Verfasst von: eleucht | 15. März 2021

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Katzen sind, was ihre Klos, ihre Fressnäpfe, Schlafplätze und ihr eigenes Fell betrifft, bekanntermaßen wahre Sauberkeitsfanatiker. Eine aufgeräumte Umgebung ist allerdings nicht ihr Ding. Im Chaos liegt die Faszination. Da sind geheimnisvolle Kartons, die es zu erkunden gilt, herumliegende Kleidungsstücke und Schuhe müssen beschnuppert werden. Dergleichen Veränderungen in der Wohnlandschaft, zum Beispiel beim Reinigen oder Saubermachen, bieten Spannung und sorgen für Beschäftigung.

Verfasst von: eleucht | 14. März 2021

Classic Rock Sunday

„One of these days“ ist ein Instrumental von Pink Floyd, dem mein Blog seinen Namen verdankt. Mit diesem Stück beginnt das Album „Meddle“. Ich hörte es zum ersten Mal allerdings in einer Live-Version aus dem Doppelalbum „Umma Gumma“. Dieses Album bekam ich an einem Ort und zu einer Zeit, wo man am wenigsten damit rechnete, während meines Wehrdienstes. Und zwar bei der NVA. Da gehörten Pink Floyd & Co ja eher zum Feindbild der ideologisch gestählten Vorgesetzten. Dass ich in den Besitz dieses Album kam, verdanke ich einem gewissen Johannes Heisig, dem Sohn des damals schon bekannten DDR-Malers Bernhard Heisig. Der verbrachte dort sein drittes und letztes Diensthalbjahr, ich mein erstes. Die Bekanntschaft mit Johannes Heisig gehört zu den schönen und angenehmen Erinnerungen dieser achtzehn Monate, die nicht gerade reich waren an schönen Momenten. Johannes Heisig hat sich später dann selbst einen Namen als Maler gemacht.

Der Preis für dieses Doppelabum war nicht unerheblich. In Sachen West-Schallplatten hatte sich bereits die Marktwirtschaft in der DDR durchgesetzt. Für das Doppelalbum berappte ich zwei Mal den Sold eines Monats. Aber Pink Floyd, zu jener Zeit das Maß aller Dinge, waren es wert. West-Schallplatten aus einer DDR-Kaserne zu schmuggeln war ein Kapitel für sich, es ging jedenfalls gut. Und zu Hause liefen die Platten auf Heavy Rotation.

Platte 1 enthält Live-Versionen verschiedener Pink-Floyd-Stücke wie „One of these Days“, „Set the Controls for the Heart of the Sun“ usw., auf der zweiten Platte gibt es Studioproduktionen, die teilweise sehr experimentell klingen, wobei jeder der vier Musiker etwas beisteuerte.

In dem Instrumental ist kurz eine Stimme zu hören, die verspricht: „One of these days I’m going to cut you into little pieces.“

Verfasst von: eleucht | 12. März 2021

„Sleeping Beauties“ – Stephen King & Owen King

Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

„Sleeping Beauties“ könnte der Roman von Stephen King sein, der die Frauen und ihre Bedeutung für die Gesellschaft würdigt. Natürlich tut King das auf seine eigene, ganz besondere Weise. Er hat den Roman auch nicht allein geschrieben, sondern zusammen mit seinem jüngeren Sohn Owen. Man kann davon ausgehen, dass Ähnlichkeiten mit dem realen, von alten weißen Männern dominierten Amerika des Donald Trump nicht rein zufällig sind. Das umfangreiche Werk erschien 2017 in den USA, die deutsche Übersetzung 2019. Da war von einer Pandemie noch nichts bekannt. Und trotzdem beschreibt der Autor eine unnatürliche Erscheinung, die sich auf der ganzen Welt ausbreitet und einer Pandemie nicht unähnlich ist. Natürlich sind die Hintergründe und Ursachen im Falle eines Stephen King immer übernatürlicher Art. Eine geheimnisvolle Frau namens Evie Black, die praktisch aus dem Nichts kam, verfügt über außerordentliche Fähigkeiten und soll etwas mit dem weltweit sich ausbreitenden Phänomen zu tun haben. Es ist in den Romanen von Stephen King nicht unüblich, dass sich in einer amerikanischen Kleinstadt das Schicksal der ganzen Welt entscheidet. Das ist ein probates Stilmittel, weil es dem Autor die Möglichkeit gibt, dem Leser gesellschaftliche Entwicklungen wie durch ein Brennglas betrachten zu lassen.

