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Posted by: eleucht | 5. April 2026

Frohe Ostern am Classic Rock Sunday

Heute kommen wir noch einmal auf die Band zu sprechen, die am vergangenen Classic Rock Sunday Thema war, die Small Faces. 1969 hatte Sänger und Gitarrist Steve Marriott die Gruppe verlassen, um eine eigene bluesorientierte Band zu gründen – Humble Pie. So kamen neue Musiker zu den Rest der Small Faces, als da wären Ron Wood, der später bekanntlich ein Rolling Stone wurde, und ein gewisser Rod Stewart. Die trinkfesten Musiker nannten sich fortan The Faces. Ein paar Jahre später erwiesen sich Rod Stewarts Soloambitionen als äußerst erfolgreich. Er verließ im Frühjahr 1973 die Faces, seine Karriere hält bis heute an. 1975 lösten sich die Faces schließlich endgültig auf. Da war Rod Stewart bereits durch den japanischen Bassisten Tetsi Yamauchi ersetzt worden. 2015, 22 Jahre nach dem letzten Auftritt, spielten Rod Stewart, Ron Wood und Kenny Jones noch einmal als The Faces zusammen, 2021 hieß es, dass Stewart und Jones an neuen Songs arbeiten würden. Gehört hat man bisher leider noch nichts davon. Bleiben wir also bei bekanntem Material, ein absoluter Klassiker der Faces ist Stay With Me.

Posted by: eleucht | 4. April 2026

Die Menschenfresser kommen. Oder sind sie schon da?

Es ist noch gar nicht so lange her, da gab sich ein gewisser Xavier Naidoo in einem Video geläutert und nahm Abstand von Verschwörungstheorien und antisemitischen Behauptungen. Hand hoch, wer ihm das abgenommen hat! Sicher ist es ihm auf diese Weise gelungen, ein paar mehr Tickets für seine jüngsten Konzerte an den Mann zu bringen. Da kann es hilfreich sein, ein paar Kilo Kreide zu fressen.

Nun hat sich Xavier Naidoo am 14. März einer Demo gegen Kindesmissbrauch angeschlossen und ist bei dieser Gelegenheit zur altbekannten Thematik zurückgekehrt. Er nahm das Thema der Demo wohl zu wörtlich und sprach von Menschenfressern und davon, dass „die unsere Babys fressen, verdammt nochmal“. Er sei sich sicher, dass wir alle schon mal Menschenfleisch gegessen hätten und behauptete, dass ein bekannter amerikanischer Snackproduzent embryonale Gewürzmittel auf seine Chips streue.

Nun frage ich mich, ob die derzeitige Werbekampagne von Burger King mit den Baby Burgern damit in irgendeinem Zusammenhang steht. Ist das der Beweis für Naidoos Behauptungen? Wird er noch auf diesen Zug aufspringen?

Ach ja, das geplante Verbot von Veggie Burgern, Veggie Wurst und dergleichen ist in der EU gescheitert. In Baby Burgern müssen deshalb also nicht zwangsläufig Babys in irgendeiner Weise verarbeitet sein. Hoffentlich sagt das mal jemand dem Xavier. (Oder hat man das Verbot extra deswegen scheitern lassen? Fragen über Fragen, die zu neuen Theorien führen, tun sich da auf.)

Demnächst hoffentlich (nicht) im Buchladen Ihres Vertrauens: Xaviers Kochbuch mit 33 Rezepten für den wahren Reptiloiden.

  • Kapitel 1: Die Grundzutaten der Wahrheitssuppe
  • Kapitel 2: Wie man Fakten weichkocht
  • Kapitel 3: Der große Schmorbraten der Erleuchtung
  • Kapitel 4: Detox für den Geist – aber bitte ohne Logik
  • Kapitel 5: Dessert: Süße Lügen mit Zuckerguss

Klappentext

„Endlich ein Kochbuch, das die Welt erklärt! Xavier präsentiert 33 Rezepte, die so unglaublich sind, dass sie nur wahr sein können – oder eben gar nicht. Von der 5G‑Lasagne bis zur Illuminaten‑Bowl: Hier wird gekocht, was die Fantasie hergibt.“

Posted by: eleucht | 3. April 2026

Easter Parade

Auf zum Osterumzug. Der wird diesmal von U2 angeführt. Zum Karfreitag hat die Band ganz überraschend eine EP namens Easter Lily mit sechs Songs veröffentlicht, die man durchaus spirituell nennen kann. Daraus die Easter Parade.

