Bei AC/DC führt der Highway bekanntlich direkt in die Hölle, in Nina Hagens neuem Album folgt man dem Highway dagegen in die entgegengesetzte Richtung, in den Himmel. Highway To Heaven ist nach Personal Jesus das zweite Album von Nina Hagen, auf dem sie Coverversionen spiritueller Lieder singt.
Die Ziehtochter von Wolf Biermann, deren DDR-Erbe der unsägliche Farbfilm ist, den ein gewisser Michael vergessen hat, reiste 1976 nach Westberlin aus. Dort trimmte sie die Politrockband Lokomotive Kreuzberg auf Punk. Die Zusammenarbeit mit der exzentrischen Künstlerin setzte dem Projekt jedoch bald ein Ende, aus der Nina Hagen Band wurde Spliff, die große Erfolge feiern konnten, aus der Sängerin wurde die Godmother des Punk.
Spiritualität hat im Leben Nina Hagens schon immer eine große Rolle gespielt, sodass ein Album mit Gospelsongs nicht wirklich überraschend für sie ist. Überraschend sind höchstens zwei Duett-Partnerinnen auf dem neuen Album, die man eher im Schlager verortet, Gitte und Nana Mouskouri.
So wie Nina Hagen über ein enorm breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten verfügt, so kontrovers endeten manche Fernsehdiskussionen mit der Exzentrikerin.
Everybody Gonna Have A Good Time Up There sangen auch schon Johnny Cash und Pat Boone.
