Verfasst von: eleucht | 18. Oktober 2021

Herbststimmung im Tierpark

Der Herbst hat auch im Tierpark Einzug gehalten. Seine Farben lugen unübersehbar durch das Grün der Bäume. Es geht alles etwas ruhiger zu. Sollte man meinen. Aber der Parkplatz vor dem Tierpark Hirschfeld bei Zwickau ist voller Fahrzeuge. Man hört Kinder lachen. An Besuchern, die sich auf den Wegen tummeln, mangelt es also nicht.

Der Hirsch ist unübersehbar der Herr in seinem Revier und blickt stolz in die Runde.

Die Nasenbären kuscheln miteinander.

Von der Bären hat offenbar nur einer Dienst. Er streift durch sein Revier. Das macht durstig.

Der Tisch für die Wisente ist gedeckt.

Die Affen blicken genauso interessiert auf die Besucher vor der Scheibe, wie diese hinein.

Eseleien

Auf dem Ententeich zieht ein Schwanenpärchen seine Runden, macht auf sich aufmerksam und versucht, den Kollegen die Show zu stehlen. Was meistens auch gelingt.

Verfasst von: eleucht | 17. Oktober 2021

Classic Rock Sunday

Nachdem es vergangene Woche eine Erinnerung an Barry Ryan zu lesen und hören gab, sollte ich vielleicht hier und heute auch noch den größten Hit des Sängers würdigen: „Eloise“, interpretiert von einer Band, die als erste Punk-Band überhaupt gilt – The Damned. Die Musiker um Captain Sensible waren beeinflusst von Bands wie den Stooges, MC 5 und den Sex Pistols und spielten demzufolge wilden 3-Akkorde-Rock. Als erste Punk-Band galten sie, weil sie die ersten aus der Szene waren, die ein Album aufnahmen und veröffentlichten.

Nach einer Auszeit formierte sich die Band 1978 wieder neu. Die Musiker hatten sich weiterentwickelt, auch wenn sie dem Punk treu blieben. Später jedoch wandelte sich die Musik auch unter den Einsatz von Keyboards und Bläsern in Richtung Psychedelic, auch Einflüsse des Prog Rock waren zu hören. Das 1985 veröffentlichte Album Phantasmagoria – Captain Senbsible widmete sich da verstärkt seiner Solo-Karriere – bewegte sich in Richtung Gothic Rock. Mit der Single Eloise landeten The Damned ihren einzigen Top 10 Hit.

Verfasst von: eleucht | 15. Oktober 2021

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Sicherlich haben schon viele Katzenbesitzer von ihren Lieblingen Postkarten anfertigen lassen oder auch selbst gedruckt. Mulder und Scully haben auch ihre eigenen Postkarten.

Etwas anderes und ganz Besonderes ist es aber, wenn man ein Postkarte aus Spanien mit einem Aquarell von Mulder und Scully bekommt. Da hat sich tatsächlich jemand die Mühe gemacht, die beiden nach Vorlagen aus meinem Blog zu malen und mir per Postkarte zu schicken. Darüber habe ich mich riesig gefreut. Herzlichen Dank, Patricia. Das war eine gelungene Überraschung.

Postcards connecting the world.

Verfasst von: eleucht | 12. Oktober 2021

Grüner Oktober

Strahlend blauer Himmel, Sonnenstrahlen brechen durch das Laub der Bäume und zaubern silbern gleißende Reflexe auf das fließende Wasser des Flusses, doch durch den Tag weht bereits der eisige Atem des Winters. Ein Vorgeschmack auf das, was bald kommt. Reif auf den Wiesen und erstes Eis auf den Windschutzscheiben der Autos sind in diesen Tagen fast schon normal.

Die vorherrschende Farbe ist in der Natur ist noch immer das Grün, wie hier am Ufer der Ölschnitz im oberfränkischen Bad Berneck.

Nur manchmal lugt das Herbstbunt zwischen dem satten Grün heraus.

Dieser Oktober ist alles andere als golden. Bis jetzt jedenfalls. Vielleicht wirkt der Zauber des Herbstes ja noch.

