Posted by: eleucht | 9. April 2025

„Der Mann aus einer anderen Welt“ – Simon Lokarno


Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

Wenn sich ein Verlag den Namen REDRUM gibt, dann weiß der Stephen-King-Fan natürlich sofort, was ihn erwartet – Horror vom Feinsten. Was sich im Falle dieses Romans, auf den ich dank des Blogs von Buchkomet https://buchkomet.wordpress.com/ aufmerksam geworden bin, hundertprozentig bestätigte. Der Autor kommt dem Stil des Meisters schon sehr nahe, ohne ihn zu kopieren, was vor allem eine tiefgründige Bearbeitung des Themas und einen spannungsgeladenen Plot verspricht.

Eines schönen Tages fallen die Menschen dieser Welt plötzlich in einen tiefen, komatösen Schlaf. Bis auf einen, Joshua Mantula, der ein Start-up-Unternehmen führt. Neben ihm treibt noch ein anderer „Überlebender“ sein Unwesen, ein Wissenschaftler, der eine Spur mörderischer Gewalt hinter sich herzieht. Und Joshua, den er seltsamerweise verschont, erfährt von diesem, dass doch alles um sie herum gar nicht wirklich ist.

Während nicht nur der Mond am Himmel explodiert, sondern die ganze Welt um Joshua herum am Zusammenbrechen ist, wird sie von seltsamen, gefährlich anmutenden Kreaturen heimgesucht, die anscheinend Jagd auf ihn machen. Als es ihnen schließlich gelingt, seiner habhaft zu werden, befördern sie ihn in eine andere Welt. Um ihn zu retten? Doch das Leben in dieser Welt in einem anderen Universum, die der Erde verdammt ähnlich ist, ist noch schrecklicher und gefährlicher als in seiner Heimatwelt. Es scheint, als hätten sich die Tore der Hölle geöffnet.

Als Joshua schließlich anfängt, einem Wissenschaftler in dieser fremden Welt zu vertrauen, erfährt er die Wahrheit über den Zustand dieser und jenseitiger Welten. Und es sind keine erfreulichen Nachrichten. Joshua ist gezwungen, eine Entscheidung zu treffen, um diese Welt vor dem endgültigen Untergang zu retten, er muss in der Zeit zurückgehen und den Menschen früherer Zivilisationen Ethik und Moral vermitteln, was nur mit Hilfe der Religion funktionieren kann. Die Entscheidung wird ihm nicht schwerfallen, da der Stützpunkt, in den er sich geflüchtet hat, von mordenden Heerscharen eines barbarischen Stammes überrannt wird.

Das Ende des Romans war für mich dann nicht ganz so überraschend, es hat sich im Laufe der Handlung angedeutet, worauf das alles hinausläuft. Dem Lesevergnügen hat das aber keinen Abbruch getan.

Mein Fazit zum Schluss, den Roman sollten nur hartgesottene Fans des Genres lesen.


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