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Hier ist endlich das Buch, in dem es wirklich einmal um nichts geht. Und zwar buchstäblich. Wie bedeutend das Nichts ist, kann man wohl nur verstehen, wenn man Mathematiker und Experte für nichts ist, wie zum Beispiel Professor Wala Kitu. Wegen dieses speziellen Expertenwissens gerät er an den Milliardär John Sill. Der plant, das berühmte Fort Know zu überfallen. Und zwar, weil sich in diesem streng gesicherten Ort ein Schuhkarton mit nichts befinden soll. Dass Nichts zu kontrollieren bedeutet, die Weltherrschaft erringen zu können. Für diese Unternehmung braucht Sill Professor Kitu. Dessen Kollegin und Freundin Eigen Vector, ebenfalls eine ausgezeichnete Mathematikerin, und Kitus einbeiniger Hund Trigo geraten ebenfalls in dieses Komplott. Natürlich lässt auch die Staatsmacht nicht lange auf sich warten. Ganz streng geheime Geheimagenten kommen Sill auf die Spur und haben auch ein Auge auf Wala Kitu geworfen. Als sie ihn während eines Verhörs fragen, wofür ihm der Milliardär drei Millionen Dollar aufs Konto überwiesen hat, antwortet der Professor wahrheitsgemäß „für nichts“. Man erkennt schon, dass der Roman eine aberwitzige Tour de Force durch alle möglichen James-Bond-Klischees ist, verknüpft mit vielen philosophischen Betrachtungen nicht nur zum Thema „nichts“, sondern auch zur amerikanischen Realität, zu Machtfragen und Ethnien.
In einem Experiment gelingt es John Sill, vor allem auch wegen der versehentlichen Mithilfe von Wala Kitu, eine mittelgroße Stadt ins Nichts zu schicken. Dass sich nachträglich niemand mehr an diese Stadt erinnert, dass niemand außer den Beteiligten auch nur den Namen dieser Stadt kennt, zeigt klar, dass nichts, richtig angewendet, endgültig ist. Nichts ist nicht nur nichts, es ist absolut nichts, sodass niemand sich an nichts erinnern kann. John Sill gelingt es dank modernster Technik und einer Art Privatarmee, Fort Knox zu knacken. Dort findet er inmitten der Goldreserven auch den Schuhkarton, der mit nichts gefüllt ist. Bei dieser Gelegenheit entledigt er sich auch einiger seiner Getreuen. Ganz im Stil des typischen Bondbösewichts scheut er nicht davor zurück, eigenhändig den Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten zu erschießen. Dass er beabsichtigt, nicht nur nichts mitzunehmen, sondern auch die Goldbarren, ist eigentlich klar. Schließlich kann es nicht sein, dass das Gold nun sinnlos an diesem Ort herumliegt.
Aber wie stets bei James Bond siegt am Ende das Gute, und damit ist nichts verraten. Nur so viel, dass die ganz geheimen Geheimagenten dabei eine entscheidende Rolles spielen. Schließlich ging es bei dieser ganzen Angelegenheit um nichts.
