
Unser Bundeskanzler macht Urlaub. Wer hätte ihn nicht weniger verdient als er? Zwar rollten Hitzewellen extremen Ausmaßes übers Land, es gab über zehntausend Tote wegen der Hitze, die Temperaturen erreichten neue Rekordwerte, die Pegelstände der Flüsse sanken und sinken täglich, in manchen Kommunen wurde das Wasser knapp und dazu wüten so viele Waldbrände wie noch nie. Hatte Friedrich Merz nicht Verantwortung für dieses Land übernommen? Was sagt er zu diesen Entwicklungen, die auch große Auswirkungen auf die Wirtschaft haben? Man muss sich schon sehr anstrengen und hinhören, am Ende vernimmt man – NICHTS. Denn der Bundeskanzler ist in Urlaub. Das ist übrigens der gleiche Mann, der, noch als Oppositionsführer, 2022 verlangt hatte, dass die grüne Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Anne Spiegel, zurücktreten oder entlassen werden müsste, weil sie zehn Tage NACH der Flutkatastrophe im Ahrtal in Urlaub gefahren war. Zitat von Merz in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben: „Es beweist sich erneut: Für Frau Spiegel waren Urlaub und das eigene Image wichtiger als das Schicksal der Menschen an der Ahr.“
Unser Bundeskanzler macht Urlaub. Und das ist eigentlich gut so, denn auf diese Weise kann er ganz einfach Schaden von Deutschland und vom deutschen Volk fernhalten. Und sicher wird er sich hüten, etwas zu den Ereignissen der letzten Wochen zu sagen, denn damit würde er zugeben, dass der Klimawandel eine Realität ist und Auswirkungen auch auf Deutschland (und damit die deutsche Wirtschaft, für die ihm so viel Kompetenz zugeschrieben worden ist) hat. Denn den Klimawandel ernsthaft zu thematisieren, wäre verheerend. Also für die CDU. Denn wie die Mitbegründerin der CDU-internen Klimaunion Wiebke Winter sehr richtig erkannt hat, würden davon nur die Grünen profitieren. Zitat Wiebke Winter: „Gleichzeitig stecke ich in einem Dilemma: Wenn wir als Union das Thema Klima groß machen, profitieren davon am Ende die Grünen.“
Also konzentriert sich die Union lieber wieder auf ihr Kernthema Ausländer, Asylanten, Flüchtlinge und Abschiebungen. Gibt es da vielleicht auch eine Partei, die genau von dieser Thematik eventuell profitieren könnte? Mal so in die Runde gefragt.
Eigentlich wünsche ich unserem Bundeskanzler, was die Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen in ein schönes Lied gepackt haben. Vielleicht würde uns eine Menge erspart bleiben.
