Verfasst von: eleucht | 16. Januar 2022

Classic Rock Sunday

Heute geht es im Classic Rock Sunday um einen der größten Klassiker des Ostrocks und das Erbrecht. „Am Fenster“ von City war zweifellos einer der größten, erfolgreichsten und bekanntesten Hits aus der DDR. Das Stück traf damals den Nerv einer ganzen Generation, und das tut es vielleicht auch heute noch.

Heute verdient auch der Freistaat Sachsen an dem Lied. Der Text des Stückes geht zurück auf ein Gedicht der Lyrikerin Hildegard Maria Rauchfuß. Als diese im Jahr 2000 in Leipzig starb, erbte das Land Sachsen ihren Nachlass, wie das gelegentlich vorkommt, wenn jemand keine Verwandten oder Partner hat. In den meisten Fällen werfen diese Erbschaften kaum oder keine Gewinne ab, in diesem Fall aber schon. Im vergangenen Jahr kamen 10.000 € an Tantiemen und Lizenzgebühren zugunsten des Freistaats zusammen.

In diesem Jahr feiert die Band ihr 50-jähriges Bandjubiläum. Ein Grund, mal wieder an dieses Meisterwerk des Ostrocks zu erinnern.

Verfasst von: eleucht | 15. Januar 2022

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Das alte Katzensofa war schon etwas verblichen und auch durchgelegen, kurz gesagt, es hatte ausgedient. Weihnachten war also ein guter Zeitpunkt, Mulder und Scully ein neues zu spendieren. Eins, das auch etwas größer ist, denn oftmals lagen beide zusammen drin und schliefen.

Mulder hat das neue Möbelstück auch gleich ausprobiert und für gut befunden. Und gleich schon mal eine Runde drin geschlafen. Scully hät sich noch zurück. Warum auch immer. Als würde sie respektieren, dass das Sofa Mulders Eigentum ist. Aber ich bin sicher, irgendwann wird sie sich auch reinlegen. Dafür freute sie sich umso mehr über den neuen Ball. Vom Ballspielen war sie schon immer begeistert. Eine gute Möglichkeit zum Hinterherjagen und Toben.

Nach drei Wochen denn hat Scully die ersten Schritte ins neue Sofa gewagt. Erst einmal Trampeln, sie fühlt sich also wohl darin. Trotzdem ein skeptischer Blick. Dann macht sie es sich gemütlich. Allerdings nicht lange. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sie wieder zu zweit drin schlafen. Abends haben sie im Winter ja immer ihre Zeit, in der sie zusammen auf der großen Couch kuscheln, also der Menschencouch. Die gehört dann ihnen.

Verfasst von: eleucht | 9. Januar 2022

Classic Rock Sunday

Die Legende lebt. Die Musiker von Yes, dem Flaggschiff des Prog-Rock, haben das mit einem neuen Album im vergangenen Jahr erneut unter Beweis gestellt. Wenn man alle Musiker aufzählen würde, die je bei Yes gespielt haben, bekäme man ein Who is Who nicht nur des Prog-Rock. Am längsten dabei ist derzeit Gitarrist Steve Howe. Er ersetzte 1970, knapp zwei Jahre nach der Gründung, Peter Banks. Wenig später, nämlich 1972, kam Schlagzeuger Alan White zur Band. Auch er zählt somit längst zur Stammbesetzung. Yes gehören zu den Dinosauriern des Rock und sie haben überlebt. In der Zeit, als Prog-Rock tot war, feierten sie mit dem Album 90125 und dem Hit Owner of a Lonely Heart ihre größten Erfolge.

Typisch für Yes sicherlich das filigrane, glasklare Gitarrenspiel von Steve Howe. Aber auch der esoterische Gesang von Jon Anderson hat den Stil der Band geprägt. Erstaunlich, dass Yes immer wieder Sänger finden, deren Gesang dem von Jon Anderson sehr nahe kommt und den Stücken den typischen Yes-Sound verleiht. Das kann man auch vom aktuellen Sänger Jon Davison sagen.

