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Posted by: eleucht | 28. Juni 2026

Classic Rock Sunday


Jake Burns und seine drei Mitmusiker spielten Mitte der Siebziger Jahre in einer Band namens Highway Star. Sie gaben ihrer Gruppe den Namen eines Deep-Purple-Hits. Die bürgerkriegsähnlichen Zustände in ihrer Heimat Nordirland in jener Zeit, in der sich Protestanten und Katholiken unversöhnlich gegenüberstanden, gingen nicht spurlos an den Musikern vorüber. Ihr Versuch, sich dagegen aufzulehnen, spiegelte sich in ihrer Musik wider. Den richtigen Ausdruck für ihren Zorn fanden sie 1977, als der Punk das Vereinigte Königreich und Irland überrollte. Da sie fanden, dass der Name Highway Star für eine Punkband nicht passte, benannten sie sich in Stiff Little Fingers um, nach einem Song der Vibrators. Nachdem der berühmte englische. Radiomoderator John Peele einen Song von ihnen zu hören bekam, verschaffte er Stiff Little Fingers einen Plattenvertrag bei Rough Trade. Hier gibt es nun Alternative Ulster aus dem legendären Rockpalast zu hören.

Posted by: eleucht | 24. Juni 2026

Glühend geht die Sonne unter

Der Himmel glühte, als die Sonne hinterm Horizont versank. Ein Versprechen für den kommenden Tag.

Posted by: eleucht | 21. Juni 2026

Classic Rock Sunday


Im Jahre 1971 veröffentlichte eine der erfolgreichsten amerikanischen Bands den Antikriegssong People, Let‘s Stop The War. Das waren Grand Funk Railroad. Nun haben sich Sängerin Delila Paz (sie trägt den passenden Namen) und Gitarrist Edgey Pires, die besser bekannt sind als The Last Internationale, des Themas angenommen und covern People, Let‘s Stop The War. Begleitet werden sie dabei von Billy Sheehan am Bass und Schlagzeuger Ray Luzier. Das Stück hat nichts an Aktualität verloren. Die Band The Last Internationale, die auch ein Album mit Tom Morello von Rage Against The Machine aufgenommen hat, ist bekannt für sozialkritische Texte, die sich gegen Krieg und Machtmissbrauch aussprechen und die Armut, die Arbeiterklasse und die Situation der Ureinwohner zum Thema haben.

Posted by: eleucht | 15. Juni 2026

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully


Katzen sind als Einzelgänger bekannt, die ihre Freiheit und Unabhängigkeit schätzen. Inzwischen gilt es aber als erwiesen, dass Katzen auch innige Beziehungen aufbauen können. Studien haben gezeigt, dass Katzen nach einem Besitzerwechsel beim Wiedersehen mit dem vorherigen Besitzer zuerst auf diesen zugehen und danach erst ihre Umgebung in Augenschein nehmen. Das lässt darauf schließen, dass der Mensch für sie eine Bezugsperson ist, der sie vertrauen. Ich denke, die meisten Katzenbesitzer wissen von dieser Bindung, die die Samtpfötchen zu ihnen haben. Meine eigenen Erfahrungen mit Mulder und Scully bestätigen das ebenfalls.

Posted by: eleucht | 14. Juni 2026

Classic Rock Sunday

Frampton Comes Alive war eines der erfolgreichsten Live-Doppelalben der Musikgeschichte. Das war genau dieses Album, in dem Peter Frampton die sogenannte Talkbox populär machte, ein Effektgerät, mit dem man über einen Schlauch im Mund den Klang der Gitarre modulieren kann. Wer erinnert sich: Do You Feeeeel Like We Do? Das Album bescherte Peter Frampton, der seine ersten musikalischen Erfahrungen bei The Herd und Humble Pie sammelte, große Hits wie Baby, I Love Your Way und Show Me The Way. Mit späteren Arbeiten konnte er nie wieder an diese Erfolge anschließen. Vielleicht auch deshalb, weil er vom Musikbusiness als Teenie-Star gehypt wurde und deswegen seine Selbstachtung verlor. Was schließlich in die Drogensucht führte.

