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Posted by: eleucht | 19. Juli 2026

Classic Rock Sunday

Am 30 Juni vor genau zwei Jahren trat Bonnie Tyler im Naturtheater Bad Elster vor 1500 Zuschauern auf. Das Konzert war damit ausverkauft. Mir war es damals leider nicht vergönnt gewesen, zu diesem Konzert zu gehen. Das Leben hat manchmal andere Pläne. In Erinnerung geblieben ist mir aber noch die Tatsache, dass es während des Auftritts der walisischen Sängerin in Strömen regnete. Trotz Überdachung des Naturtheaters wurden die Besucher an den Randreihen extrem nass.

Inzwischen werde ich keine Gelegenheit mehr bekommen, Bonnie Tyler live erleben zu können. Sie hat am 8. Juli nach schwerer Krankheit diese Welt verlassen. Sie wurde 75 Jahre alt.

Ihre Karriere kam mit dem Song To France, der in einigen europäischen Charts Spitzenplätze belegte, richtig in Schwung. Es folgte It‘s A Heartache. Nach einer kleinen Durststrecke wechselte sie zu CBS Records. Zum Superstar wurde Bonnie Tyler dann mit dem 1983 von Jim Steinman produzierten Album Faster Than The Speed of Night. Gegen das noch leicht folkige It‘s A Heartache brachte der Produzent den Bombast in ihre Musik, was dem Stimmvolumen der Sängerin durchaus gut tat. Die Single Total Eclipse Of The Heart wurde Nummer eins im UK, den USA, Australien und Norwegen. In Deutschland reichte es leider nur für Platz 16. Zu komplex für deutsche Hörgewohnheiten? In den Billboard Jahrescharts für 1983 erreichte Total Eclipse Of The Heart Platz 5! Die Zeit mit Jim Steinman erwies sich damit als die erfolgreichste für Bonnie Tyler.

In späteren Jahren gab es viele Ups und Downs, bis 2021 veröffentlichte Bonnie Tyler in unregelmäßigen Abständen weiterhin viele Alben, drei davon mit Dieter Bohlen. Später folgte dann auch wieder ein Rockalbum, Free Spirit, an dem neben Jim Steinman viele weitere Produzenten beteiligt waren, das allerdings trotz der Top-Besetzung wegen mangelndem Marketings floppte.

Holding Out For A Hero stammt unüberhörbar aus der Feder von Jim Steinman. Das gibt es jetzt zu hören.

Posted by: eleucht | 18. Juli 2026

Die Sicht der Politiker auf den Klimaschutz


Angesichts der Tatsache, dass sich im Pazifik gerade der extremste El Niño aller Zeiten zusammenbraut, dessen Auswirkungen wir in Europa wohl erst viel später zu spüren bekommen werden, ist das Zurückfahren der Maßnahmen zum Klimaschutz in Deutschland aber auch in Europa mehr als nur fragwürdig. Politiker begründen das gerne damit, dass die Menschen keinen Klimaschutz wollen, dass sie durch die Maßnahmen zum Klimaschutz überfordert werden. Aber stimmt das wirklich? Der Volksverpetzer ist dieser Frage nachgegangen und hat Interessantes herausgefunden. Hier geht’s zum Artikel: https://volksverpetzer.de/aktuelles/klimaschutz-el-nino-diese-grafik-sollte-auf-jede-titelseite/

Posted by: eleucht | 17. Juli 2026

„Keine Angst“ (vor ein bisschen Werbung)

Das ZDF hat eine große Werbekampagne gestartet, der ich mich gerne anschließen möchte. Zur Jubiläumssendung der „Anstalt“ am kommenden Dienstag hatte man den Rapper Danger Dan und den Pianisten Igor Levit eingeladen, einen neuen Song vorzustellen. Der Text des Liedes, das die politische Radikalisierung zum Inhalt hat und Wege aufzeigt, wie man etwas dagegen unternehmen kann, war den Verantwortlichen lange genug bekannt. Doch dann wurden die beiden Musiker kurzfristig wieder ausgeladen. Begründung: Der Song wäre zu problematisch und würde zur Gewalt aufrufen. Man könnte es natürlich auch als Zensur eines antifaschistischen Liedes bezeichnen.

Eine Nachricht wie diese geht natürlich mit Donnerhall viral. Die Klickzahlen von „Keine Angst“ sprechen eine eindeutige Sprache, obwohl das Stück erst seit Mitternacht online ist und mit einer Länge von 7 Minuten etwas Zeit und Aufmerksamkeit braucht.

