
Am vergangenen Samstag kam die Apokalypse in den Reichenbacher Bergkeller. Zum Glück kam sie nicht allein, sondern mit Beaux Gris Gris, was eine Menge Spaß versprach. Und den bekam das geschätzte Publikum in großer Menge. Beaux Gris Gris & The Apocalypse sind eine Band, die ihren Sitz in Kalifornien hat, auch wenn die Musiker aus allen Teilen der Welt kommen. Sängerin Greta Valenti zum Beispiel aus Louisiana, die Bassgitarristin aus Nordengland. Musikalisch war die Band eine Riesenüberraschung für mich. Man geht in das Konzert einer noch unbekannten Band (ich sage bewusst nicht einer „neuen Band“, das trifft es nicht), erwartet durchaus Gutes, da man sich im Vorfeld natürlich informiert hat, und dann wird man live einfach überwältigt. Der Roots-Rock von Beaux Gris Gris & The Apocalypse ist eine heiße Mischung aus Blues, Rock, Americana, Folk und Soul. Sie atmet den Geist von New Orleans. Der Stamm der Band besteht aus Sängerin Greta Valenti, die auch als Filmemacherin arbeitet, und dem Gitarristen Robin Davey. Die restlichen Musiker wechseln nach den Tourneen. Greta Valenti hat eine ausdrucksstarke Stimme, die sich live viel besser anhört als auf CD oder Video und die auch nach zwei Stunden noch frisch und unverbraucht klingt. Der Rest der Band ist mehr als nur Background für die beiden Frontleute, jeder bekommt die Möglichkeit für Soli, jeder beteiligt sich an der lockeren Kommunikation mit dem Publikum. Die Stimmung im Bergkeller war entsprechend, der guten, ausgelassenen Laune, die die Musiker verströmten, konnte sich niemand entziehen.





Damit der Name Beaux Gris Gris noch etwas bekannter wird, gibt es hier nun What’s My Name (Ooh La La Ya Beaux Gris Gris) zu hören und zu sehen. Was eigentlich als letzte Zugabe gedacht gewesen war, forderte natürlich noch einen weiteren Song heraus. Irgendwie, muss ich zu meiner eigenen Überraschung gestehen, war das so etwas wie der Höhepunkt der diesjährigen Konzertsaison gewesen.