Wenn Frauen in den Schlaf fallen, so wachen sie plötzlich nicht wieder auf. Ihre Gesichter und Körper verschwinden hinter dem Gespinst eines Kokons. Versucht man diesen zu entfernen, verwandeln sich die betroffenen Frauen in gewalttätige Bestien. Die schlafenden Frauen selbst finden sich jedoch bald in einer Parallelwelt wieder. Dort erwartet sie ein besseres Leben ohne Männer. Einer der Hauptschauplätze des Romans ist das Frauengefängnis in der Kleinstadt Dooling. Denn dort landet auch die bewusste Evie Black. Die Schicksale, die die Frauen ins Gefängnis gebracht haben, sind sehr vielfältig, doch in fast allen Fällen spielen Männer dabei eine unrühmliche Rolle. Die Geschichten der Frauen, die der Leser erfährt, spiegeln auf drastische Weise wider, wie es in einer von Männern beherrschten Gesellschaft läuft.

Werden die Frauen in der neuen Gemeinschaft ohne Männer das Glück finden und eine bessere Welt aufbauen? Und wie werden die Männer, plötzlich von Frauen, Müttern und Töchtern verlassen, reagieren? Sie greifen zu den Waffen und gehen aufeinander los. Jeder der verfeindeten Gruppen glaubt sich im Recht.

Vielleicht siegt am Ende ja doch die Vernunft, denn die Einsicht, dass die Welt ohne Frauen keine Perspektive hat, kommt spät, aber hoffentlich nicht zu spät. Letzten Endes aber haben die Frauen allein zu entscheiden, in welcher Welt sie leben wollen. Evie Black ist kein Monster, sie ist bereit, bei der Entscheidungsfindung tatkräftig zu helfen. Dabei macht sie es den Männern alles andere als leicht. Eine falsche Entscheidung, und es gibt kein Zurück.

Trotz der fast tausend Seiten ist „Sleeping Beauties“ eine fesselnde Lektüre, die einen nicht wieder loslässt. Und manchmal ist es tatsächlich so, als ob man in einen Spiegel blickte. Falls die Kings das beabsichtigt haben, und davon kann man eigentlich ausgehen, dann ist es bestens gelungen.

Verfasst von: eleucht | 10. März 2021

„Detroit Stories“ – Alice Cooper

Die CDs, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu Künstlern, Agenturen, Platten- oder Vertriebsfirmen.

„Detroit Stories“ ist eine Hommage von Alice Cooper an seine Geburts- und Heimatstadt. Er ist inzwischen 73 Jahre alt und hat mit dieser Arbeit die Spitze der deutschen Album-Charts erreicht. Zum ersten Mal übrigens. Er weiß auch um seine treue Fangemeinde in Deutschland.

Mit Alice Cooper ist stets der Begriff Schock-Rocker verbunden. Dabei ist der Musiker weit mehr als das. Und wer seine Shows kennt, weiß, dass bei Alice Cooper trotz der oftmals makaberen Szenen am Ende immer das Gute siegt. Alice Cooper hat ein Genre geprägt, und er ist noch immer das Original. Abgesehen davon ist Alice Cooper schließlich nur eine Figur, die einzig auf der Bühne existiert und nur auf der Bühne funktionieren kann. Über das Privatleben des Menschen hinter der Figur, Vincent Damon Furnier, ist nicht allzu viel bekannt, es ist eigentlich völlig unspektakulär, von ein paar Alkoholexzessen in der Vergangenheit einmal abgesehen. Davon hat sich Alice Cooper längst erholt. Er ist seit 1976 verheiratet, und zwar mit der selben Frau. Seine Passion ist das Golfspielen, und darin ist er richtig gut.