Verfasst von: eleucht | 10. Oktober 2021

Classic Rock Sunday

Barry und Paul Ryan waren eineiige Zwillingsbrüder und beide waren sehr musikalisch. Als Teenager traten sie als Duo auf und lernten dabei auch die Schattenseiten des Business kennen. Nachdem Paul einem Nervenzusammenbruch nahe war, verlegte er sich aufs Schreiben von Songs, die von Barry interpretiert wurden. Paul starb nach einer Krebserkrankung im Jahre 1992. In den letzten Tagen des September ist Barry ihm gefolgt. Nach Aussage seines alten Freundes Cat Stevens aka Yussuf, der in den Sechzigern einen Song für das Duo geschrieben hatte, war sich Barry Ryan bewusst, dass ihm nur noch eine begrenzte Zeit blieb.

Barry Ryans größter Hit weltweit war zweifellos „Eloise“. In einer Zeit, in der Beat dominierte, fiel dieses bombastisch arrangierte Stück schon ziemlich aus der Reihe. Vielleicht war die Musik von Barry Ryan so etwas wie der Missing Link zwischen Pop und Schlager. Schließlich mischte er mit dem deutsch gesungenen „Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt“ auch die ZDF-Hitparade auf, während die in englischer Sprache gesungenen Lieder eher im Beat Club liefen.

Allerdings wiederholte sich der kommerzielle Erfolg von „Eloise“ nicht. Kann ja sein, dass die pompös orchestrierten Stücke nichts anderes als Kitsch waren, aber was Kitsch ist, liegt im Auge des Betrachters oder im Ohr des Hörers. Oder wie Barry Ryan in diesem von seinem Bruder Paul geschriebenen Song singt: „Kitsch is a beautiful word, it‘s a beautiful word, it‘s a beautiful lullaby“.

Verfasst von: eleucht | 7. Oktober 2021

„Nature’s Light“ – Blackmore’s Night

Die CDs, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu Künstlern, Agenturen, Platten- oder Vertriebsfirmen.

Auf dem Cover der neuen CD aus dem Hause Ritchie Blackmore und Candice Night strahlt eine aquarellierte gelbe Sonne, auch das Booklet ist in lichten Pastellfarben gehalten, Blackmore, der Minnesänger mit der Laute, Candice Night die blonde, Schalmei spielende Elfe. Warme Farben nach diesem unterkühlten, verregneten Sommer. Auch musikalisch wird’s dem Fan mit einiger Sicherheit warm ums Herz werden, wenn die Band geschmackssicher in gewohnten Renaissance-Harmonien schwelgt. Na gut, vielleicht abgesehen von den Hard-Rock-Fans, die Ritchie Blackmore gern zu Rainbow zurückwünschen.

Schon im Booklet weisen Blackmore und Night darauf hin, worum es in diesem Album geht, um die kleinen, alltäglichen Wunder, die die wahre Königin, die Natur, für uns bereithält.

So geht’s denn los mit „Once Upon December“, einem Lied, das der italienischen Volksmusik entlehnt ist, von Blackmore neu arrangiert wurde und zu dem Candice Night den Text geschrieben hat. Auf diese Weise geht es weiter bis zum ersten Instrumental, „Darker Shade of Black“. Mit diesem Titel assoziiert man natürlich einen von J. S. Bach inspirierten Titel von Procol Harum, in dem es allerdings heller und blasser zuging. In dem Stück zeigt Ritchie Blackmore einmal mehr, was für ein ausgezeichneter Gitarrist er doch ist. Die beiden folgenden Titel stehen für die musikalische Spannbreite des Albums, „Twisted Oak“ akustisch, liedhaft, im Folk verwurzelt, ehe es mit dem pompösen „Nature’s Light“ weitergeht. Das zweite Instrumental, „Der letzte Musketier“, fällt stilistisch aus dem Rahmen, nicht nur weil es durchweg elektrisch ist. Es klingt eher nach den Seventies des vergangenen Jahrhunderts und könnte auch als die Ballade auf einem Rainbow-Album durchgehen. Nicht ganz nachvollziehen kann ich aber, warum man eine weitere Version des Rednex-Klassikers „Wish You Were Here“ auf das Album packte.