Die Zeit der 20-minütigen epischen Werke ist schon seit längerer Zeit vorbei, trotzdem hört man von Yes noch immer den filmisch arrangierten Breitwandrock, wie man ihn seit den Anfangsjahren kennt. Das neue Album The Quest gehört auf jeden Fall mit zu den besseren Werken der Band. Mit Fanfaren aus den Keyboards von Geoff Downes startet der Opener The Ice Bridge und nimmt den Hörer mit in das Universum, in dem sich die Musik von Yes bewegt. Offenbar war die Kreativität der Musiker größer als die Speicherkapazität einer CD, denn dem Album liegt eine zweite CD mit drei weiteren neuen Aufnahmen bei, von denen vor allem das semiakustische Mystery Tour herausragt.

Verfasst von: eleucht | 2. Januar 2022

Classic Rock Sunday

R.E.M. kommen aus Athens, Georgia, das nicht unbedingt als Musik-Mekka gilt, auch wenn es Bands wie die B-52s zu einiger Bekanntheit geschafft haben. R.E.M. aber wurden Weltspitze. Dabei starteten sie ihre Karriere bei Indipendent-Labels und sie legten Zeit ihres Bestehens auch immer größten Wert auf ihre Unabhängigkeit.

Das taten sie auch, als sie 1995 das Album New Adventures in Hi-Fi präsentierten. Man warf der Band damals Ausverkauf vor, da sie mit Warner Brothers einen Vertrag für fünf Alben über angeblich 80 Millionen Dollar abgeschlossen haben sollten. Michael Stipe, Sänger und Kopf von R.E.M., nennt diese Zahl im Nachhinein falsch. Sie geht auf einen Artikel in der Los Angeles Times zurück, in dem ein Journalist diese Summe schätzte. 1996 erreichten die New Adventures in Hi-Fi weltweit Spitzenplätze in den Charts, in den USA Nr. 2, in Deutschland Nr. 1. Die vorab veröffentlichte Single E-Bow The Letter war alles andere als Mainstream und auch die Ästhetik des Videos unterschied sich von allem, was in dieser Zeit sonst so in MTV lief. Aber R.E.M. kamen damit durch, auch wenn sie sich kommerziell damit keinen Gefallen getan haben. Das war auch nicht ihre Absicht.

Verfasst von: eleucht | 1. Januar 2022

Happy New Year

Gute Vorsätze? Nein, danke. Die halten eh nie lange. Katzen leben im Hier und Jetzt, sie bleiben immer optimistisch, egal, was geschieht. Negative und schlechte Erlebnisse sind schnell vergessen. Dafür wird jede Chance genutzt, um etwas zum Guten zu ändern.

Ein bisschen mehr von diesem Optimismus würde auch uns ganz gut tun, wenn wir nun am Anfang dieses neuen Jahres stehen. In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Freunden und Lesern viel Glück und Gesundheit für das Neue Jahr. Mal ehrlich, so schlecht sieht es doch eigentlich gar nicht aus.

Verfasst von: eleucht | 31. Dezember 2021

Silvester mit Frühlingsgefühlen

14°C heute. Die Luft ist mild, fühlt sich an wie Frühling. Für einen Silvestertag ist es ungewöhnlich ruhig. Das Jahr verabschiedet sich am letzten Tag mit einem großartigen Himmelsspektakel. Euch allen einen guten Rutsch.

Verfasst von: eleucht | 26. Dezember 2021

Christmas Rock Sunday

Auch im Himmel werden in dieser Zeit gerne Weihnachtslieder gesungen. Da sitzt Bing Crosby am Flügel und singt zusammen mit David Bowie das Lied vom Little Drummer Boy. Doch dann klingelt es plötzlich an der Tür. Und es ist nicht der Weihnachtsmann, der da vor der Tür steht. Dafür wird‘s aber noch richtig laut im Rock‘n‘Roll-Heaven.

Verfasst von: eleucht | 25. Dezember 2021

Merry Christmas

Frohe und besinnliche Weihnachtstage wünsche ich allen in dieser nicht einfachen Zeit. Auch oder gerade in der Weihnachtszeit sieht man die Zerrissenheit unter den Menschen, als würden alle in unterschiedlichen Sprachen sprechen und nicht mehr verstehen, was der andere sagt. Tiefe Gräben trennen Familien, Verwandte, ehemals beste Freunde, gute Bekannte. Viele bauen in ihrem Inneren Barrikaden auf, hinter denen sie sich verschanzen und mit Worten des Hasses die Welt zu fluten versuchen. Sie sind laut und übertönen die Stimmen, die Liebe, Frieden, Sehnsucht, Hoffnung und Freundschaft in die Welt bringen möchten. Es sind deren viele, aber manchmal drohen sie in der Kakophonie des Hasses unterzugehen. Doch sie sind da, sie sind nicht zu überhören und man kann sie nicht zum Verstummen bringen. Sie sollten lauter und lauter erschallen und sich in einer Sinfonie der Liebe und des Friedens vereinen.

