Da musste schon die Stern Combo Meißen kommen, damit ich es endlich einmal schaffe, das König Albert Theater in unserem Kurbad Bad Elster von innen zu sehen. Nebenbei bemerkt, es hält, was es verspricht und es ist für eine Band wie die Stern Combo Meißen angemessen. Am vergangenen Freitag, der vor allem durch seine extreme Hitze in Erinnerung bleiben wird, gaben sie sich im Vogtland die Ehre.


Das Programm unterschied sich etwas von dem vor zwei Jahren, als ich die Stern Combo Meißen im Rahmen ihrer Tour zum sechzigjährigen Bestehen schon einmal im Neuberinhaus in Reichenbach erleben konnte. Natürlich gab es trotzdem all die bekannten Klassiker zu hören. Los ging die Show mit dem „Weiten Weg“. Einen solchen hat die Band, inzwischen im 62. Jahr, schon hinter sich. Und hoffentlich auch noch vor sich. So wurde der erste Teil des Konzertes bestimmt vom Prog Rock der Siebzigerjahre. Inzwischen spielt die Stern Combo auch wieder Ausschnitte aus ihrem Konzeptalbum „Weißes Gold“, das die Geschichte von Johann Friedrich Böttger, der beim Versuch, Gold zu machen, das Porzellan erfand, zum Inhalt hat. Lange nicht mehr gehört, musste ich für mich feststellen. Die Stimmung im König Albert Theater war bestens.

Im zweiten Teil nach der Pause ging es dann von neueren Werken wie der „Himmelsscheibe von Nebra“ dann auch zu den großen Hits aus den Achtzigern, in denen sich die Band dem Mainstream öffnete. „Wir sind die Sonne“ und „Eine Nacht“ brachten das Publikum zum Kochen, die Musik klang aktueller denn je. Da konnte dann auch Michael Lehmann an der Gitarre brillieren.

Martin Schreier, der zu den Gründungsmitgliedern der Stern Combo Meißen gehörte und noch immer aktiv ist und auf seine sympathische Art die meisten der Ansagen machte, wurde wie immer mit stehenden Ovationen gefeiert. Zu Recht. Ein königliches Vergnügen für Fans und Kurgäste. Mögen die Sterne aus Meißen niemals untergehen.