Mein Fazit: Ein Album, das die Erwartungen der Fans (wieder einmal) voll erfüllt.

Verfasst von: eleucht | 4. Oktober 2021

Wenn der Herbst beginnt

In die warme, von den Resten des Sommers durchflutete Luft weht der Wind der Veränderung. Er bringt die Kühle des Herbstes.

Noch dominiert das Grün im Park auf dem Theresienstein im oberfränkischen Hof, aber es mischt sich bereits erstes Gold darunter. Die typischen Farben des Herbstes sind ein sattes, lichtes Gelb. Golden Age. Viel zu kurz ist diese Übergangszeit in die Farblosigkeit des nahenden Winters.

Die Rosen blühen noch einmal in üppiger roter Pracht. Manche von ihnen schämen sich nicht ihrer Altersflecken, Zeichen des baldigen Endes.

Der Botanische Garten in Hof hüllt sich in sein herbstliches Gewand aus dezenten Farben.

Verfasst von: eleucht | 3. Oktober 2021

Classic Rock Sunday

Die Mitglieder der Band Joy Divison aus Manchester hatten vereinbart, dass sie nicht mehr unter diesem Namen auftreten und produzieren werden, falls einer der Musiker die Gruppe verlassen sollte. 1980 hatte sich Sänger Ian Curtis das Leben genommen. Die drei verbliebenen Musiker nannten sich seitdem New Order. Zur Band stieß noch die Keyboarderin Gillian Gilbert. 1983 hatten sie mit der Maxi-Single „Blue Monday“ auch schon ihren größten Erfolg.

Bei den ersten Aufnahmen orientierte sich die Band noch sehr an Joy Division, zwei Kompositionen des Debut-Albums stammten von Ian Curtis. Dann aber wurde die Musik immer tanzbarer und ging in Richtung New Wave.

Das Extended-Video von „Round & Round“ ist ein gutes Beispiel dafür.

Verfasst von: eleucht | 1. Oktober 2021

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Wenn sich das Fell der Katzen statisch auflädt, bekommen wir beim Streicheln einen elektrischen Schlag. Die Katze spürt den übrigens auch. Das geschieht vor allem in der kalten Jahreszeit, die nun wieder vor der Tür steht. Es wird wieder geheizt, was zu trockener Luft führt.

Mehrmaliges Stoßlüften ist in dieser Zeit sehr hilfreich. Soll man ja sowieso tun. Luftbefeuchter an den Heizungen sorgen ebenfalls für ein besseres Raumklima. Auch Pflanzen mit großen Blättern geben Feuchtigkeit an die Luft ab. Dabei sollte man aber darauf achten, dass man für die Katzen ungefährliche, sprich ungiftige Pflanzen auswählt. Mulder und Scully sind extrem neugierig, was Pflanzen betrifft. Vorsicht ist also geboten.

Verfasst von: eleucht | 28. September 2021

Kappl, die Heilige Drei

Im nördlichen Teil der Oberpfalz findet man eine der ungewöhnlichsten und interessantesten Kirchenbauten Deutschlands. Schon in der Architektur des Wallfahrtskirche der Heiligsten Dreifaltigkeit, der Kappl, in der Nähe von Waldsassen, spiegelt sich deutlich die Dreifaltigkeit wider. In allen Teilen des Bauwerks findet sich die Zahl Drei. Schon von weitem sind die drei Türme mit den Zwiebelhauben zu erkennen.

Erbaut wurde die Kirche von 1685 bis 1689. Aber schon im 12. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle ein sakraler Bau, in dem ein Dreifaltigkeitsbild aufbewahrt wurde. Dieses Bild war von einem Laienbruder an einem Baum angebracht worden und galt als wundertätig, es begründete den Strom der Pilger an diesen Ort.

Auch im Inneren der Kirche ist die Dreiteilung nicht zu übersehen, drei Mal drei Altäre von drei Halbkugeln gekrönt, in den drei Ecken stehen jeweils drei Säulen.

Die großartigen Deckengemälde von Oskar Martin-Amorbach entstanden 1934 bis 1940 und sind dem Barockstil der ursprünglichen Fresken, die 1880 einem Brand zum Opfer fielen, nachempfunden.

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