Verfasst von: eleucht | 20. Juni 2021

Classic Rock Sunday

Jethro Tull ist eine Band, die sich unmöglich in eine der bekannten Schubladen der Rockmusik stecken lässt, trotzdem hat ihre Musik allein durch die Stimme und die Flöte von Mastermind Ian Anderson einen hohen Wiedererkennunsgwert. Deswegen gehören sie wahrscheinlich von Anfang an zu meinen absoluten Liebslingsbands. In ihrer Musik finden sich Rock, Folk, Blues, Klassik und auch keltische Einflüsse. Klar, dass mich die Bach-Adaption von Bourrée besonders beeindruckt hat, in einer Zeit, in der Beat und Rock‘n‘Roll die populäre Musik dominierten. Jethro Tull haben 1989 mit Crest of a Knave sogar einen Grammy für die beste Hard-Rock und Heavy-Metal-Darbietung gewonnen. Das dürfte niemand mehr überrascht haben, als Ian Anderson und seinen Mannen selbst. Schien damals doch so gut wie sicher zu sein, dass dieser Grammy an Metalica geht. Jethro Tull schlagen hin und wieder eine etwas härtere Gangart an, aber eine Heavy-Metal-Band sind sie mit Sicherheit nicht. Was wahrscheinlich bedeutet, dass die Mitglieder in solch einem Komitee, das Grammys verleiht, nicht unbedingt Experten in Sachen Musik sein müssen.

Jethro Tull haben auch ein Rock-Riff kreiert, das nach Satisfaction von den Stones und Smoke on the Water von Deep Purple zu den bekanntesten der Welt zählt, nämlich in Locomotive Breath. Allerdings beginnt dieses Musikstück mit einem Piano-Intro in Moll, ehe die Gitarre über den Hörer hereinbricht.

Ich mag vor allem aber auch die etwas versponnenen und ruhigen Songs der Band, die oft akustischer Art sind, wie zum Beispiel Life is a long Song.


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