Ob die Sendung „Die Anstalt“ am nächsten Dienstag ebenfalls zum Quotenhit wird? Die Beteiligten wollen sich zur Sache äußern und klarstellen, dass es Differenzen zwischen ZDF-Intendanz und den Machern von „Der Anstalt“ gibt.

Vielleicht sollte sich das ZDF dann doch lieber mal überlegen, Uwe Steimle zum gemeinsamen Singen der DDR-Nationalhymne einzuladen. Damit würde man auch, ganz altersgerecht, das Zielpublikum im Osten locker erreichen.

Posted by: eleucht | 15. Juli 2026

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

„Eine Katze kann das Heimkommen in ein leeres Haus in ein ‚nach Hause kommen‘ verwandeln.“

Pam Brown


Pam Brown ist eine australische Autorin und Lyrikerin, die seit 1971 zahlreiche Werke veröffentlicht hat. Weltweit bekannt wurden ihre Zitate über das Wesen von Katzen. Sie hat auch mehrere beliebte Geschenkbücher für Katzen verfasst.

Posted by: eleucht | 12. Juli 2026

Classic Rock Sunday

Es mag schon sehr überraschend klingen, dass in diesen Tagen zwei Kultbands, die die Musik zweier ganzer, aber lange zurückliegender Jahrzehnte geprägt haben, die Welt und vor allem ihre Fans mit neuen Alben erfreuen. Da wären zum einen frisch aus den 60ern die Rolling Stones mit Foreign Tongues, und zum anderen Deep Purple, die wie kaum eine andere Musikgruppe die 70er prägten, mit Splat!. Beide zeigen die in Ehren ergrauten Künstler noch einmal auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskunst. Und sie sind kein bisschen leiser geworden. Im Schatten dieser Kultbands ist dann auch das Flaggschiff des Prog Rock noch einmal in die raue Rocksee gestochen. Yes legen mit Aurora ihr inzwischen 24. Album vor. Das von der Fantasy inspirierte Cover Artwork reiht sich nahtlos ein in die der Spätwerke wie The Quest und Mirror To The Sky. Die Musik von Yes ist auch auf diesem Album weniger experimentell und teilweise sogar wieder sehr zugänglich, sodass der Begriff Art Rock für die Musik aus der Yesworld wahrscheinlich zutreffender ist. Produziert hat das Album wieder Gitarrist Steve Howe, dessen typische teils filigrane, teils verspielte und teilweise auch komplexe Gitarrenarbeit den Sound der Band bestimmt. Dazu liefert Geoff Downes voluminöse Keyboardsounds. Jon Davison findet ohne Probleme die höchsten Töne und klingt einmal mehr wie Jon Anderson höchstpersönlich. Was dem Sound von Yes eine gewisse Kontinuität gibt und auch etwas Einmaliges.

Erstmals seit dem Album Magnification (2001) bedienen sich die Musiker bei zwei Stücken auch wieder eines Sinfonieorchesters, diesmal nicht als Ersatz für fehlende Keyboards, sondern zusätzlich zu diesen. Es spielt das Tschechische National-Sinfonieorchester aus Prag. Dem Titelsong des Albums verleiht der Sound des Orchesters eine großartige Tiefe, Ariadne wird damit zu einem besonderen Juwel des Art Rocks. Dagegen klingt ein Stück wie Turnaround Situation eher schon nach AOR. Zwei Bonustracks gibt es wieder zu hören, wobei der eine, Jambustin‘, klingt, als hätte sich Jeff Lynne ins Studio geschlichen, um Yes den Sound von ELO schmackhaft zu machen. Mit Love Lies Dreaming haben Yes zudem eines der schönsten und fantasievollsten Liebeslieder der letzten Jahre geschrieben. Und das gibt es hier zu hören.

