Nun meldet sich auch Nils Lofgren, langjähriges Mitglied von Bruce Springsteens E Street Band, mit einem Protestsong zu den Ereignissen in Minneapolis zu Wort – No Kings, No Hate, No Fear hat er zusammen mit seiner Frau Amy geschrieben. Er stellt das Stück auf seiner Homepage zum kostenlosen Download zur Verfügung. Für eine befristete Zeit.
Auch Nils Lofgren hat die Zeit des Vietnamkriegs und die Protestbewegung gegen Richard Nixon bewusst miterlebt und erklärt, dass es heute viel schlimmer ist. Der Song, eine Hymne, erinnert mit seinem schlichten Rhythmus und dem simplen Text an die Tradition des Protestsongs der 60er und 70er Jahre. John Lennons Worte in der Mitklatschhymne Give Peace A Chance wurden auch zum Mantra der Friedensbewegung. Mich erinnert der stampfende Rhythmus an die Band Redbone aus Los Angeles, deren Mitglieder indigener Abstammung waren. Ob genau das von Nils Lofgren beabsichtigt war, weiß ich natürlich nicht zu sagen.
Francis Buchholz hatte ein bewegtes Musikerleben hinter sich, als er am 22. Januar nach einem Krebsleiden seine Bassgitarre für immer aus der Hand legte. Er begann als Bassist einer Schülerband, später, während er das Abitur machte, spielte er in weiteren lokalen Musikgruppen, er studierte Maschinenbau und belegte nebenbei Jazz-Kurse an der Musikhochschule Hannover.
Wo Hannover ist, sind die Scorpions nicht weit. Die bestanden im Jahre 1973 allerdings nur noch aus Klaus Meine und Gitarrist Rudolf Schenker. Als diese in eben diesem Jahr mit der Band von Francis Buchholz, Dawn Road, fusionierten, begann die unglaubliche internationale Karriere der Scorpions. Sie wurden zu einer der wichtigsten deutschen Bands und wegen ihrer weltweiten Erfolge ein Exportschlager. Die Band erhielt jede Menge nationaler Auszeichnungen sowie viele goldene und Platinplatten. Francis Buchholz war auch dabei, als The Wind of Change wehte und sie in Moskau auftraten und von Michail Gorbatschow im Kreml empfangen wurden.
Später zog sich Francis Buchholz ins Privatleben zurück, feierte aber ab 2005 noch einmal ein Comeback auf der Bühne.
Hier gibt es den Titelsong des zweiten Scorpions-Album Fly To The Rainbow, das im Jahre 1974 veröffentlicht wurde. Bei dem Stück ist der Einfluss von Prog und Psychedelic nicht zu überhören.
Tom Morello, Gitarrist und Kopf der Band Rage Against The Machine, hatte am 30. Januar zum großen Protestkonzert nach Minneapolis eingeladen – da hat es sich auch der Boss nicht nehmen lassen, seine Solidarität mit einem persönlichen Auftritt zu bekunden. Neben Bruce Springsteen und Tom Morello spielten Al Di Meola, Ike Reilly und Rise Against. Und über allem schwebt der Geist von John. Power To The People.
Jetzt endlich geht die Regierung die nötigen Reformen mit Vollgas an. Nachdem der von Kanzler Merz angekündigte Herbst der Reformen in der Kälte des Winter erfroren ist, geht es nun richtig los. Man könnte die Meinung vertreten, dass es wichtigere Dinge als das Stadtbild gibt, aber offenbar liegt dem Kanzler sehr viel daran. Schließlich war er selbst es, der die Probleme im Stadtbild deutlich erkannt und angesprochen hatte. Der CDU-Wirtschaftsrat hat die richtige Vorlage geliefert – bald schon werden lachende Menschen das Stadtbild in Deutschland verschönern, Menschen, die von der deutschen Volksgesundheit künden.
