Verfasst von: eleucht | 15. Juni 2021

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Looking for the summer

Und der Sommer kommt. Und wie!

Verfasst von: eleucht | 14. Juni 2021

Rhododendron und mehr

Wenn im Sächsischen Staatsbad Bad Elster der Rhododendron blüht, feiert das die ganze Stadt mit einem Fest und schmückt sich mit üppig bunter Blütenpracht. Dieses Fest findet in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal nicht statt. Aus bekannten Gründen. Der Rhododendron blüht trotzdem. Natürlich tut er das. Und nicht nur der.

Auch ohne Festlichkeit sind in Bad Elster jede Menge Besucher und Kurgäste unterwegs. Auf dem Land als auch zu Boot auf dem Gondelteich.

Der Floratempel wird von blühenden Rhododendronblüten umrahmt und ist ein beliebtes Fotomotiv.

Wenn ich dieses Café gegenüber dem Rosengarten als mein Lieblingscafé in Bad Elster bezeichne – es heißt Le Café – dann müsste ich das wohl als Werbung kennzeichnen. Was ich hiermit tue. Unbezahlt natürlich. Das Angebot ist einfach zu verführerisch und schmeckt ausgezeichnet.

Der Rosengarten, wie gesagt gleich gegenüber, ist ein beliebtes Ziel der Kurgäste ist. Eine Rose blüht dort noch nicht. Aber ihre Zeit wird kommen. Spätestens wenn der Rhododendron verblüht ist.

Verfasst von: eleucht | 13. Juni 2021

Classic Rock Sunday

Toto, das ist die Classic-Rock-Band schlechthin. Wohlklang voller Harmonie für den gepflegten Musikgenuss, immer eine Handbreit über dem seichten Gewässer der Belanglosigkeit. Weswegen die Musik von Toto durchaus auch als Hintergrundberieselung im Supermarkt geeignet ist und vielfach als solche auch Verwendung findet.

Es muss nicht immer Rosanna oder Africa sein. 99 stammt aus dem Album Hydra, das 1979 veröffentlicht wurde. Geschrieben wurde das Stück von Keyboarder David Paich. Er wurde dabei von dem Film THX-1138 aus dem Jahr 1971 inspiriert. Das war der erste große Kinoerfolg für den Star-Wars-Regisseur George Lucas.

Verfasst von: eleucht | 10. Juni 2021

Elstertalbrücke

Das Vogtland und seine Brücken, das ist sicherlich ein Kapitel für sich. Gleich hinter dem malerisch gelegenen Bahnhof Barthmühle führt ein Weg in Richtung der Weißen Elster. Schon nach wenigen Schritten lugt der Zipfel einer Brücke über die Bäume. Die Elstertalbrücke, das ist nach der Göltzschtalbrücke die zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt. Auf ihr und unter ihr führen Eisenbahnlinien entlang. Auf ihr verläuft die Strecke von Plauen nach Leipzig, unter ihr verkehrt die Elstertalbahn von Weischlitz nach Greiz und Gera. Eine Menge Wanderwege oberhalb und unterhalb der Brücke führen zu vielen Zielen und es sind auch eine Menge Leute unterwegs. Kein Wunder bei dem schönen Wetter. Die Talsperre Pöhl ist ja auch nicht weit. Nur den Fotografen scheint sich die Brücke zu verschließen, es ist fast unmöglich, sie in ihrer ganzen bogenreichen Schönheit abzulichten. Vielleicht im Winter, wenn die Bäume vom Laub befreit sind?

Zum Ende des 2. Weltkriegs wurde die Brücke von Einheiten der deutschen Wehrmacht gesprengt. Der mittlere Brückenpfeiler und angrenzende Bögen wurden dabei zerstört. Bis Februar 1946 wurde die Brücke behelfsmäßig befahrbar gemacht, der endgültige Wiederaufbau der zerstörten Teile wurde im Herbst 1950 beendet.

In mittlerer Höhe führt ein Weg über die Brücke, über den Fußgänger und Wanderer bequem die andere Seite des Elstertal erreichen und von dem man auch einen großartigen Ausblick auf das Tal hat.

Nicht weit davon zweigt ein Weg ins Tal der Trieb ab, das das Prädikat wildromantisch durchaus verdient.

Verfasst von: eleucht | 6. Juni 2021

Classic Rock Sunday

Der 3. Juli ist der 50 Todestag von Jim Morrison. Der legendäre Sänger der Doors wurde wie nicht wenige tragische Helden aus der Musikszene 27 Jahre alt. Begraben liegt er in Paris auf dem Friedhof Père-Lachaise, auf dem viele Prominente ihre letzte Ruhe fanden. So befindet er sich mit Delacroix, Molière, Marcel Marceau, Balzac, Chopin und Proust in bester Gesellschaft. Ruhe wird er dort wohl auch nicht finden, denn an diesem Ort lebt die Legende Jim Morrison weiter. Graffity wiesen und weisen den Weg, 6. Division, 2. Reihe, Grab 5. Die Büste, die einst dort aufgestellt worden war, ist längst geklaut worden. Da es an seinem Grab immer wieder zu Vandaslismus kam, wurde es eingezäunt, sodass man es nur noch aus einer gewissen Entfernung sehen kann.

