Ohne große Schlagzeilen und ohne großes Aufsehen verstarb Ende Februar dieses Jahres der amerikanische Sänger und Komponist Neil Sedaka. In der Ära vor den Beatles schrieb und sang er große Hits. Oh! Carol war seiner Jugendliebe Carole King gewidmet. Die später übrigens mit dem Lied Oh! Neil darauf reagierte. Geboren wurde Neil Sedaka 1939 in Brooklyn. Er wuchs unter ärmlichen Verhältnissen auf, lernte als Jugendlicher das Klavierspielen und bekam später einen Studienplatz am Juilliard-Konservatorium. Als Musiker mischte er Doo-Wop mit Rock’n’Roll. Er gründete mit anderen Musikern die Band The Tokens, verließ sie aber bald schon wieder. Und zwar bevor die mit The Lion Sleeps Tonight einen Welthit produzierten. Als Solist arbeitete er für RCA Records, sein erster Hit als Sänger war The Diary.
Nach der British Invasion war es dann mit Hits für Neil Seadaka wie für viele seiner amerikanischen Kollegen erst einmal vorbei. 1972 gelang ihm aber mit seinem Album Solitaire ein respektables Comeback. Der Titelsong wurde von vielen anderen Künstlern wie Elvis Presley oder den Carpenters gecovert. 1974 landete er mit Laughter in the Rain dann sogar wieder ein Nr. 1-Hit in den USA. Auch als Songwriter war Neil Sedaka sehr gefragt und erfolgreich, Is This The Way to Amarillo, interpretiert von Tony Christie, stammt zum Beispiel aus seiner Feder und wurde Nummer 1 in Deutschland. Nebenbei war Sedaka gelegentlich auch als Gastjuror in American Idol tätig, in späteren Jahren wendete er sich mit seinen Kompositionen auch wieder der klassischen Musik zu. Zur Erinnerung an Neil Sedaka gibt es hier einen seiner größten Hits in garantierter schwarz-weißer 60er Jahre Optik: Breakin’ Up Is Hard To Do.