Die Musik auf „Detroit Stories“ ist natürlich von der Stadt geprägt, und die hat eine reiche musikalische Vergangenheit. Los geht es mit „Rock & Roll“ von Lou Reed, in „1000 $ High Heel Shoes“ schleicht sich eine gehörige Portion Funk, „Drunk And In Love“ ist ein richtig schwerer Blues, in dem auch die Mundi nicht fehlt. Bei aller Härte ist der Rock von Alice Cooper wie meist auch sehr melodiös, vielfach unterlegt mit Background-Chören. „Hanging On By A Threat“ ist für alle, deren Leben auf des Messers Schneide steht. „Don’t Give Up“ will Alice Cooper all jenen darin Mut machen und meldet sich am Ende des Songs noch einmal persönlich, um die Nummer der Hotline der Selbstmordhilfe in Detroit zu nennen. „I Hate You“ ist ein witziges Stück, in dem sich Alice Cooper und seine Musiker gegenseitig an den Kopf werfen, was sie an dem jeweils anderen hassen. „Sister Anne“ zeigt auch den inneren Wandel von Alice Cooper, er singt über eine Frau, die auf den rechten Weg gefunden hat und nun auch die Seelen anderer Menschen retten kann. „Shut Up And Rock“ ist ein Statement, dass ein Rock’n’Roller sich besser aus der Politik raushalten und es ihn auch nicht unbedingt interessieren sollte, welche Farbe für eine Gucci-Geldbörse die richtige ist. Er soll verdammt noch mal nichts anderes tun, als seinen Job machen und rocken. Das Album endet mit der „East Side Story“ von Bob Seger.

Mit 15 Titeln gibt es reichlich Stoff zum Hören. Früher hätte man daraus wahrscheinlich ein Doppel-Album gemacht. Wegen des Lockdowns kann Alice Cooper nicht auf Tour gehen, weswegen er offenbar viel Zeit für die Studioarbeit hatte. Seine Fans wird’s freuen. An der Produktion beteiligt waren unter anderen übrigens Wayne Kramer von der Detroiter Kultband The MC 5 sowie seine Alice Coopers Frau Sheryl und Tochter Calico, die früher schon an den Shows ihres Vaters mitwirkte. Produziert hat das Album Langzeit-Kumpel Bob Ezrin. Da bleibt am Ende nur zu sagen: „Shut up and rock“.

Verfasst von: eleucht | 7. März 2021

Classic Rock Sunday

Jim Croce begleitet mich nun auch schon durch mein Leben, seit ich anfing, mich für Musik zu begeistern, und noch immer finde ich seine Songs großartig. Dabei ist der Singer-Songwriter 1973 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Da war 30 Jahre alt und gerade auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Ihn selbst, in dessen Leben es an Flops nicht mangelte, dürfte der Erfolg wohl am meisten überrascht haben. Es war die Zeit der Geschichtenerzähler, der oftmals so sanftmütigen Sänger wie James Taylor, Lobo, Gordon Lightfoot oder Jackson Browne. Zu denen mochte Jim Croce gar nicht so recht passen, denn seine Songs waren anders, vor allem die Figuren, die er darin beschrieb. Es waren die Leute, die auf der Schattenseite des Lebens ihr Dasein fristeten und oft genug das Licht der Öffentlichkeit scheuten, Ganoven, Herumtreiber usw. Ein gutes Beispiel ist die Geschichte von „Bad Bad Leroy Brown“, das die Spitze der Charts erreichte und auch in Deutschland ein Hit wurde. Sie berichtet von einem üblen Zeitgenossen aus der Southside of Chicago, wie er von den Männern gefürchtet und von den Frauen bewundert wird. Auch „Time in a Bottle“ wurde posthum ein Nummer 1 Hit für Jim Croce.

Nach dessen Tod veröffentlichte die Plattenfirma schnell noch das Album „I Got A Name“, das kurz vor dem Unfall noch fertiggestellt worden war. Die Texte dieses Albums waren nachdenklicher, die Songs weicher geworden. Auf jeden Fall gehört Jim Croce zu den ganz Großen der Songpoeten und Storyteller. Diese Musik ist zeitlos.