Restriktive politische Systeme, die mit Gewalt gegen die eigene oder eine fremde Bevölkerung vorgehen, haben schon immer Künstler auf den Plan gerufen, die ihre Stimme erhoben, um zu protestieren. Lautstark wie Green Day oder etwas leiser, aber nicht weniger eindringlich, wie Billy Bragg. Bruce Springsteen hat von all diesen Musikern zweifellos die größte Reichweite, und das weltweit. Einen wie ihn kann man nicht überhören. Sein Protestsong Streets of Minneapolis hat nach einem Tag auf YouTube über 4 Millionen Aufrufe. Was in den Straßen von Minneapolis geschah, kann man nicht mehr verschweigen. Unter den gegebenen Umständen, die gerade in der Welt herrschen, wird der Protestsong eine Renaissance erleben. Weil sich viele Künstler nicht den Mund verbieten lassen. Ein Lied wie Streets of Minneapolis macht auch Mut, es sagt jedem, dass wir, die wir jede Art von Restriktion ablehnen, nicht allein sind.
Einer, der seit den Protesten gegen den Vietnam-Krieg stets an vorderster Front stand, ist Neil Young. Schon 1970 schrieb er den Protestsong Ohio als Reaktion auf das Kent-State-Massaker, bei dem vier Studenten, die gegen den Vietnam-Krieg protestierten, erschossen wurden, als die Nationalgarde des Staates Ohio das Feuer auf die unbewaffneten Studenten eröffnete. Neun weitere wurden teils schwer verletzt. Es sei noch erwähnt, dass niemand für dieses Verbrechen je zur Verantwortung gezogen wurde. Neil Young ist sich in seinem langen Leben stets treu geblieben. Schon im September vergangenen Jahres hat er einen Protestsong auf allen Streamingdiensten veröffentlicht, in dem er wütend und mit Worten, wie sie klarer und eindeutiger nicht sein könnten, seine Meinung über das zum Ausdruck bringt, was er von der Clique, die in D.C. at the White House herrscht, hält. Als hätte er geahnt, was unter diesen Leuten noch geschehen wird. Das folgende Video ist seit vier Monaten auf YouTube online. Es wird in diesem Tagen wieder besonders oft aufgerufen.
Katzen sind so unterschiedlich, jede ist eine eigene Persönlichkeit. Habe ich letztens in den Cat-Files geschrieben, dass Mulder und Scully Katzenmilch verschmähen und die meisten Katzen keine Milch vertragen, so sah das beim Vorgänger von Mulder noch ganz anders aus. Kater Lucky war ebenfalls ein roter Stubentiger, etwas kleiner als Mulder, aber ebenfalls sehr lieb und unglaublich anhänglich. Allerdings war er etwas tollpatschig, was für viele lustige Episoden und manchmal auch für etwas Glasbruch gesorgt hat. Als er einmal – unerlaubterweise – über den Küchentisch spazierte, stieß er versehentlich einen kleinen Tetrapack Kaffeesahne um. Etwas Kaffeesahne lief aus, neugierig, wie Katzen nun einmal sind, musste er natürlich davon kosten. Und siehe da, es schmeckte ihm! Die nächsten paar Male stieß er den Tetrapack natürlich nicht versehentlich um, sondern mit Absicht, um einen (seinen) Klecks Kaffeesahne zu bekommen. Da ihm Milch offenbar schmeckte, habe ich ihm später Katzenmilch vorgesetzt, die natürlich gesünder ist als Kaffeesahne. Leider wurde Lucky nicht alt, er verstarb im Alter von sechs Jahren an Niereninsuffizienz. Für Katzen unheilbar.
Lucky war begeistert von Fußballspielen im Fernsehen. Mit großem Eifer jagte er den kleinen Männlein auf dem Bildschirm hinterher.
Wenn sich der Boss zu einem aktuellen Thema zu Wort meldet, dann sollte man das schnellstens posten. Und teilen. Überall auf der Welt soll seine Message zu hören sein.
Der Weltuntergang ist nicht mehr fern. Dieses Gefühl bekommt man, wenn man durch die Timelines der gängigen Nachrichtenportale scrollt. Da muss man gar kein Doomscroller sein, das Gefühl stellt sich oft genug ganz von selbst ein. Der Weltuntergang ist in ein düsteres, dunkles Orange getaucht und hört sich russisch an (Konets sveta). Die modernen Propheten des Weltuntergangs sitzen in den Redaktionsstuben der meistgelesenen Nachrichtenportale und sie kämpfen mit Clickbaits um so viel Aufmerksamkeit wie möglich. Je apokalyptischer, desto mehr Clicks. Click for the money!
