eiferer für seinen Glauben, der sich ständig den Anfechtungen des Erzfeindes der Menschen, des Satans, ausgesetzt sieht. Es kostet ihm seine ganze Kraft, dagegen anzukämpfen. Man erlebt aber auch einen Luther, der die Juden hasst und auf gleiche Weise die aufständischen Bauern, die sich dem Theologen und früheren Lutherbewunderer Thomas Müntzer anschließen. Denn im Volk gärt es, die Bauern lehnen sich auf, ziehen ins Feld gegen Kirche und Adel. Für Luther ist die Obrigkeit aber gottgegeben.

Der Autor zeichnet ein vielschichtiges Porträt des großen Reformators, das ihn tief verwurzelt in seiner Zeit zeigt, die er dank der wortgewaltigen Sprache, die auf viele, längst in Vergessenheit geratene Begriffe zurückgreift, vor den Augen des Lesers wiederauferstehen lässt. Luther wird in diesem Roman nicht zu einem Monument und auch nicht zu einem Denkmal verklärt, er ist ein Mensch seiner Zeit, von Liebe zu den Menschen ergriffen, von Zweifeln zerfressen, mit Fehlern behaftet und auch angreifbar, ein Mensch, der sieht, der glaubt, der für seine Ideale eintritt und kämpft und auch der ständigen Versuchung ausgesetzt ist. Und oft genug ist der katholisch geprägte Landsknecht und Erzähler Burkhard versucht, dem Ketzer und seinen Ansichten recht zu geben, vor allem dann, wenn die menschlichen Aspekte ihrer beiden Glauben offensichtlich gar nicht so weit auseinanderliegen.

Verfasst von: eleucht | 17. November 2019

Stunde der Klassik

Einfach virtuos – Beethovens 5. auf der akustischen Gitarre. Der Interpret ist Marcin Patrzalek.

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