
In die Sonne fahren impliziert ja allgemein, dass man Richtung Süden reist, in die warmen Gefilde. Nun, die warmen Gefilde haben wir inzwischen selbst, die altbekannten warmen Gefilde, stets der Traum jedes reisefreudigen Deutschen, sind inzwischen zu heißen Gefilden geworden, die nicht jeder gleich gut verträgt. Meine Reise ging mal wieder in die entgegengesetzte Richtung, in den Norden, wo meine Tochter schon ein paar Jahre lebt. Selbst der Elbtunnel, oft genug wegen endloser Staus Grund für Ärger, zeigte sich diesmal gnädig. Und zwar bei Hin- und Rückfahrt. Während denn in den Nachrichten von Starkregen und schrecklichen Überflutungen in Teilen Tschechiens, Polens, Österreichs und Bayerns die Rede war, konnte ich im Norden Sonne pur genießen. Und das bei erträglichen Temperaturen. Dabei stellte sich mir die Frage, wie oft wir eigentlich noch Jahrhundertfluten erleben werden? Die Temperatur des Wassers im Mittelmeer und des Atlantiks ist noch immer hoch wie nie zuvor, da ist noch viel Potential drin.


Okay, einen Tag lang war es bedeckt, aber sonst schien oft und lange die Sonne am blau weißen Himmel von Schleswig Holstein. Es bleiben wie immer schöne Erinnerungen.

Der Barockgarten von Schloss Gottorf in Schleswig war am Montag leider geschlossen. Zum Glück mangelte es nicht an Alternativen. So verbrachte ich einen Vormittag am Ufer der Schlei kurz bevor sie zur Ostsee wird.




Inzwischen ist die Sonne auch im Süden angekommen. Aber der „richtige Herbst“ ist nicht mehr fern.
