Verfasst von: eleucht | 25. Dezember 2020

Merry Christmas

Die Kirche St. Jacobi in Pandemiezeiten. Abstand halten, Masken tragen. Predigt und Krippenspiel auf der Leinwand, Orgelspiel inklusive. Der weihnachtlichen Stimmung tut das keinen Abbruch.

Das Weihnachtslied kommt heute aus Tucson, Arizona. Die Band Calexico covert John Lennons „Happy Xmas (War is Over)“. Sie tun das mit dem nötigen Respekt und bleiben ganz nahe am Original dran.

Verfasst von: eleucht | 24. Dezember 2020

Katzen und die Weihnachtskrippe

In der traditionellen Weihnachtskrippe finden sich für gewöhnlich keine Katzen. In der Überlieferung ist auch keine Rede von ihnen. Man kann aber durchaus davon ausgehen, dass im Stall von Bethlehem zu Jesu Geburt Katzen zugange gewesen waren. Zu jener Zeit hatten sich Falbkatzen schon jahrhundertelang den Menschen in Sinai und dem Westjordanland angeschlossen. An Mäusen mangelte es gerade in Ställen zu jener Zeit bestimmt nicht, sodass sich Katzen dort sehr nützlich machen konnten.

Die Weihnachtskrippe der Gegenwart muss von Mulder natürlich genau auf Spielzeugtauglichkeit inspiziert werden. Die Figuren eignen sich bestens dazu. Besser ist es also, sie festzukleben. Ist die Krippe groß genug, halten Katzen sie auch gerne für Höhlen, die natürlich nur für gebaut worden sind.

In diesem Sinne FROHE WEIHNACHTEN für alle Feunde, Leser und Follower meines Blogs.

Verfasst von: eleucht | 21. Dezember 2020

Der Geist der diesjährigen Weihnacht

Wie würde der Geist der Weihnacht des Jahres 2020 aussehen, wenn er heute Mister Scrooge heimsuchen sollte? Blass, fahl, unsichtbar gar? Verbittert, einsam? Das auf jeden Fall. Würde er eine Maske tragen, um sich vor dem bei den Menschen grassierenden Virus zu schützen? Niemand möchte ihm die Hand schütteln und er hätte wenig zu sagen. Oder? Außer vielleicht das, was auch Mister Scrooge sagen würde: Humbug.

Vor dem historischen Rathaus in Plauen erstrahlt der Weihnachtsbaum im festlichen Lichterglanz. Auf dem Platz davor sollte eigentlich reges Treiben herrschen. Doch es gibt nirgendwo Weihnachtsmärkte. Der Platz ist pandemieleer. Nur ein Pärchen macht mit dem Smartphone Fotos von sich selbst vor der Kulisse des Rathauses.

Wenn es dunkel wird, erstrahlt die Stadt im Glanz der weihnachtlichen Lichter. Man merkt das Bemühen vieler, ein bisschen weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen, und sei es nur im kleinen, privaten Kreis. Es wird in diesem Jahr eine ganz besondere, nie gekannte Stimmung sein.

Wenn die Sonne untergeht, sind wir Weihnachten schon wieder ein Stückchen nähergekommen.

Stille Nacht, heilige Nacht – singen, so haben wir gelernt, ist in Gesellschaft jetzt gerade nicht ganz ungefährlich. Also wird die heilige Nacht für die meisten in diesem Jahr sehr still werden. Und uns nachdenklich machen.

Manchmal, in gewissen Momenten, beschleicht mich dann schon das Gefühl, dass die Menschheit einen Moment der Besinnung bräuchte.

Vielleicht aber sieht der Geist der gegenwärtigen Weihnacht auch ganz anders aus, nämlich trotz all der widrigen Umstände fröhlich und Hoffnung verbreitend. So wie Robbie Williams zum Beispiel. Sein Weihnachtslied ist der Soundtrack zu Weihnachten 2020, und wenn wir ganz genau hinsehen und hinhören, erkennen wir darin auch den Geist der diesjährigen Weihnacht, und zwar, wenn wir aufhören, nur schwarz zu sehen und alles schlecht zu reden.

