Verfasst von: eleucht | 20. August 2019

Stausee

Stausee Haidt 022Die Rekordhitze ist einem sanften August gewichen, der hin und wieder auch mit ein ein paar Regentropfen überrascht. Eine leichte Brise, die über die Wasserfläche des Sees weht, verspricht angenehme Kühle im spätsommerlichen Sonnenschein. Stausee Haidt 004Der Stausee Haidt, auch als Feisnitz-Stausee bekannt, liegt eingebettet in der schönen Landschaft des Fichtelgebirges. Es ist nur ein Katzensprung bis Arzberg. Stausee Haidt 013Stausee Haidt 016Der Stausee wurde einst von der Bayerischen Elektrizitätslieferungsgesellschaft (was für ein großartiges Wort!) angelegt und genutzt. Das Kraftwerk Arzberg wurde 2003 stillgelegt. Der 15,54 ha große Staussee wird nun als Naherholungsgebiet genutzt. Es gibt einen Badestrand und auf der Anhöhe das Restaurant und Café Seeklause. Italienisches Flair und italienische Speisen, italienisches Eis. Von der Terrasse des Restaurants hat man einen großartigen Blick auf den See und die Landschaft. Stausee Haidt 002Stausee Haidt 003Es ist nicht zu übersehen, dass der Sommer langsam zu Ende geht … Stausee Haidt 017

Verfasst von: eleucht | 18. August 2019

Stunde der Klassik

Die Tanzenden Faune sind ein Orchester-Spiel von Carl Orff. Dabei handelt es sich um ein Jugendwerk des Komponisten, das er mit 18 Jahren schrieb. Gespielt wird es hier vom Cincinnaty Symphony Orchestra.

Verfasst von: eleucht | 16. August 2019

Tierparkimpressionen

Spreewald 110Der größte Tierpark Brandenburgs befindet sich in Cottbus. Das Gelände, auf dem er im Jahre 1954 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks der DDR eröffnet wurde, gehörte zu dem von Fürst Pückler gestalteten Außenpark des Branitzer Parks. Spreewald 112Was den Zoo auszeichnet, sind moderate Eintrittspreise und ein weitläufiges Gelände mit vielen von der Spree gespeisten Wasserflächen und einem großen Baumbestand. Etwa 1200 Tiere aus ungefähr 170 Arten finden sich hier, Spielplätze, Streichelzoo und Gastronomie gehören selbstverständlich dazu. Spreewald 118Spreewald 117Spreewald 120Spreewald 131Spreewald 140Spreewald 157Spreewald 142Spreewald 154

Verfasst von: eleucht | 15. August 2019

Schwanenliebe

Spreewald 080Ein verwunschener See in einem verwunschenen Park. Am Ende des Sees erhebt sich eine grasbewachsene Pyramide aus dem Wasser. Ein Schwanenpaar vervollkommnet den romantischen Eindruck dieses Ortes. Spreewald 091Spreewald 093

Dann steigen die Schwäne an Land. Zielstrebig bewegen sie sich eine kleine Anhöhe hinauf, auf der sich eine weitere Pyramide befindet. Dass ich ihnen folge, stört sie nicht. Spreewald 082Hermann und Lucie – ein Pärchen, das ursprünglich aus Nordamerika in einen deutschen Zoo kam und wenig später an diesen See versetzt wurde. Seit siebzehn Jahren lebt das Pärchen am See. Man erwartet und wartet noch immer auf Nachwuchs. Jedoch vergeblich. Siebzehn Jahre Schwanenliebe und kein Nachwuchs. Die beiden sind sich einfach selbst genug. Spreewald 094Und dem Mann auf der Bank, der sie schon erwartet. Oder mit seinem Pfiff rief. Ohne zu zögern kommen die Schwäne zu ihm. Es ist Zeit für die Fütterung. Die drei kennen sich gut, das ist nicht zu übersehen. Der Mann kennt die Schwäne und ihre Geschichte wie die Geschichte des Parks.Spreewald 097Nach der Fütterung geht es zurück in den See. Elegant, wie es nur Schwäne vermögen, schweben die beiden davon. Spreewald 102Man ist versucht zu glauben, die beiden sind die Reinkarnation der früheren Besitzer des Parks. Diese residierten zu ihren Lebzeiten in einem prachtvollen Schloss. Die Wasserpyramide inszenierte der hochherrschaftliche Schlossbesitzer als seine letzte Ruhestätte. Für sich und seine Frau. Dort in Branitz, dem Besitz des Fürsten Hermann von Pückler. Spreewald 089Spreewald 071Spreewald 061

