Es ist noch gar nicht so lange her, da gab sich ein gewisser Xavier Naidoo in einem Video geläutert und nahm Abstand von Verschwörungstheorien und antisemitischen Behauptungen. Hand hoch, wer ihm das abgenommen hat! Sicher ist es ihm auf diese Weise gelungen, ein paar mehr Tickets für seine jüngsten Konzerte an den Mann zu bringen. Da kann es hilfreich sein, ein paar Kilo Kreide zu fressen.
Nun hat sich Xavier Naidoo am 14. März einer Demo gegen Kindesmissbrauch angeschlossen und ist bei dieser Gelegenheit zur altbekannten Thematik zurückgekehrt. Er nahm das Thema der Demo wohl zu wörtlich und sprach von Menschenfressern und davon, dass „die unsere Babys fressen, verdammt nochmal“. Er sei sich sicher, dass wir alle schon mal Menschenfleisch gegessen hätten und behauptete, dass ein bekannter amerikanischer Snackproduzent embryonale Gewürzmittel auf seine Chips streue.
Nun frage ich mich, ob die derzeitige Werbekampagne von Burger King mit den Baby Burgern damit in irgendeinem Zusammenhang steht. Ist das der Beweis für Naidoos Behauptungen? Wird er noch auf diesen Zug aufspringen?
Ach ja, das geplante Verbot von Veggie Burgern, Veggie Wurst und dergleichen ist in der EU gescheitert. In Baby Burgern müssen deshalb also nicht zwangsläufig Babys in irgendeiner Weise verarbeitet sein. Hoffentlich sagt das mal jemand dem Xavier. (Oder hat man das Verbot extra deswegen scheitern lassen? Fragen über Fragen, die zu neuen Theorien führen, tun sich da auf.)
Demnächst hoffentlich (nicht) im Buchladen Ihres Vertrauens: Xaviers Kochbuch mit 33 Rezepten für den wahren Reptiloiden.

- Kapitel 1: Die Grundzutaten der Wahrheitssuppe
- Kapitel 2: Wie man Fakten weichkocht
- Kapitel 3: Der große Schmorbraten der Erleuchtung
- Kapitel 4: Detox für den Geist – aber bitte ohne Logik
- Kapitel 5: Dessert: Süße Lügen mit Zuckerguss
Klappentext
„Endlich ein Kochbuch, das die Welt erklärt! Xavier präsentiert 33 Rezepte, die so unglaublich sind, dass sie nur wahr sein können – oder eben gar nicht. Von der 5G‑Lasagne bis zur Illuminaten‑Bowl: Hier wird gekocht, was die Fantasie hergibt.“