Morrison war nach Paris gegangen, um ein neues Leben zu beginnen, er wollte Abstand nehmen von Freunden, die nur von seinem Geld lebten. Er hätte Schriftsteller, Poet werden, neue Inspiration finden können. Aber der Traum endete in einem Albtraum. Zurück blieb der Mythos Jim Morrison und seine Musik. Er war einer von denen, die einfach nicht wie normale Menschen sein konnten, einer von denen, die die Grenzen für alle Menschen neu setzten. So etwa drückt es Bandkollege John Densmore aus. Keyboarder Ray Manzarek (1939 – 2013) bemühte einen Glaubenssatz der alten Ägypter – So lange man den Namen eines Menschen ausspricht, wird er niemals tot sein. Das sagte Manzarek stets im Zusammenhang mit einem Namen – James Douglas Morrison.

Verfasst von: eleucht | 1. Juni 2021

„Zombie Zone Germany – Der Beginn“

Werbung – unbezahlt

Zombiemania auch in Deutschland. „Der Beginn“ ist der zweite Band zum Thema Zombies made in Germany. 19 Autoren berichten, wie die Menschen in Deutschland die Zeit erlebten, als die ersten Untoten in den Städten und Dörfern des Landes auftauchten. 19 unterschiedliche Locations, 19 unterschiedliche Stile, 19 unterschiedliche Sichtweisen auf eine Welt, die dabei ist, total aus den Fugen zu geraten. Gruselig, trashig und humorvoll. Der Humor ist natürlich von der total schwarzen Sorte.

In „Preapokalypse“ von Lisanne Surborg etwa, dem Opener, erleben Jugendliche in der Schule den Beginn der Apokalypse. Auf den sozialen Medien verbreiten sich die Nachrichten über die ersten Untoten rasant, derweil die Schüler versuchen, den Lehrern, die es bereits auf sie und ihr Fleisch abgesehen haben, zu entkommen. Was sich als schwieriger erweist, als es anfangs aussieht.

„Emma“ von Matthias Ramtke spielt wieder einmal in Sachsen, die Protagonisten versuchen mit einem Ballon der beginnenden Apokalypse zu entkommen. Das benachbarte Ausland ist ihr Ziel. Ein schwieriges Unterfangen, vor allem weil die handelnden Personen alles andere als harmonisch agieren.

Ob sich der Protagonist in „Der Erlöser“ von Ian Cushing als solcher erweist, ist fraglich. Katholische Befreiungstrupps halten ihn aus unerklärlichen Gründen für eben jenen. Dabei versucht er nichts anderes, als mit seiner Mir-doch-egal-Haltung die Apokalypse in seiner Hochhauswohnung mit Schnaps und Salzstangen auszusitzen. Wenn da nicht Oma K. wäre, die sich mit ihrem Rollator zwar relativ langsam bewegt, nichtsdestotrotz aber knallhart gegen die Zombies vorgeht.

In „Take off the Plan“, geschrieben von Oliver Bayer, berichtet eine Reporterin live von einem Konzert, das ein unschönes Ende findet, als es von Untoten überrannt wird. Beinahe gelingt es ihr, mit dem Ausweis einer ausländischen Kollegin das Land zu verlassen. Die Umstände lassen sie zur Heldin avancieren.

Helena Crescentia verlegt in „Der Fährmann“ die Handlung praktischerweise gleich in ein Bestattungsinstitut. Da sind die Toten nicht weit und die Untoten noch viel näher.

Die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen das Thema betrachtet und verarbeitet wird, machen diesen Band zu einer spannenden und abwechslungsreichen Lektüre.

Verfasst von: eleucht | 30. Mai 2021

Classic Rock Sunday

Jim Steinman ist vor allem bekannt für seinen bombastischen Sound irgendwo zwischen Wagner und Springsteen. Er hat als Komponist das Album „Bat Out Of Hell“, das Debüt von Meat Loaf, zu verantworten. Außerdem arbeitete er als Produzent für Künstler wie Meat Loaf, Air Supply, Bonnie Tyler und viele andere. Sein erfolgreichster Hit war „I‘ll Do Anything For Love (But I Won‘t Do That)“ von Meat Loaf. Alles ganz großes Theater voller Pathos. Zusammen war das Duo Steinman / Loaf ein Garant für Erfolg.

Im April diesen Jahres hat die Welt diesen großen Komponisten und Produzenten verloren. Jim Steinman starb im Alter von 73 Jahren an Nierenversagen.

„Rock‘n‘Roll Dreams Come Through“ stammt aus dem 1981 veröffentlichten Album „Bad For Good“, dem einzigen Album, das unter dem Namen Jim Steinman erschienen ist. Die meisten Tracks wurden von Steinman selbst gesungen, „Rock‘n‘Roll Dreams Come Through“ aber von dem weniger bekannten Sänger Rory Dodd.