Verfasst von: eleucht | 13. August 2019

Entschleunigung

Spreewald 022Kann man sich etwas vorstellen, was langsamer, gemächlicher und gemütlicher ist, als mit einem Spreewaldkahn auf dem beinahe unbewegten Wasser dahinzugleiten? Die lang anhaltende Trockenheit ist auch hier zu spüren, da ist keine Strömung im Flussverlauf sichtbar, nicht einmal spürbar. Die kennt nur der Kahnführer. Die positive Seite der Trockenheit – es gibt keine Stechmücken. Nicht eine! Ich weiß nicht, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist, aber zumindest kenne ich keine Redensart, in der es heißt: Erst stirbt die Mücke, dann der Mensch. Bei den Bienen ist das ja anders. Aber Mücken sind keine Bienen. Gedanken dazu kommen unwillkürlich, wenn auch nicht gerade in den Momenten, in denen die großartige und urtümliche Landschaft an der Spree am Kahn vorübergleitet. Man überlässt sich dem leichten Schaukeln, alle Aufgeregtheit fällt von einem ab. In den Sitzen vor mir spricht man spanisch, trinkt Mineralwasser oder Rhabarberschorle und isst Chips. Der Junge bietet mir an, mich zu bedienen. Ich lehne dankend ab. Spreewald 029Spreewald 025Spreewald 034Spreewald 040Spreewald 052Das Wasser hier ist immer dunkel und trüb, wegen der Blätter, die im Herbst von den Bäumen fallen und sich auf dem Grund der Spree sammeln. Die Natur wirkt stark und gesund, vor allem an den Stellen, an denen man sie sich selbst überlässt. Für einen Moment könnte man vergessen, dass es nicht überall so ist. Spreewald 016Dann bleiben noch ein paar angenehme Stunden in Lübbenau. Spreewald 009

Verfasst von: eleucht | 11. August 2019

Stunde der Klassik

La Damnation de Faust ist eine dramatische Legende nach Goethes Faust I., in die Hector Berlioz den Rákóczi-Marsch, die inoffizielle Hymne von Ungarn, aufgenommen hat.

Verfasst von: eleucht | 7. August 2019

Leere

StairsDeine Nächte sind plötzlich voller Dunkelheit und Kälte, Lady Rachel. Sie sind leer, ohne Träume. Sternenlose Dunkelheit, in der sich sogar der Mond hinter Wolken verbirgt. Ein blasses Gespinst lässt ihn nur erahnen.

Einst bot die Nacht dir Schutz vor den aufdringlichen Lügen des Tages. Im warmen, flackernden Schein der Kerzen woben deine Gedanken und deine unausgesprochenen Wünsche sonnenlichtdurchflutete Träume. Du schwebtest mit wehenden Kleidern über duftende Sommerwiesen und zärtliche, weiche Lippen schworen dir in Küssen ewige Liebe aus tiefstem Herzen. Nacht für Nacht hast du dich an deine Träume geklammert, Lady Rachel, doch der Tag, der mit goldenem Sonnenschein in dein Zimmer brach, riss dich aus den Armen der süßen Fantasien. Wie oft hast du dir nichts sehnlicher gewünscht, als dass die Nacht nie zu Ende gehen möge. Doch der zarte Geigenton, dessen schmeichelnde Melodie dich durch die Träume geleitete, wich dem Schmettern der Posaunen, die den neuen Tag eröffnen.

In den Fluren und Sälen deiner hochherrschaftlichen Residenz verwandeln sich die Traumprinzen in Monster, deren schamlos schmachtenden Blicke dich beleidigen. Du hörst nicht die Worte, die hinter vorgehaltener Hand geflüstert werden, aber du weißt, sie gelten dir und sie sind alles andere als freundlich. Du fühlst dich wie eine Gefangene in einem Netz von Intrigen, das die monstergewordenen Traumprinzen tagtäglich weben. Die Angst schnürt dir die Kehle zu, doch du willst keine Beute sein. Für niemanden. Die Monster des Tages können nicht begreifen, dass die eisige Verachtung, die ihnen von dir entgegenschlägt, nichts anderes als ihr eigenen Spiegelbild ist.