Verfasst von: eleucht | 2. März 2021

Frühlingssonntag in Plauen

Die Ruine des alten Stadtschlosses liegt im vorfrühlingshaften Sonnenschein. Immer mehr des alten Gemäuers kommt zum Vorschein. Die Arbeiten an den Terrassen gehen gut voran. Bepflanzt werden sie einen schönen Anblick bieten.

Die Bahnhofstraße, die Plauener Flanier- und Shoppingmeile, wirkt an einem sonnigen Sonntagnachmittag wie diesem beinahe verlassen.

Das Vogtland ist noch immer Corona-Hotspot in Sachsen. Das Öffnen der Friseure am Montag stand deswegen schon wieder mal auf der Kippe. Das Vogtland ist seit gut einer Woche nun auch Testregion für Corona-Schnelltests. Ein sogenanntes Pilotprojekt. Man darf sich zwei Mal pro Woche kostenfrei auf Corona testen lassen. Pilotprojekt? Tatsächlich? Praktiziert das, verbunden mit anderen sinnvollen Maßnahmen, nicht schon seit Monaten der Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, der nicht immer unumstrittene Boris Palmer? Und kommt der seitdem nicht auch vergleichsweise gut durch die Krise? Wieso also Pilotprojekt? Wieso kann man – in einer Krise zumal – nicht auch auf die Erfahrungen anderer zurückgreifen?

Nun ja, am Freitag jedenfalls wurde vom Landratsamt bekannt gegeben, dass die Dienstleistungen der am Montag wieder öffnenden Friseure an einen negativen Corona-Test gebunden zu sein haben. Gerade noch rechtzeitig, damit das Chaos vorprogrammiert war. Lange Schlangen an den Schnelltestzentren, Wartezeiten von zwei Stunden und mehr. Zahllose Absagen von Friseurterminen, weil man keinen Schnelltest machen konnte oder wollte, gerade von älteren Menschen, denen der Weg zu weit war oder die nicht mobil sind. Ziviler Ungehorsam trifft Kulanz, der eine oder andere Friseursalon bietet die Dienstleistung in dieser ersten Woche auch ohne Test an. Natürlich kann man auch einfach in den Nachbarkreis fahren und sich dort die Haare schneiden lassen. Ein Salon in Greiz kann sich vor Terminanfragen kaum mehr retten. Man könnte die Haare aber auch einfach wachsen lassen und ein Hippie-Revival feiern.

Immerhin, Vater und Sohn, die beiden liebenswerten Figuren des Plauener Zeichners Erich Ohser, stehen einträchtig auf der Bahnhofstraße zusammen und demonstrieren Vogtland-Einigkeit – der Vater mit einem Kasten Sternquell Bier aus Plauen, der Sohn mit Sprudel aus Bad Brambach.

Verfasst von: eleucht | 1. März 2021

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Wenn Katzen schlafen oder dösen, reagieren sie kaum oder gar nicht, wenn man sie beim Namen ruft. Das tun nur ganz junge und unerfahrenen Kätzchen in Erwartung eines neuen Abenteuers. Die erfahrenen Tiere öffnen, wenn man Glück hat, nur ganz langsam die Augen und erheben sich gemächlich. Wenn überhaupt. Dann wird die Lage gecheckt. Sie haben im Laufe ihres Lebens gelernt, dass es sich nicht lohnt, sofort auf Zuruf zu kommen. Sich Zeit lassen, bedeutet oftmals gar ein Leckerli oder mehr Streicheleinheiten.

