Posted by: eleucht | 13. September 2013

Freitag, der 13.

Sigmar Gabriel in Plauen 010Freitag, der 13. Das Schlimmste, was SPD-Chef Sigmar Gabriel an solch einem Tag passieren kann, war das Einlösen einer Wettschuld und ein Wahlkampfauftritt im vogtländischen Plauen, also tief in der Provinz. Er wird sagen, er hat’s gern getan, es ist schließlich Wahlkampf. Er hatte dem vogtländischen Spitzenkandidaten der SPD, Benjamin Zabel (der junge Herr rechts neben Gabriel), zugesagt, nach Plauen zu kommen, wenn dieser 20 neue Parteimitglieder rekrutiert. Zabel, im Wahlkampf von Tür zu Tür mit den Wählern das persönliche Gespräch suchend, hat’s geschafft und Gabriel hat Wort gehalten. Begrüßt wurde der SPD-Chef mit einem Ständchen, denn er feierte am Vortag Geburtstag. Ansonsten spulte er das Wahlkampfprogramm gewohnt souverän ab, wozu auch der direkte Dialog mit den Menschen gehört. Als ihm aus Reihen der Zuschauer jemand den gleichermaßen pauschalen wie banalen Vorwurf an den Kopf warf, dass Politiker den ganzen Tag doch nur auf der faulen Haut liegen, wurde dieser Jemand auf der Stelle dazu verdonnert, ihn, Gabriel, einen ganzen Tag lang bei der Arbeit zu begleiten, von früh um sechs bis abends um sechs. Anschließend solle er seine Erfahrungen in der Welt der Politik doch bitteschön der regionalen Presse berichten. Ich hoffe, unsere Presse bleibt dran.

Freitag, der 13., ich glaube es gibt Schlimmeres, was einem da widerfahren kann.


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