In diesem Sinne wünsche ich mit Paul McCartney eine wundervolle Weihnachtszeit.

Verfasst von: eleucht | 24. Dezember 2021

Heilig Abend

Ich wünsche allen Freunden, meinen Followern und den Gästen meines Blogs ein Frohes Fest.

Verfasst von: eleucht | 21. Dezember 2021

„Heldenfabrik“ – Christian von Ditfurth

Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

Der erste Fall des Hauptkommissars Eugen de Bodt, und gleich eine Angelegenheit, in der allerhöchste Kreise verstrickt zu sein scheinen. De Bodt wurde von Hamburg nach Berlin versetzt, hier lernt er seine neuen Mitarbeiter kennen und macht sich auch gleich bei einigen Vorgesetzten unbeliebt. Seine Arroganz beruht auf seiner geistigen und auch moralischen Überlegenheit, und die lässt er andere durchaus recht deutlich spüren. Von den Anfeindungen, die ihm entgegenschlagen, lässt er sich deswegen auch kaum beeindrucken. Seine Mitarbeiter, Silvia Salinger und Ali Yussuf, stehen dagegen voll und ganz hinter ihrem neuen Chef und würden für ihn durchs Feuer gehen. Schon mal ein guter Anfang, Leute neben sich zu haben, auf die er sich verlassen kann. Zwischen de Bodt und Salinger beginnt es denn bald auch schon zu knistern, und dieses Thema wird sich auch noch durch spätere Romane ziehen. Ein beliebtes Stilmittel, um die Figuren dem Leser menschlich etwas näherzubringen.

In dem Fall, mit dem es de Bodt zu tun bekommt, wird fast der gesamte Vorstand eines der größten Chemiekonzerne in einer konzertierten Aktion und nach einem genau ausgearbeiteten Plan ermordet. Die Leichen werden zu einem Kranz zusammengebunden und in die Spree geworfen. Da waren Profis am Werk, auch wenn sich die Suche nach dem Motiv und den Tätern als äußerst schwierig gestaltet. Die Spuren führen den Bodt und seine Leute auch ins Söldnermilieu. Seine Art zu ermitteln und mit schwierigen Leuten zu reden, scheint etwas ungewöhnlich, aber sie zeigt Erfolg.

Doch im Hintergrund agieren bereits Kräfte, die unbedingt verhindern wollen, dass der Fall aufgeklärt wird. De Bodt hat es mit einflussreichen Gegnern auf höchster Ebene zu tun, die sich nicht darauf beschränken, ihm nur Steine in den Weg zu legen. Da wird mit extrem harten Bandagen gekämpft. Dass man ihn in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben verächtlich macht, ist nur der Anfang und nichts, wovon sich ein de Bodt von der Arbeit abhalten lassen würde. Schließlich aber wird ihm der Fall entzogen. Natürlich gibt de Bodt nicht auf, auch seine beiden Kollegen verfolgen die Spuren weiter. Hier taucht auch schon der opportunistische Kommissar Krüger auf, der eine Art Gegenspieler zu de Bodt sein wird und mehr als einmal seine Unfähigkeit demonstriert. Eine weitere wichtige Figur hat hier schon ihren ersten Auftritt, der geheimnisumwitterte Bob, ein skrupelloser Gangsterboss und ein strategisches Genie, der seine Aktionen bis ins kleinste Detail plant und dabei stets erfolgreich ist.

Ditfurths Romane haben zweifellos internationales Niveau, de Bodt könnte beinahe so etwas wie ein deutscher James Bond sein. Die Figuren, liebenswert oder abstoßend, sind ausgezeichnet herausgearbeitet und haben Profil. Der Spannungsbogen hält den Leser gefangen.

Nachdem ich vor kurzem mit großer Begeisterung „Ultimatum“, den fünften der de-Bodt-Romane, gelesen hatte, wollte ich unbedingt tiefer in diese Thematik eindringen. Es hat sich gelohnt.

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