Vor einigen Jahren wurde bei Peter Frampton eine seltene Muskelkrankheit festgestellt. Was für jeden Gitarristen das Ende bedeuten kann. Doch nun hat er ein neues Album veröffentlicht, Carry The Light, in dem er musikalisch zu alter Größe findet. In dem Stück Breaking the Mold wird Peter Frampton von einer anderen Legende begleitet, Sheryl Crow.

Posted by: eleucht | 11. Juni 2026

Abendlicher Farbenzauber

Der Zauber aus Regen und Sonnenschein an einem Abend wie diesem.

Posted by: eleucht | 8. Juni 2026

„Samson und das Galizische Bad“ – Andrej Kurkow


Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

Der Autor Andrej Kurkow wurde 1961 in St. Petersburg geboren. Seit seiner Kindheit lebt er in Kyjiv. Er schreibt in russischer Sprache und zählt trotzdem zu den erfolgreichsten Autoren der Ukraine.

Der Ermittler Samson Koletschko ist die Figur einiger Romane von Kurkow, die nicht nur Krimivergnügen sind, sondern auch ein Sittengemälde des Kiew in der Zeit der Zwanzigerjahre des vorigen Jahrhunderts. Das war vor allem eine Zeit des Umbruchs. Zwischen Schwarzmarkt, Rotarmisten und der Geheimpolizei Tscheka ermittelt Samson, der in einem Revier der Miliz arbeitet, in einem Fall, in dem 28 Rotarmisten auf unerklärliche Weise aus einem Dampfbad verschwunden sind. Die politischen Vertreter des neu entstehenden Sowjetstaates vermuten ein politische Komplott. Der Leser begegnet während Samsons Ermittlungen vielen grotesken Charakteren, die typisch sind für die russische Welt in dieser Zeit. Samson stößt im Zusammenhang mit seiner Arbeit auf einen Fall, in dem mehrere Kilo schwarzen Kaviars gestohlen wurden. Doch in dieser speziellen Sache ermittelt die Tscheka. Die mögen es naturgemäß gar nicht, wenn andere Leute ihre Nase in ihre Angelegenheiten stecken. Großartig und schaurig, wie der Autor jedes Zusammentreffen von Samson mit der Tscheka schildert. Da kommt es zu Szenen, die an Absurdität kaum zu übertreffen, aber doch ganz einfach typisch für einen Überwachungsstaat sind, wie er damals am Entstehen war. Auch sonst spart Kurkow nicht mit skurrilen Einfällen, was die Lektüre dieses ungewöhnlichen Krimis aus den Anfangsjahren der Sowjetunion zu einem großen Lesevergnügen macht. Wenn man dabei unausweichlich Vergleiche zur heutigen Situation im Lande zieht, so ist das vom Autor bestimmt nicht ungewollt.

Posted by: eleucht | 7. Juni 2026

Classic Rock Sunday

Am 19. April dieses Jahres schied der Gitarrist und Sänger Dave Mason mit 79 Jahren aus dem Leben. Er stand eigentlich nie in der ersten Reihe der Rock- und Popelite, aber er spielte mit allen, die Rang und Namen hatten im Musikbusiness.

Er begann als Roadie für die Spencer Davis Group, dann führte ihn sein Weg direkt in die Supergroup Traffic. Dabei steuerte er unter anderem den Hit Hole In My Shoe bei. Meinungsverschiedenheiten mit Traffic-Mastermind Steve Winwood führten schließlich zu Masons Ausstieg bei Traffic. Während dieser Auszeit produzierte er das Debüt-Album von Roger Chapmans Band Family. Kurz danach wurde Mason wieder Mitglied bei Traffic. Seine Komposition Feelin‘ Alright wurde in der Version von Joe Cocker ein Riesenhit. Später veröffentliche Dave Mason mehrere Soloalben, außerdem war er ein begehrter Studiomusiker. Die Liste der Künstler, mit denen er in irgendeiner Weise zusammenarbeitete, liest sich wie das Who‘s Who der der Rock- und Popmusik, Jimi Hendrix, Eric Clapton, Joe Cocker, David Crosby, Graham Nash, Leon Russel, George Harrison und Paul McCartney. 1993 schloss sich Dave Mason Fleetwood Mac an und spielte auf dem 1995 erschienen Album Time mit, bevor er mit bewährten Musikern aus der Szene eine eigene Band gründete.

