Er wollte die Klassiker aus dem Weg räumen (Roll Over Beethoven) und ist mit diesen Klassikern doch vereint auf der Goldenen Schallplatte zu hören, die 1977 mit der Voyager-Mission ins All geschossen wurde, um möglichen außerirdischen Zivilisationen einen kleinen Einblick in die irdische Musikwelt zu geben. Johnny B. Goode ist der einzige Rock‘n‘Roll-Song auf dieser Schallplatte. An diesem 18. Oktober wäre Chuck Berry 100 Jahre alt geworden. Ein Jubiläum, an dem man wahrscheinlich nicht vorbeikommt.
Dabei schien Chuck Berry eine solche Karriere eigentlich nicht bestimmt, denn er war mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Von 1944 bis 1947 saß er wegen eines bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis, 1962 ein weiteres Mal wegen der Verschleppung einer Minderjährigen.
1951 kaufte er als Pförtner eines Radiosenders einem Musiker die Gitarre ab, besorgte sich ein Tonbandgerät und begann mit eigenen Musikaufnahmen. Der Bluesveteran Muddy Waters war es, der Chuck Berry riet, sich bei Chess Records zu bewerben. Der Erfolg begann mit Maybellene, seiner Adaption des Traditionals Ida Red. Zu seinen Konzerten erschienen in der Folgezeit auch immer mehr weiße Zuschauer, die begeistert von dieser neuen Musikrichtung waren. Klassiker wie Rock‘n‘Roll Music, Roll Over Beethoven und Johnny B. Goode waren mehr als nur Inspiration für die Beatles und die Rolling Stones. Als diese Bands die Hits von Chuck Berry auf ihren Schallplatten coverten, erlebte der einen zweiten Frühling. Chuck Berry war es, der die Gitarre als wichtigstes Instrument in der Rock‘n‘Roll-Musik etablierte. Er spielte eine Gibson. Der Entengang, mit dem er sein Gitarrenspiel begleitete, wurde zu seinem Markenzeichen. In dem Klassiker Zurück in die Zukunft würdigte auch Michael J. Fox den Rock‘n‘Roll Pionier. Es gibt nicht viele Intros, die so eingängig sind wie das zu Johnny B. Goode.