Posted by: eleucht | 1. April 2026

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Katzen folgen manchmal einer eigenen Philosophie.

Wenn Mulder und Scully auf der oberen Plattform ihres Kratzbaums geschlafen haben, strecken sie sich nach dem Aufwachen erst einmal genüsslich, so wie das eigentlich alle Katzen nach dem Schlafen und Dösen tun. Dabei stoßen sie ihre Krallen in die Tapete. Sie reißen die Tapete nicht ab, aber die Krallen hinterlassen doch Spuren in der Raufasertapete, die nicht zu übersehen sind. Nun habe ich ihnen eine Kratzmatte an die Stelle gehängt, an der sie ihre Krallen beim Strecken abstützen. Da können sie nun die Krallen reinschlagen. Irgendwie aber scheinen die beiden der Meinung zu sein, dass dieses Teil mit besonderer Vorsicht und äußerst behutsam zu behandeln ist. Nur nichts kaputt machen! Das scheint die Devise von Mulder und Scully zu sein. Nicht eine Krallenspur ist in der Matte zu sehen. Wie die beiden überhaupt sorgsam mit ihrem Spielzeug umgehen. Manche Sachen haben sie schon viele Jahre und die sehen wie neu aus, obwohl sie regelmäßig benutzt werden. Nur die Spielzeugmäuse werden regelmäßig zerbissen. So wie das richtige Mäusejäger eben tun.

Katzen folgen manchmal einer eigenen Philosophie. Die uns Menschen verschlossen bleibt.

Posted by: eleucht | 30. März 2026

Bette Midler sings Woody Guthrie – No Kings


Die großartige Bette Midler meldet sich gewohnt sprachgewaltig zurück – mit einem alten Protestsong des großen Woody Guthrie. Sie hat den Text aktualisiert und den gegenwärtigen Umständen in ihrem Land angepasst. Und damit gelingt es ihr sogar, Optimismus zu verbreiten. Etwas, was auch Deutschland verdammt nötig hätte.

Posted by: eleucht | 29. März 2026

Classic Rock Sunday


Die Small Faces wurden 1965 in London gegründet und hatten sich wie viele Bands der damaligen Zeit anfangs dem Blues verschrieben. Später änderte sich der Stil grundlegend, ihre Musik wurde nun bestimmt von Psychedelic und auch Hard Rock. Die markante und bluesige Stimme des Gitarristen und Sängers Steve Marriott erdete viele der verspielten Melodien dieser Ära. Der Name Small Faces bezog sich auf die umgangssprachliche Bedeutung des Wortes Face für Typ, und da die Musiker zu den eher kleingewachsenen Menschen gehörten, waren sie also die Kleinen Typen. Denen trotzdem eine Menge großer Hits gelangen. Genannt seien hier All or Nothing, Here Comes the Nice, Itchycoo Park, Tin Soldier oder Lazy Sunday. Hier gibt es heute nun die Small Faces aus dem legendären Beat Club mit Itchycoo Park. Geschrieben wurde das Stück von Steve Marriott und Ronnie Lane, der Titel bezieht sich dabei auf den Little Ilford Park in London.

Posted by: eleucht | 22. März 2026

Classic Rock Sunday


Als Roger McGuinn und Gene Clark zusammen mit David Crosby, Chris Hillman und Michael Clark 1964 die Byrds gründeten, nahm eine ganz große Karriere des Folk-Rock ihren Anfang, deren musikalischer Einfluss auf die Szene noch lange nachwirken sollte. Das Konzept ging auf, die Debüt-LP Mr Tambourine Man überzeugte die Hörer mit Songs von Bob Dylan, Traditionals und Kompositionen von Gene Clark und Roger McGuinn, vorgetragen mit Beatles-Harmonien, einer 12-saitigen Rickenbacker und harmonischem, mehrstimmigem Gesang. Nur ein halbes Jahr später, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, wurde schon Album Nummer 2 veröffentlicht. Mit bewährtem Material wurde auch dieses Album ein großer Erfolg. Mit dem von Pete Seeger geschriebenen Song kündigte die Single Turn! Turn! Turn! das gleichnamige Album an.