Verfasst von: eleucht | 20. Dezember 2020

Musik, die Mut macht

Playing For Change heißt ein Projekt, in dem mit Hilfe eines mobilen Aufnahmestudios Musiker aus fünf Kontinenten Gemeinsamkeit demonstrieren, indem sie alle zusammen ihren Beitrag für einen Song leisten, ohne gemeinsam im Studio gewesen zu sein.

Down by the Riverside ist ein amerikanischer Gospelsong, dessen Ursprünge im amerikanischen Bürgerkrieg liegen. Das Lied war damals schon als Friedenslied unter dem Titel Gwine-a study war no more bekannt.

Die Musiker von Playing For Change haben den Song neu aufgenommen und mit einem gehörigen Schuss New-Orleans-Jazz aufbereitet. Musik voller Hoffnung, die auf einen einen friedlichen Jahresausklang einstimmen soll.

Verfasst von: eleucht | 18. Dezember 2020

Steamed 30° West 100° Liebe – Katie MacAlister

Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

Ein Genre, das ich bisher sträflich vernachlässigt habe, ist Steampunk. Das mag seine Gründe haben. Sicher ist aber, dass dieser Roman an meiner Meinung dazu gewiss nichts ändern wird. Obwohl ich mir anfangs einiges davon versprochen habe.

Der Indiana Jones lookalike Protagonist, der natürlich mit flotten und manchmal auch sexistischen Sprüchen zu glänzen versteht, trifft in einer Art Parallelwelt in einem Steampunk-Universum auf die hübsche, rothaarige Octavia Pye, die Kapitänin eines dampfbetriebenen Luftschiffes ist. Als wären das nicht schon der Klischees genug, verliebt sich die Rothaarige selbstverständlich unsterblich in den Typ aus einer anderen Welt. Dabei ist sie darauf bedacht, in allen Dingen die Form zu wahren und auf Distanz zu achten, obwohl sie sich total zu ihm hingezogen fühlt. Fortan hat der Indiana Jones Steampunkfan (zum Glück ohne Lederpeitsche) nichts anderes zu tun, als all den anderen Männern in dieser und jener Welt gegenüber seine Besitzansprüche auf die Kapitänin anzumelden. Was auf Kosten der Handlung geht. Natürlich ist der strahlende Held in allem, was er tut, durch und durch integer. Die Nebenfiguren im Roman sollen wohl lustig sein, wirken aber einfach nur skurril und unnatürlich. Der Superheld hat selbst im Angesicht des Todes noch immer einen Witz auf den Lippen und nur das EINE im Kopf. Deus ex Machina hat alle Hände voll zu tun.

Fazit: Spannung gleich Null, alles in allem schlüpfrige Pennälerfantasien. Diese sind so übertrieben beschrieben, dass man sie für Satire halten könnte. Wenn sie es doch nur wären! Dann hätte die Lektüre erstens Sinn ergeben und zweitens Spaß gemacht.

Ich schreibe bekanntermaßen ja eigentlich keine Verrisse, in diesem Fall weiche ich aber einmal von meinem Grundsatz ab. Auch im Bücherregal gibt es Missgriffe.

Verfasst von: eleucht | 15. Dezember 2020

The Cat Files – Neues von Mulder und Scully

Bei den Menschen sind Linkshänder in der Minderheit. Bei den Katzen sieht es etwas anders aus. Eine Studie belegt, dass nur 42 Prozent hauptsächlich die rechte Pfote benutzen, 33 Prozent sind Linkspfoter. Der Rest benutzt beide Pfoten gleichermaßen, allerdings mit Tendenz zur linken. Das wird sichtbar an kräftigeren Muskeln und empfindlicheren Nerven der überwiegend benutzten Pfote.

Eine andere Studie hat nachgewiesen, dass Kater eher linkspfötig sind und weibliche Katzen überwiegend Rechtspföter.