Die Tage sind kalt, die Nächte dunkel und leer. Deine Schritte führen dich die Treppen hinab in den menschenleeren Park, dessen Pracht deinen Sinnen schmeichelt. Seine Einsamkeit schließt dich ein, legt sich wie ein schützender Arm um dich.

Ein Windhauch liebkost deine Haut, kühlt die Hitze des Tages und den unterdrückten Zorn, der in deinem Herzen brennt. Die feinen Härchen in deinem Nacken und deinen Armen richten sich in froher Erwartung auf. Hier ist der Ort, an dem du frei atmen und dich deinen Gefühlen, deinen Ängsten und deinen Träumen hingeben kannst. Niemand sieht das sehnsuchtsvolle Funkeln in deinen Augen, niemand hört die Worte, die du einzig dem Wind anvertraust, du bist niemandem Rechenschaft schuldig. Einzig dein Schatten, den das fahle Mondlicht wirft, folgt dir auf den verschlungenen Wegen. Und dieser Schatten schweigt. Du möchtest eins werden mit der Dunkelheit, mit dem Duft der Blumen, mit dem leise raschelnden Laub der Bäume, mit dem unbeschwerten Plätschern eines Bächleins, mit dem Zirpen der Grillen und dem Gesang der Nachtigall. Du möchtest eintauchen in dieses anheimelnde Gefühl völliger Hingabe, dich schwerelos darin wiegen. Doch etwas in deinem Inneren lässt dich frösteln, da ist das Bangen, dass jeder Herzschlag dich dem kalten Morgengrauen ein kleines Stückchen näher bringt.

Verfasst von: eleucht | 5. August 2019

Zerbrechlich

In diesem Beitrag werden zwei Markennamen genannt, die keine Werbung darstellen, sondern in einem geschichtlichen Kontext zu verstehen sind. Selb Porzellinerfest 006Selb Porzellinerfest 008Selb, die evangelische Stadtkirche St. Andreas, davor der blau weiße Porzellanbrunnen. Selb Porzellinerfest 010Selb Porzellinerfest 011Einmal im Jahr verwandelt sich das oberfränkische Städtchen Selb in einen riesigen Porzellanflohmarkt – den größten dieser Art in Europa. Über 400 Stände verteilen sich auf beinahe die gesamte Innenstadt. Porzellan hat in Selb Tradition, wovon Marken wie Rosenthal und Hutschenreuther zeugen. Die erste Porzellanfabrik in Selb entstand 1857. Lorenz Hutschenreuther entwickelte dort die industrielle Serienfabrikation von Porzellan, das auch für Normalbürger erschwinglich war. So feiern die Porzelliner einmal im Jahr ihr großes Fest und die Stadt ist voller Schaulustiger, Besucher und Interessenten. Selb Porzellinerfest 014Selb Porzellinerfest 005Selb Porzellinerfest 013

Verfasst von: eleucht | 4. August 2019

Stunde der Klassik

Arabesque No. 1 von Claude Debussy

Verfasst von: eleucht | 1. August 2019

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Katzenkinder haben‘s gut. Sie gehen nur ein Jahr in die Schule. Allerdings lernen sie auch schnell, und das vor allem dank ihrer ausgezeichneten Beobachtungsgabe. Von der Mutter lernen die Katzenkinder, wer Freund und wer Feind ist, was leichte oder gefährliche Beute ist, das Putzen und wie das mit der Toilette funktioniert. Sie lernen auch beim Beobachten der anderen Katzen, was nützt und was weniger ratsam ist. Sie brauchen diese dann nur zu imitieren. Und natürlich lernen sie im Haushalt auch durch das Beobachten der Menschen, wie dieses und jenes funktioniert. Meistens wissen sie dann auch ganz genau, was gut für sie ist und was nicht und auch wie sie ihre Stimme einsetzen müssen, um zu erreichen, was sie wollen.

Das Foto zeigt die jungen Mulder und Scully, im Hintergrund ihr „Lehrer“ Lucky, der sie großzügig in „seinem Haushalt“ aufnahm und sich liebevoll um die quirligen Katzenkinder kümmerte. Der Chef und seine zwei Miezen 002

Older Posts »

Kategorien