Einer der letzten Aufrechten der Generation Woodstock, der von der Kultur des Protestsongs beeinflusst war, hat am 7. März diesen Jahres das Zeitliche gesegnet. Sein Debütalbum war ein Tribut an Woody Guthrie. Country Joe McDonald, der mit dem Gitarristen Barry „The Fish“ Melton ein Duo bildete, aus dem später die Gruppe Country Joe & The Fish hervorging, erlangte seine Popularität vor allem wegen seines Auftritts im legendären Woodstock-Festival. Seinen Protestsong gegen den Vietnamkrieg I-Feel-Like-I‘m-Fixin‘-To-Die Rag eröffnete er mit den legendären Rufen „Give me an F, give Me a U, give me C, give me a K – What‘s that spell? What‘s that spell?“ und die Gemeinde seiner Anhänger skandierte lautstark ihre Verachtung gegen das System und den Vietnamkrieg.
1983 veröffentliche Country Joe McDonald das Album Animal Tracks, das ausschließlich das Thema Umwelt zum Inhalt hatte. Was viele Fans überraschte. Er war einer der Ersten, der diese Thematik einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machte. Vorausgegangen war eine jahrelange Zusammenarbeit mit Greenpeace, bei der sich Country Joe McDonald an einer Aktion mit dem Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior in British Columbia beteiligte, in dessen Folge er mit dem Stück Blood On The Ice gegen das jährliche Robbenschlachten protestierte.
Country Joe McDonald war 84 Jahre alt, als er im März starb.
Wenn es jetzt den Song Save The Whales aus dem Album Animal Tracks zu hören gibt, dann ist das keineswegs mein Beitrag zum Wal, der sich in der Ostsee verirrt hat und zum Medienspaktakel wurde. Das ist ein Protestsong, den man im Kontext der damaligen Zeit sehen muss, als das industrielle Abschlachten von Walen eine breite, weltweite Protestbewegung hervorrief. Vor allem soll es eine Erinnerung an einen der ganz großen Singer Songwriter sein. Einer wie er wäre in Zeiten wie diesen besonders wichtig.