Was den Katzen aber sicherlich vollkommen egal sein wird, ihre Beute fangen sie stets mit tödlicher Sicherheit, egal ob sie Links- oder Rechtspfoter sind.

Verfasst von: eleucht | 13. Dezember 2020

Musik, die Mut macht

Playing For Change heißt ein Projekt, in dem mit Hilfe eines mobilen Aufnahmestudios Musiker aus fünf Kontinenten Gemeinsamkeit demonstrieren, indem sie alle zusammen ihren Beitrag für einen Song leisten, ohne gemeinsam im Studio gewesen zu sein.

Was musikalisch am besten in die derzeitige Situation passt, ist wohl der Blues. Den könnte man jetzt bekommen, wenn man ihn nicht längst schon hat. Wenn ein Jahr die Würdigung als Blues-Jahr verdient hat, dann 2020.

Die Musiker von Playing For Change haben sich diesmal den Walking Blues von Robert Johnson vorgenommen. Die Aufnahmen starteten in Patagonien in Argentinien. Der gebürtige Italiener Roberto Luti war ja schon öfters bei diesem Projekt zu sehen und hören gewesen. Er spielt seine Slidegitarre zusammen mit dem argentinischen Gitarristen Nico Bereciartua unter einem hundertjährigen Feigenbaum. Mit dabei auch ein aktueller Bluesmusiker aus den USA, nämlich Keb‘ Mo‘.

Verfasst von: eleucht | 6. Dezember 2020

Musik, die Mut macht

Playing For Change heißt ein Projekt, in dem mit Hilfe eines mobilen Aufnahmestudios Musiker aus fünf Kontinenten Gemeinsamkeit demonstrieren, indem sie alle zusammen ihren Beitrag für einen Song leisten, ohne gemeinsam im Studio gewesen zu sein.

Am zweiten Adventssonntag gibt es einen weiteren Song aus der Feder von Bob Marley und damit natürlich wieder Reggae. Neben Musikern aus fast allen Kontinenten war auch wieder Manu Chao an den Aufnahmen zu Soul Rebel beteiligt. Bunny Wailer, neben Bob Marley und Peter Tosh einer der Gründer und ständiges Mitglied der legendären Wailers, hat ebenfalls einen Gastauftritt.

Verfasst von: eleucht | 1. Dezember 2020

Dezemberversprechen

Die Schatten des Novembers weichen dem neuen Monat. Nicht weniger trüb sieht die Zeit aus, die ihm folgt.

Fast schon verloren steht der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus herum. Gesellten sich doch in früheren Jahren in der Adventszeit stets geschmückte Buden um ihn herum, um den alljährlichen Weihnachtsmarkt zu feiern. Nur dienstags und freitags zum Wochenmarkt herrscht noch ein bisschen Betrieb auf dem Teppichmuster des Marktplatzes.

Immerhin, nebenan der Brunnen, auf Distanz achtend, hat auch sein Weihnachtsoutfit angelegt.

Heute Morgen fiel der erste Schnee. Am Nachmittag wird die weiße Glasur schon wieder verschwunden sein.

Verfasst von: eleucht | 29. November 2020

Musik, die Mut macht

Playing For Change heißt ein Projekt, in dem mit Hilfe eines mobilen Aufnahmestudios Musiker aus fünf Kontinenten Gemeinsamkeit demonstrieren, indem sie alle zusammen ihren Beitrag für einen Song leisten, ohne gemeinsam im Studio gewesen zu sein.

Wieder geht ein Song um die Welt, diesmal Clandestino des französischen Sängers Manu Chao. Der klingt eigentlich gar nicht französisch, seinen Stil könnte man eher als Weltmusik bezeichnen, südamerikanisches Flair und Reggae gehören dazu.

Clandestino bedeutet „heimlich“ und bezeichnet einen Menschen ohne Papiere, einen illegal Einreisender sozusagen. Der Song erzählt von einem solchen und seiner Reise zwischen Ceuta und Gibraltar. Manu Chao ist an dieser Aufnahme für Playing For Change selbstverständlich beteiligt.

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