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Der Autor Andrej Kurkow wurde 1961 in St. Petersburg geboren. Seit seiner Kindheit lebt er in Kyjiv. Er schreibt in russischer Sprache und zählt trotzdem zu den erfolgreichsten Autoren der Ukraine.
Der Ermittler Samson Koletschko ist die Figur einiger Romane von Kurkow, die nicht nur Krimivergnügen sind, sondern auch ein Sittengemälde des Kiew in der Zeit der Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts. Das war vor allem eine Zeit des Umbruchs. Zwischen Schwarzmarkt, Rotarmisten und der Geheimpolizei Tscheka ermittelt Samson, der in einem Revier der Miliz arbeitet, in einem Fall, in dem 28 Rotarmisten auf unerklärliche Weise aus einem Dampfbad verschwunden sind. Die politischen Vertreter des neu entstehenden Sowjetstaates vermuten ein politische Komplott. Der Leser begegnet während Samsons Ermittlungen vielen grotesken Charakteren, die typisch sind für die russische Welt in dieser Zeit. Samson stößt im Zusammenhang mit seiner Arbeit auf einen Fall, in dem mehrere Kilo schwarzen Kaviars gestohlen wurden. Doch in dieser speziellen Sache ermittelt die Tscheka. Die mögen es naturgemäß gar nicht, wenn andere Leute ihre Nase in ihre Angelegenheiten stecken. Großartig und schaurig, wie der Autor jedes Zusammentreffen von Samson mit der Tscheka schildert. Da kommt es zu Szenen, die an Absurdität kaum zu übertreffen, aber doch ganz einfach typisch für einen Überwachungsstaat sind, wie er damals am Entstehen war. Auch sonst spart Kurkow nicht mit skurrilen Einfällen, was die Lektüre dieses ungewöhnlichen Krimis aus den Anfangsjahren der Sowjetunion zu einem großen Lesevergnügen macht. Wenn man dabei unausweichlich Vergleiche zur heutigen Situation im Lande zieht, so ist das vom Autor bestimmt nicht ungewollt.