Verfasst von: eleucht | 28. Februar 2021

Classic Rock Sunday

Nein, Klassiker der Pop- oder Rockmusik hat Buzzy Lee noch nicht geschrieben. Dafür ist sie erstens auch mit 30 Jahren noch viel zu jung und zweitens noch gar nicht so lange im Musik-Business. Dafür ist ihr Vater bekannt für wahre und nicht wenige Filmklassiker. Bei dem handelt es sich nämlich um Steven Spielberg. Sasha Spielberg, so der bürgerliche Name von Buzzy Lee, wuchs unter großen Filmenthusiasten auf und übte schon mit sechs Jahren fleißig für ihre Oscar-Rede. Dass es dazu aber nicht kam, hat vor allem damit zu tun, dass sie es irgendwann satt hatte, nur die Promitochter zu sein. Rebellion gegen die Eltern war der Grund, dass sie Literatur studierte. Außerdem fühlte sie sich, und das trotz einiger Kurzauftritte in Filmen, zur Musik hingezogen. Mit ihrem Bruder gründete sie eine Indie-Band. Ihr Debüt-Album wollte sie unbedingt in Europa produzieren. Sie entschied sich für Turin. Die intime Stimmung des Albums und die großartige Stimme der Sängerin erinnern in ihren besten Momenten an Kate Bush. Das Video von „Strange Town“ tut das auch.

Verfasst von: eleucht | 22. Februar 2021

Frühlingshafter Wintertag

Am vorletzten Wochenende herrschten Temperaturen um -13°C, der Schnee lag mancherorts kniehoch. Und plötzlich explodierte der Frühling in der eisigen Kälte, die Luft, die aus der Sahara kommt, bringt nicht nur Sand, sondern auch Wärme. Und Eis und Schnee beginnen zu tauen. Der Boden nimmt das Wasser dankbar auf. Nach den trockenen Sommern hat er das auch dringend nötig.

Auch in Schöneck, dem schneesicheren Ort des Vogtlands, schwindet die weiße Pracht mehr und mehr. Der Schnee wird sich wohl angesichts leerer Pisten fragen, was er hier soll. Das IFA-Ferienhotel auf der Hohen Reuth ist geschlossen, die 300 Zimmer stehen leer, es gibt keine Gastronomie. Winterschlaf hält das Hotel dennoch nicht, man ist gerade dabei, die Brandschutztechnik zu erneuern. Und hofft auf Ostern.

Der Hang vor dem Hotel lädt geradezu zum Skifahren ein. Doch man begegnet höchstens Leuten, die mit ihren Hunden Gassi gehen oder Spaziergängern. Normalerweise ist das ein belebter Ort, vor allem an Wochenenden und bei solch einem prächtigen Wetter. Der Landrat hat wegen der noch hohen Inzidenzwerte von einem Besuch des Vogtlands abgeraten. Der Winterschlaf ist im Vogtland noch nicht zu Ende.

Verfasst von: eleucht | 21. Februar 2021

Classic Rock Sunday

„Zeit, die nie vergeht“, so könnte ein Lied heißen, das gute Chancen hätte, zum Soundtrack des Lockdowns zu werden. Irgendwie aber vergeht die Zeit trotzdem viel zu schnell, der Tag hat leider noch immer nur 24 Stunden.

„Zeit, die nie vergeht“ ist aber schon ein echter Klassiker des Ostrocks, 1985 von Michael Barakowski geschrieben und von der Gruppe Perl interpretiert. Diese Band stand bei mir persönlich zwar nie so im Fokus des Interesses, der Song aber hatte Ohrwurmqualität, an dem kam man damals einfach nicht vorbei. Kein Wunder, dass er auch schon mehrmals gecovert wurde.

Neu eingespielt wurde dieses Stück Pop-Geschichte nun von Frank Pänke und Dan Lucas. Frank Pänke lebt im vogtländischen Bad Elster, hat einen Caddy zu einem Mini-Wohnmobil umgebaut und darin Kameras und Mikrofone installiert. Im Rahmen seiner Road-Trip-Tour interviewt er darin Promis aus der Musikszene. Die Videos kann man auf YouTube ansehen. In den Sitzen des Caddys landete unter anderen auch schon Dan Lucas, der Sieger von The Voice Senior 2019. Dan Lucas, der mit bürgerlichem Namen Lutz Salzwedel heißt, hat eine rockige Vergangenheit, ersetzte er doch für zwei Jahre Peter Gläser bei der Kultband Karussell, bevor er 1985 – dem Jahr, in dem „Zeit, die nie vergeht“ erschien – aus der DDR flüchtete.

Die rockige Neufassung des Stücks entstand in den Studios von Frank Pänke in Bad Elster und Dan Lucas in München.

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