Posted by: eleucht | 17. Dezember 2025

Weihnachtsstimmung

Diesen Beitrag muss ich als Werbung kennzeichnen, da ich in der nachfolgenden Anthologie mit einem Text vertreten bin.

Ja, ich weiß, die Weihnachts-Anthologie 2025, herausgegeben von Thomas Opfermann, hatte ich vor wenigen Tagen schon einmal im Zusammenhang mit meinem Beitrag dazu im Blog vorgestellt. Ich finde, sie ist es wert, noch einmal als Ganzes betrachtet zu werden. Wenn es auf der Rückseite des Covers heißt, dass 44 Autorinnen und Autoren die Leser mit ihren Gedichten und Kurzgeschichten in weihnachtliche Stimmung versetzen, so ist das keineswegs übertrieben. Der Herausgeber hat eine hervorragende Auswahl getroffen, die dem Leser einen differenzierten Blick auf das Fest der Feste ermöglicht und dabei auch die Sehnsucht nach einem friedlichen und besinnlichen Weihnachtsfest weckt. Gerade in diesen ungewissen und unruhigen Zeiten, in denen sich der Wahnsinn weltweit ungebremst auszubreiten scheint, in denen Lügen und Hass jeden Diskurs bestimmen und die Nachrichten die Menschen auf die eine oder andere Art eher verstören, kann es geschehen, das sich der Blick auf die Welt und die Menschen trübt und das Weihnachtsgefühl, wie wir es aus früheren Zeiten kennen, einfach verloren geht.

Ein Büchlein wie dieses kann dabei helfen, dieses Gefühl, das man durchaus nostalgisch nennen kann, zurückzubringen. Die darin versammelten Gedichte und Kurzgeschichten wirken auf einer emotionalen Ebene und zeugen vor allem von der Erfahrung mit dem Schreiben von Texten der vertretenen Autorinnen und Autoren. Sei es die berührende Geschichte, wie der Weihnachtsstern zu seinem Namen kam, sei es die fantasievolle Geschichte, in der jenseits des lärmenden Trubels und des Farbenrausches der großen Weihnachtsmärkte im dunklen Teil der Stadt ein alter, vergessener Spielzeugladen zu neuem Leben erwacht und ein Puppenspieler mit seiner Marionette die Augen eines kleinen, traurigen Mädchens wieder zum Leuchten bringt, oder sei es die Geschichte einer Puppe, die als Weihnachtsgeschenk in den Wirren des Weltkriegs verloren ging und nach einer jahrelangen Odyssee durch die ganze Welt zu ihrer ursprünglichen Besitzerin zurückkehrte. Keines der Gedichte und keine der Geschichten, ob sie lustig, nachdenklich, ironisch, provozierend oder einfach nur voller Gefühl sind, wird den Leser unbewegt lassen. Ein Weihnachtsbüchlein jenseits des üblichen Weihnachtskitsches und jenseits des Mainstreams und der Bestsellerlisten, das nichts anderes möchte, als Weihnachtsstimmung zu verbreiten.


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