Am 24. Juni dieses Jahres verstarb der kanadische Sänger David Clayton-Thomas im Alter von 84 Jahren. Geboren wurde er in England, sein Vater war ein kanadischer Soldat, seine Mutter die englische Sängerin Freda May Smith. Man also könnte meinen, dem kleinen David sei die Musik in die Wiege gelegt worden. Als er vier Jahre alt war, zog die Familie nach Kanada. Gitarre- und Pianospielen brachte sich der junge David selbst bei. Kaum den Kinderschuhen entwachsen, arbeitete er in einem Stahlwerk. Nachdem er sich mit eigenen Musikgruppen ausprobiert hatte und sogar einen Hit in der kanadischen Hitparade platzieren konnte, heuerte er als Gitarrist bei der Blues-Legende John Lee Hooker an. Im gleichen Jahr wechselte er zu der Jazz-Rock-Band Blood Sweat & Tears und übernahm dort das Mikrofon. Auf dem zweiten Album der Band war er schon als Sänger zu hören.
Ganz unproblematisch war seine Mitgliedschaft bei Blood Sweat & Tears nie gewesen. Es kam immer wieder die Querelen und Auseinandersetzungen in dieser Band, in dem jeder einzelne Musiker ein Ausnahmetalent war und sich demzufolge als Superstar sah. 1971, noch als Mitglied von Blood Sweat & Tears, produzierte er sein erstes Soloalbum. Später arbeitete er mit verschiedenen Musikern zusammen, die alle Rang und Namen hatten.
Meine erste Begegnung mit Blood Sweat & Tears war, als Go Down Gamblin’ in diversen deutschen Hitparaden (u.a. RIAS) landete, ein Stück purer Energie, das vor allem durch den Gesang von David Clayton-Thomas, der das Stück geschrieben hat und der bei den Aufnahmen auch die E-Gitarre spielt, zu etwas Besonderem wurde.





