Verfasst von: eleucht | 28. November 2019

„What‘s My Name“ – Ringo Starr

Die CDs, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu Künstlern, Agenturen, Platten- oder Vertriebsfirmen.

Ringo 001„Nothing stay the same, but I‘m still in the game“, singt Ringo Starr auf seinem neuen Album. „What‘s my name?“ fragt er darin und der vielstimmige Chor antwortet „Ringo!“

Klar, Ringo Starr ist längst in einem Alter, in dem er sich zur Ruhe setzen und mit altersweisem Blick das verrückte Geschehen auf dieser Welt verfolgen könnte. Aber nichts da, in unregelmäßigen Abständen geht Ringo ins Studio und produziert Musik. Dabei muss er wirklich niemandem mehr etwas beweisen, er kann tun, was ihm Spaß macht. Und Spaß macht ihm die Musik noch immer. Das ist nicht zu überhören. Ihm zur Seite stehen – ganz nach seinem größten Erfolg „With a little help from my friends“ – erfahrene Musiker und Größen wie der Eagles-Gitarrist Joe Walsh, Steve Lukather von Toto, Dave Stewart und Edgar Winter. Beatles-Feeling gibt es bei Ringos Platten immer, in diesem Fall auf besondere Weise, denn Ringo covert John Lennon‘s „Grow old with me“ und wird dabei von keinem Geringeren als Paul McCartney am Bass begleitet.

Ringo ist eher der bodenständige Typ, und so klingt auch seine Musik. In „What‘s My Name“ versucht er nun auch den Anschluss an die Moderne. Der Opener „Gotta Get Up To Get Down“ startet mit den harten Gitarrenriffs von Joe Walsh, im Mittelteil überrascht den Hörer ein Rap. Auch dem Klassiker „Money“ gewinnt Ringo noch ein paar neutönende Nuancen ab. Im Vergleich mit den CDs der letzten Jahre ist „What‘s My Name“ tatsächlich das beste und überraschendste Album. Und wie meist grüßt Ringo mit dem Victoryzeichen vom Cover.


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