Posted by: eleucht | 5. Juli 2026

Classic Rock Sunday

Am 24. Juni dieses Jahres verstarb der kanadische Sänger David Clayton-Thomas im Alter von 84 Jahren. Geboren wurde er in England, sein Vater war ein kanadischer Soldat, seine Mutter die englische Sängerin Freda May Smith. Man also könnte meinen, dem kleinen David sei die Musik in die Wiege gelegt worden. Als er vier Jahre alt war, zog die Familie nach Kanada. Gitarre- und Pianospielen brachte sich der junge David selbst bei. Kaum den Kinderschuhen entwachsen, arbeitete er in einem Stahlwerk. Nachdem er sich mit eigenen Musikgruppen ausprobiert hatte und sogar einen Hit in der kanadischen Hitparade platzieren konnte, heuerte er als Gitarrist bei der Blues-Legende John Lee Hooker an. Im gleichen Jahr wechselte er zu der Jazz-Rock-Band Blood Sweat & Tears und übernahm dort das Mikrofon. Auf dem zweiten Album der Band war er schon als Sänger zu hören.

Ganz unproblematisch war seine Mitgliedschaft bei Blood Sweat & Tears nie gewesen. Es kam immer wieder die Querelen und Auseinandersetzungen in dieser Band, in dem jeder einzelne Musiker ein Ausnahmetalent war und sich demzufolge als Superstar sah. 1971, noch als Mitglied von Blood Sweat & Tears, produzierte er sein erstes Soloalbum. Später arbeitete er mit verschiedenen Musikern zusammen, die alle Rang und Namen hatten.

Meine erste Begegnung mit Blood Sweat & Tears war, als Go Down Gamblin’ in diversen deutschen Hitparaden (u.a. RIAS) landete, ein Stück purer Energie, das vor allem durch den Gesang von David Clayton-Thomas, der das Stück geschrieben hat und der bei den Aufnahmen auch die E-Gitarre spielt, zu etwas Besonderem wurde.

Posted by: eleucht | 1. Juli 2026

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully


Viele Katzen mögen es, in der Badewanne zu liegen. Natürlich nur, wenn kein Wasser drin ist. Die harte und kühle Keramik bietet einen bequemen Platz und und die Form der Wanne vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Besonders an heißen Tagen lieben es Katzen, sich auf der kühlenden Keramik auszustrecken. Während der letzten heißen Tage im Juni aber bot die Wanne keine Kühlung. Die Keramik fühlte sich extrem warm und aufgeheizt an, wie auch Scully bald feststellen musste.

Posted by: eleucht | 28. Juni 2026

Classic Rock Sunday


Jake Burns und seine drei Mitmusiker spielten Mitte der Siebziger Jahre in einer Band namens Highway Star. Sie gaben ihrer Gruppe den Namen eines Deep-Purple-Hits. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände in ihrer Heimat Nordirland in jener Zeit, in der sich Protestanten und Katholiken unversöhnlich gegenüberstanden, gingen nicht spurlos an den Musikern vorüber. Ihr Versuch, sich dagegen aufzulehnen, spiegelte sich in ihrer Musik wider. Den richtigen Ausdruck für ihren Zorn fanden sie 1977, als der Punk das Vereinigte Königreich und Irland überrollte. Da sie fanden, dass der Name Highway Star für eine Punkband nicht passte, benannten sie sich in Stiff Little Fingers um, nach einem Song der Vibrators. Nachdem der berühmte englische. Radiomoderator John Peele einen Song von ihnen zu hören bekam, verschaffte er Stiff Little Fingers einen Plattenvertrag bei Rough Trade. Hier gibt es nun Alternative Ulster aus dem legendären Rockpalast zu hören.

Posted by: eleucht | 24. Juni 2026

Glühend geht die Sonne unter

Der Himmel glühte, als die Sonne hinterm Horizont versank. Ein Versprechen für den kommenden Tag.

Posted by: eleucht | 21. Juni 2026

Classic Rock Sunday


Im Jahre 1971 veröffentlichte eine der erfolgreichsten amerikanischen Bands den Antikriegssong People, Let‘s Stop The War. Das waren Grand Funk Railroad. Nun haben sich Sängerin Delila Paz (sie trägt den passenden Namen) und Gitarrist Edgey Pires, die besser bekannt sind als The Last Internationale, des Themas angenommen und covern People, Let‘s Stop The War. Begleitet werden sie dabei von Billy Sheehan am Bass und Schlagzeuger Ray Luzier. Das Stück hat nichts an Aktualität verloren. Die Band The Last Internationale, die auch ein Album mit Tom Morello von Rage Against The Machine aufgenommen hat, ist bekannt für sozialkritische Texte, die sich gegen Krieg und Machtmissbrauch aussprechen und die Armut, die Arbeiterklasse und die Situation der Ureinwohner zum Thema haben.

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