Posted by: eleucht | 17. März 2026

Die Grünen sind schuld

Die Grünen sind schuld, und zwar immer. Ob der Oma am Wochenende der Kartoffelsalat misslungen ist, ob ein Ausflug im Regen endet, ob die Lieblingsfussballmannschaft mal wieder verloren hat und um den Abstieg bangen muss, ob mal wieder die Straße, die man täglich benutzt, monatelang gesperrt ist – schuld sind immer die Grünen. Ausnahmslos.

Die Gründe dafür liefert der KI-Chatbot https://grueneschuld.de Einfach Frage oder eine bestimmte Situation eingeben, mit knallharter und bestechender Logik werden Gründe geliefert, dass einzig und allein die Grünen die Schuld daran tragen. Ob der Maggus mit diesem Chatbot schon regelmäßig kommuniziert?

Posted by: eleucht | 16. März 2026

Atomkraft für den Vorgarten

Wenn Lilly Klartext redet, dann kann man es bissiger und treffender kaum mehr zum Ausdruck bringen. Hier ihre pointierte Meinung zu der Schnapsidee von den süßen, kleinen Atomkraftwerken.

Posted by: eleucht | 15. März 2026

Classic Rock Sunday

„One for the money, two for the show …“ So tönte es im Februar vor genau siebzig Jahren zum ersten Mal in einem amerikanischen Fernsehsender zur besten Sendezeit. Ein junger Mann mit verwegener Haartolle, die akustische Gitarre lässig vor der Brust baumelnd, sang den Carl-Perkins-Hit Blue Suede Shoes. Sein Name: Elvis Presley. Er gibt sich im Scheinwerferlicht vor laufenden Kameras zurückhaltender als in seinen Live-Konzerten. Und doch sollte von diesem Tag an, an dem Elvis in der Stage Show auftrat, alles anders werden. Der Rock‘n‘Roll ging daran, Amerika zu verändern. Die Jugendbewegung erkämpfte sich ihre Freiräume und ließ sich nicht mehr aufhalten. Die Rassenschranke, die Schwarz und Weiß trennte, begann zu fallen, auch dank engagierter Menschen wie Rosa Parks und Martin Luther King. Weiße Musiker bedienten sich aus dem Repertoire schwarzer Musiker und umgekehrt. Auch in den Clubs mischte sich das Publikum. Und aus Elvis, dem aus armen Verhältnissen stammenden Jungen aus Tupelo, Mississippi, wurde der King. Der wahre und einzige King von Amerika, wie ich an dieser Stelle in aller Bescheidenheit hinzufügen möchte. Denn 70 Jahre nach der Kernschmelze des Rock‘n‘Roll, die die Vereinigten Staaten zu einem anderen Land machte, droht nun die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung. Aber wie heißt es so schön bei Neil Young – Rock and Roll can never die.

Nach Blue Sude Shoes sang Elvis in der Stage Show im Februar 1956 als zweiten Song Heartbreak Hotel, seine damals aktuelle Single. Ein Stück, das eher düster klang und die Dunkelheit einsamer Tage und Nächte zum Inhalt hat. Alles andere also als ein treibender Rock‘n‘Roll-Song. Obwohl der Versuch, Heartbreak Hotel in der Fernsehshow mit Bläser- und Streicherarrangements auch einem erwachsenen Publikum schmackhaft zu machen, gründlich misslang, wurde die Single Nummer eins in allen amerikanischen Charts.

Wie viele Male wurde Heartbreak Hotel gecovert? Es gibt 270 offizielle Coverversionen, zählt die KI. Hier gibt es heute eine Version von Bruce Springsteen. Er singt Heartbreak Hotel nicht nur, er zelebriert den Song. Die Performance geht unter Haut. Auch heute noch, siebzig Jahre, nachdem der Song das Licht der Welt erblickte.

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