Meat Loaf interpretierte den Song 1994 auf dem Album „Bat Out Of Hell II : Back To Hell“.

Verfasst von: eleucht | 25. Mai 2021

Ein Stückchen Normalität

Auerbach am Pfingstmontag. Die Sonne scheint, hin und wieder schieben sich Wolken vor sie und stehlen etwas von ihrer Wärme, der Wind weht manchmal heftig. Ein ganz normaler Frühlingstag, der Pfingstmontag. Wenn einer der bedeutendsten Künstler an diesem Tag seinen 80. Geburtstag feiert, so scheint das etwas ganz Besonderes zu sein, ein großer Moment, die gut gefüllte Terrasse eines Cafés dagegen sollte etwas ganz Normales, etwas Alltägliches sein. Belanglos und unbedeutend. Im Café Venezia herrscht reger Betrieb, die Angestellten haben alle Hände voll zu tun, sie sprinten um die Tische herum, die Tabletts voller Eisbecher, Kaffee und anderer leckerer Dinge. Die Bedienungen tragen Masken, der einzige Hinweis darauf, dass in diesem Bild von Normalität doch noch nicht alles ganz normal ist. Aber man bekommt das Gefühl, wir sind einen großen Schritt vorangekommen. Die Inzidenz liegt derzeit unter 40. Solche Szenen ganz normaler Alltäglichkeit haben im Augenblick noch etwas Außergewöhnliches an sich. Sie sind das Besondere, das Bedeutende. Man fühlt, man weiß, es wird besser. Indem die Normalität in den Alltag zurückkehrt.

Verfasst von: eleucht | 24. Mai 2021

Bob Dylan zum 80.

Es gibt wahrscheinlich nichts, was nicht schon über Bob Dylan gesagt oder geschrieben worden wäre, und trotzdem bleibt da ein Geheimnis hinter dem Nimbus des Unantastbaren.

Die Bedeutung von Bob Dylan wird in seinen Liedern und seinen Texten sichtbar, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Er macht uns zumindest eines klar, Menschsein bedeutet ständige Bewegung, ständiger Wechsel, ohne sich untreu zu werden, immer neue Erkenntnisse, denen wir uns nicht verschließen sollten, mögen sie oft genug auch schmerzhaft sein. Wir müssen sie leben. Dabei hat Bob Dylan nie jemanden bei der Hand genommen. Man folgte ihm, weil man etwas in seinen Liedern erkannte, im besten Sinne etwas von sich selbst. Manch einer blieb zurück, wenn der Meister vom geraden, vom bequemen Weg abwich, einen unerwarteten Haken schlug und sich selbst neu erfand.

Für jeden Einzelnen von uns bedeutet Bob Dylan etwas anderes, in diesem Sinne sollte jeder Einzelne für sich dieses Mannes gedenken, der mit 80 Jahren ein stolzes Alter erreicht hat und noch immer unstet und voller Entdeckergeist durch die Musikszene und die Welt reist. Er ist und bleibt ein Phänomen, er ist ganz einfach Bob Dylan, ein Name, der durch die Jahrzehnte geistert und diejenigen, deren Seele er einmal berührt hat, nicht mehr verlässt.

Verfasst von: eleucht | 23. Mai 2021

Classic Rock Sunday

Mit „What‘s Going On“ hat Marvin Gaye vor gut fünfzig Jahren die Pop-und Soul-Musik revolutioniert. Dabei wurde das Stück von Renaldo Benson, dem Bassisten der Four Tops, geschrieben, und zwar unter dem Eindruck der Vorfälle auf dem Campus von Berkeley. Langhaarige und gut gescheitelte Studenten protestierten gegen den Vietnamkrieg, die Polizei ging mit dem Gewehr im Anschlag dagegen vor, der Student James Rector wird von einer Polizeikugel tödlich getroffen. Bevor das Lied bei Marvin Gaye landete, hat Benson es anderen Künstlern angeboten, u.a. Joan Baez, die aber dankend abgelehnt haben.

In dieser Zeit begann sich die schwarze Musikszene von der reinen Unterhaltungsmusik zu emanzipieren, die Inhalte ihrer Songs wurden politischer. Die Künstler, allen voran Leute wie Curtis Mayfield, packten Inhalte in ihre Lieder, die die Menschen bewegten.

Insofern war Gayes Schwager und Chef von Motown, Berry Gordy, alles andere als begeistert von der Idee, dass Marvin Gaye nach längerer Schaffenspause ausgerechnet an einem „Protestsong“ arbeitete. Dabei war es nicht mal so sehr der politische Inhalt, den er kritisierte, denn Gordy war alles andere als unpolitisch, sondern der „jazzy“ Sound, den er als altmodisch bezeichnete. Der Erfolg der Single hat ihn schließlich eines Besseren belehrt, sie wurde Nr. 1 in den R&B-Charts und Nr. 2 in den Pop-Charts.

Heute ist „What‘s Going On“ aktueller denn je, mit der Black Lives Matter-Bewegung nach dem Tod von George Floyd lebte dieses Stück Musikgeschichte wieder auf.

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