Es wäre an der Zeit, nach anderen Propheten zu suchen. Nur sind diese nicht so leicht zu finden, vor allem nicht im Mainstream. Eher schon „versteckt“ bei Bandcamp zum Beispiel. Peter Gruner, der sich Point nennt, stellt sich klar gegen den Trend und sieht sich als Weltaufgangsprophet. Ist es ist nicht genau das, was wir jetzt wirklich bräuchten? Neue Hoffnung und den Glauben an das Gute im Menschen? Ja, ich weiß, genau das fällt im Moment schwer und es gibt viele, die dafür nur Verachtung übrighaben. Vor allem von Menschen, die menschliche Empathie als Schwäche brandmarken. Aber es gibt sie noch, die Träumer und die Träume von einer besseren Welt. Wie im Weltaufgangsprophet von Point und den Spielverderbern aus Erlangen. Da schwingt verdammt viel Dylan mit.
Leute, schnallt euch an. Und das meine ich wörtlich. Lieber früher als zu spät. Wieder einmal wird den Menschen, die diese Welt bewohnen, ein einschneidendes Ereignis verschwiegen, das Millionen Tote zu Folge haben könnte. Die NASA baut schon seit einiger Zeit geheime Bunker. Wofür wohl?
Am 12. August um 15.33 Uhr wird es passieren. Das ist sicher. Zu genau diesem Zeitpunkt nämlich setzt für sieben Sekunden die Schwerkraft der Erde aus. Schon 2014 wurde ein entsprechenden Geheimdokument der NASA geleakt. Es geht um das Project Anchor.
Man stelle sich vor, was passiert, wenn sieben Sekunden lang keine Schwerkraft mehr herrscht! Wie hoch kann ein Mensch in sieben Sekunden fliegen? Antwort: Sehr hoch. Und wenn die Schwerkraft dann wieder einsetzt, stürzen alle auf den Boden zurück. Wer da mit ein paar Knochenbrüchen davonkommt, hat Glück gehabt. Aber das werden wohl nicht sehr viele sein.
Die geheimen Bunker der NASA, so ist zu vermuten, sind sicher den Eliten der Vereinigten Staaten vorbehalten. Zum Glück aber regiert dort gerade ein Präsident, der sich dem Kampf gegen eben jene Eliten verschworen hat und diese deswegen selbstverständlich eigenhändig aus den Bunkern schmeißen wird, damit Platz ist für die ganz normalen Amerikaner. Womit natürlich keine Demokraten gemeint sein können. Natürlich nicht.
Der Ausfall der Schwerkraft wird auch zu schweren Zerstörungen der Infrastruktur führen, deren Auswirkungen noch gar nicht zu ermessen sind. Ein Kollaps nicht nur der Wirtschaft erwartet die Menschen in den NASA-Bunkern.
Da die Schwerkraft der Erde von der Masse der Erde bestimmt wird, müsste man jetzt einfach nur, analog zu den alternativen Fakten, eine alternative Physik bemühen, um das Phänomen irgendwie erklären zu können. Aber heutzutage ist ja alles möglich. In welchem Universum auch immer.
Danny Wilson ist eine typische 80er Jahre-Band. Sie wurde 1987 gegründet und lief seitdem immer etwas unter dem Radar des Kommerzes. Dafür gelten sie inzwischen als Kult. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass dieser Begriff ein bisschen inflationär Verwendung findet.
Der Name der Band ist dem Film Meet Danny Wilson mit Frank Sinatra in der Hauptrolle entlehnt.
Da der ganz große Erfolg ausblieb, hat sich die Band 1990 wieder aufgelöst. Bandgründer Gary Clark versuchte es mit einer Solokarriere, der aber auch wenig kommerzieller Erfolg beschieden war.
Geblieben ist ihr größter Hit und das war Mary‘s Prayer, den es heute hier zu hören gibt.