Der Weltuntergang ist nicht mehr fern. Dieses Gefühl bekommt man, wenn man durch die Timelines der gängigen Nachrichtenportale scrollt. Da muss man gar kein Doomscroller sein, das Gefühl stellt sich oft genug ganz von selbst ein. Der Weltuntergang ist in ein düsteres, dunkles Orange getaucht und hört sich russisch an (Konets sveta). Die modernen Propheten des Weltuntergangs sitzen in den Redaktionsstuben der meistgelesenen Nachrichtenportale und sie kämpfen mit Clickbaits um so viel Aufmerksamkeit wie möglich. Je apokalyptischer, desto mehr Clicks. Click for the money!
Es wäre an der Zeit, nach anderen Propheten zu suchen. Nur sind diese nicht so leicht zu finden, vor allem nicht im Mainstream. Eher schon „versteckt“ bei Bandcamp zum Beispiel. Peter Gruner, der sich Point nennt, stellt sich klar gegen den Trend und sieht sich als Weltaufgangsprophet. Ist es ist nicht genau das, was wir jetzt wirklich bräuchten? Neue Hoffnung und den Glauben an das Gute im Menschen? Ja, ich weiß, genau das fällt im Moment schwer und es gibt viele, die dafür nur Verachtung übrighaben. Vor allem von Menschen, die menschliche Empathie als Schwäche brandmarken. Aber es gibt sie noch, die Träumer und die Träume von einer besseren Welt. Wie im Weltaufgangsprophet von Point und den Spielverderbern aus Erlangen. Da schwingt verdammt viel Dylan mit.
