Dem alten Jahr, 2013 genannt, hat nun bald die letzte Stunde geschlagen. Man jagt es davon mit Böllern und Raketen, man trennt sich von ihm wie von einem Partner, den man auf einmal satt hat, ohne zu wissen weshalb, man streift es ab wie ein aus der Mode gekommenes Kleid. Dabei weiß man jetzt schon, dass die Faszination für das Neue, es nennt sich 2014, auch nicht länger anhalten wird. Das alte Jahr landet im Lumpensack der Geschichte. Es ist nicht mehr verwertbar – Haltbarkeitsdatum endgültig abgelaufen. Nachhaltigkeit – Fehlanzeige.
Wer in 2013 etwas zu erledigen vergessen hat, der hat Pech gehabt. Man kann weder bleiben noch zurückkehren und nachholen, was man versäumt hat. (Und wer kann schon von sich behaupten, noch nie etwas verpasst oder unterlassen zu haben?) Die Zeitmaschine, die H.G. Wells einst erfunden hat, ist noch nicht in die Serienproduktion gegangen.
Und schon bricht der Hype mit den guten Vorsätzen über uns herein. Starttermin: 1. Januar. Aber keine Angst, das geht schnell vorüber. Alltag, Routine und Gewohnheiten erweisen sich stets als stärker als die besten Absichten. Was bleibt, sind Erinnerungen, gute und schlechte. Gemessen an meinem schwärzesten Jahr – das war 2006 – erscheint mir 2013 eher durchschnittlich. Die Fieberkurve der Ups und Downs zeigt zumindest keine Ausschläge in gefährliche Extreme.
Also geben wir 2014 einfach eine Chance. Was bleibt uns auch anderes übrig?
Ich wünsche allen einen guten Rutsch in das, was kommt.

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