Hier gibt es zur Erinnerung an einen der Großen der Rockszene sein Stück We Just Disagree aus dem Jahr 1977.

Posted by: eleucht | 5. Juni 2026

Goldene Zeiten

In wenigen Tagen schon beginnt die Fußballweltmeisterschaft. Es wird mit absoluter Sicherheit die größte, erfolgreichste und beste Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten werden, findet sie doch in Kanada, Mexiko und dem Land mit dem größten, erfolgreichsten und besten Präsidenten, den die Welt je gesehen hat, statt. Der größte Fußballexperte in Orange bekam vom FIFA-Boss Infantino höchstpersönlich sogar einen eigens für ihn kreierten Friedenspreis überreicht. Der ungefähr die gleiche Bedeutung haben könnte, wie ein Preis, den man sich aus einem Kaugummiautomaten angeln kann. Den hat sich der größte Kriegebeender aller Zeiten redlich verdient, bevor er einen neuen Krieg begonnen hat.

Vor allem wird diese Fußballweltmeisterschaft die teuerste Fußballweltmeisterschaft aller Zeiten werden. Zumindest für die Fans, für die Besucher. Bei den exorbitanten Preisen, mit denen die Tickets gehandelt werden und die dabei jedes Maß zu überschreiten drohen, sollte man den Leuten, die eines der begehrten Tickets erstanden haben, nun wirklich etwas Besonderes bieten, nicht wahr? Wirklich mal etwas Großes jenseits der Vorstellungskraft der Besucher eines Drittligaspiels, dafür aber ganz im Sinne des größten Präsidenten aller Zeiten und aller bekannten Welten dieses Universums. Ich erwarte da mindestens ein goldenes Stadion. Und auch der Ball sollte natürlich aus purem Gold bestehen.

Ich warte auf den Moment, in dem der erste Spieler dagegen tritt.

Uns erwarten goldene Zeiten.

Posted by: eleucht | 2. Juni 2026

World Through My Eyes

Man lernt nie aus, auch im Alter kann man noch neue Bands kennenlernen, selbst wenn diese schon seit Jahren existieren. Denn ich muss gestehen, dass mir RPWL bisher unbekannt waren. Prog Rock oder Art Rock aus Deutschland gab es zur Zeit des Krautrocks jede Menge, stellvertretend seien hier Novalis oder Triumvirat genannt. Aber der Prog lebt auch heute noch in Deutschland. Und RPWL aus Freising gehören auf jeden Fall in die erste Liga dieser Musikrichtung. Ich hatte am letzten Sonntag die Gelegenheit, sie live im Neuberinhaus in Reichenbach zu erleben, wo sie während ihrer World-Through-My-Eyes-Tour Station machten. Und was soll ich sagen, ich war vom ersten Ton an begeistert. Lange, komplexe Stücke, wie man sie von einer Band wie dieser erwartet, virtuos vorgetragen und mit hintergründigen, oftmals ambivalenten Texten unterlegt. Und natürlich bekommt jeder Musiker die Möglichkeit auf seinem Instrument zu brillieren (ein Begriff, den man im Zusammenhang mit Prog Rock durchaus verwenden kann). Zwei Backgroundsängerinnen gehören zur Band, die den Stücken einen eigenen Stil und viel Wärme verleihen. Auch diese beiden bekommen ihre ganz besonderen Momente während des Konzertes.

RPWL haben ihren eigenen Stil gefunden, in den sich auch schon mal Beatles-Harmonien verirren und indische Klänge einfließen, sie dürften sich nun irgendwo zwischen IQ und Jadis eingerichtet haben. Immer wieder bricht in ihren Stücken auch einiges an Pink Floyd durch, sei es wegen der Stimmlage des Sängers Yogi Lang oder wegen der jubilierenden Gitarrenparts des Gitarristen Kalle Wallner, die an David Gilmour gemahnen.

Insgesamt ein großartiger Abend mit Musik und der Erkenntnis, auch in Deutschland lebt der Prog.

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