Verfasst von: eleucht | 12. Oktober 2018

„Toter als tot“ – Christine Tapking

Toter als tot 001Der Feingeist Friedrich Webeken führt in tiefster niedersächsischer Provinz ein Leben, das in den Augen der anderen Dorfbewohner als exzentrisch gelten muss. Das Leben des ehemaligen Kunsthändlers gerät allerdings total aus den Fugen, als er während seines gewohnten Spaziergangs mit Hund Fridolin eine Leiche in einem Gebüsch entdeckt, denn als die Polizei – der Dorfpolizist ist sein persönlicher und bester Freund – am Tatort eintrifft, ist die Leiche auch schon wieder verschwunden. Noch mysteriöser wird es, als Friedrich Webeken die vermeintliche Leiche wenig später auf dem Edeka-Parkplatz über den Weg läuft und sich offenbar bester Gesundheit erfreut. Und weil dem noch nicht genug ist, um sein Leben total auf den Kopf zu stellen, wird die vermeintliche Leiche alsbald tatsächlich tot aufgefunden. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Mann ermordet wurde, und die Indizien weisen auf Friedrich Webeken als Täter hin. Der Klatsch und Tratsch im Dorf ist unerträglich, jeder Einkauf wird für Friedrich zu einem Spießrutenlauf. Der ermittelnde und unentwegt Salmiakpastillen schluckende Kommissar lässt keinen Zweifel daran, dass er Friedrich für den Hauptverdächtigen hält. Dessen Assistent ist schwul und hat ein Auge auf den Verdächtigen geworfen. Als Friedrich dann noch eine verflossene Liebe und seinen früheren Nebenbuhler wiederfindet und er erkennt, dass die irgendetwas mit dem Mord zu haben könnten, wird es beinahe noch richtig ernst. Aber zum Glück ist da ja noch der schwule Assistent, der alles fest im Griff hat und dafür sorgt, dass es ein Happy End gibt. Insgesamt ist die Lektüre dieses Romandebüts der Autorin ein großes Vergnügen.


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