Es gibt Musiker, denen es gelingt, mit einem einzigen wegweisenden Album unsterblich zu werden. Jeff Buckley ist so einer. Er ist der Sohn des in den 60er Jahren erfolgreichen Singer Songwriters Tim Buckley. Der verließ seine Frau noch vor der Geburt des Sohnes. Jeff hat den Vater nur ein einziges Mal getroffen, da war er acht Jahre alt. Kurz darauf starb Tim Buckley an einer Überdosis Heroin.
Der Weg zu Jeff Buckleys Album war mit viel Arbeit und vielen Rückschlägen gepflastert. Er war nie bereit, die Kontrolle über seine Musik und die Produktion abzugeben. Trotz seiner vier Oktaven umfassenden Stimme wollte er nie Solist sein, sondern Teil einer Band. In ganz frühen Jahren wollte er nicht einmal singen, er wollte ein Gitarrengott werden.
Bei späteren Tourneen verlangte Jeff Buckley vom Management, dass er auf keinen Fall als Sohn von Tim Buckley angekündigt werden durfte. Er absolvierte auch Tourneen, in denen er inkognito auftrat, um die Wirkung seiner Lieder auf das Publikum zu testen.
Während der Arbeit am zweiten Album, da war er gerade 30 Jahre alt, ertrank er im Wolf River. Er war mit schwerer Kleidung und Stiefeln in den Fluss gewatet, dazu hatte er lauthals Whole Lotta Love seiner Lieblingsband Led Zeppelin gesungen. Ihn traf die Flutwelle eines Schiffes, die ihn unter Wasser zog.
Das Album Grace erschien vor nunmehr 30 Jahren. Neben Eigenkompositionen finden sich darauf auch drei Coverversionen unterschiedlicher Komponisten, darunter Leonard Cohens Hallelujah. Hier gibt es den Titelsong.
