Die Bücher, über die ich schreibe oder die ich rezensiere, wurden von mir gekauft. Es gibt keinerlei geschäftliche oder anders geartete Beziehungen zu den Verlagen, Verlagsgesellschaften oder Autoren.

Es ist sicher von Vorteil, wenn ich mich bei der Vorstellung dieses Romans mit den vielen Haupt- und Nebenerzählsträngen und ebenso vielen Haupt- und Nebenfiguren, die einer strengen Dramaturgie folgend auf den Showdown des Geschehens zusteuern, auf den Kern beschränke.
Ein Wissenschaftler erforscht einen Parasiten, der, wenn man ihn den Menschen zuführt, vorausschauendes und damit rationales Handeln ermöglicht. Was gerade in der Klimakrise zu mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit führen würde. Die Rohstoffe für den Parasiten findet er in den Eiern eines speziellen Riesenoktopusses. Leider führt die Infizierung des Menschen mit den Parasiten zu extremen Nebenwirkungen. Diese lassen sich mit Hilfe eines speziellen Medikaments reduzieren und beherrschen. Trotzdem arbeitet dieser Wissenschaftler weiter daran, den Parasiten genetisch so zu verändern, dass es zu keinen Nebenwirkungen kommt.
Doch es gibt Leute, die verfolgen mit diesem Parasiten ganz andere Ziele. Einer der reichsten Männer der Welt, in dem Roman ein Schweizer, sichert sich mit taktischen Schachzügen das Monopol auf die Herstellung des Medikaments. Die Absicht ist klar. Auf diese Weise wird es ihm gelingen, seinen Reichtum zu mehren.
Ein eher biederer Beamter der Klima-Allianz, einer Art Weltregierung, die eingesetzt wurde, um die Welt sicher durch die Klimakatastrophe zu führen, und seine Freundin, eine Pop-Diva mit dem Hang zu sozialem Engagement, kommen den kriminellen Machenschaften rund um den Parasiten und des Medikaments auf die Spur. Sie erleben das Abenteuer ihres Lebens und sie begehen dabei auch viele Fehler, die das Geschehen beschleunigen.
Doch am Ende müssen die beiden herausfinden, dass der bewusste Unternehmer ganz andere, weit schlimmere Ziele verfolgt.
Die Geschichte zeigt, zu welchen Auswüchsen ungezügelter, von allen Regeln befreiter Kapitalismus führen kann.
Kann? Erleben wir das, mit Blick auf die USA, nicht gerade selbst?
