Großes Theater!
Über die Technologie des Fliegens mit Überlichtgeschwindigkeit verfügt nur die geheimnisumwitterte Zivilisation der Shoal. Sie lässt die Menschen, die durch die Galaxis reisen, daran teilhaben, mehr nicht. Die Shoal üben damit eine Hegemonie über den besiedelten Teil der Galaxis aus. Zu Recht?
Die Versuchung der Menschen, sich diese und andere Hochtechnologien zu verschaffen, ist groß. Jede der in verschiedenen Regionen der Galaxis entstandenen menschlichen Zivilisationen verfolgt seine eigenen Ziele, und das in den meisten Fällen mit kriegerischen Mitteln. Der Mensch hat sich im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende also nicht geändert. Aber sind andere Zivilisationen besser? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Science-Fiction-Roman.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die Pilotin Dakota Merrick. Sie wird, und das meist ohne eigenes Verschulden, in turbulente Abenteuer verwickelt, in deren Folge jedes Mal Menschen zu Tode kommen oder Katastrophen erfolgen. Später wird sie begreifen, dass sie gewissermaßen manipuliert wurde – sie spielt eine wichtige Rolle in einer Auseinandersetzung galaktischen Ausmaßes. Auf der Flucht vor möglichen Konsequenzen heuert sie auf einem Raumschiff der Freien Demokratischen Gesellschaft, einer menschlichen Rasse, die vor allem wegen ihrer archaischen Rituale eine Außenseiterrolle innerhalb der Gemeinschaft einnimmt, an. Dakota verfügt über besondere Fähigkeiten, in ihren Kopf wurden hochentwickelte elektronische Implantate eingepflanzt, die es ihr ermöglichen, auf besondere Weise und vor allem schnell und effektiv mit elektronischen Anlagen aller Art zu kommunizieren. Und genau eine solche Person – einen Maschinenkopf, wie man diese Spezies bezeichnet – benötigen die Freistaatler für ihre Mission. Ihnen blieb es vorbehalten, in einem weit entfernten Teil der Galaxis das Wrack eines Raumschiffes mit einem funktionsfähigen Überlichtantrieb zu entdecken. Dakota wäre in der Lage, dieses Schiff zu steuern. Sie ist für die Mission der Freistaatler also unentbehrlich, so dass sie die offen auftretenden Konflikte an Bord des Raumschiffes übersteht. Die Entdeckung des fremden Raumschiffes legt die Vermutung nahe, dass es nicht die Shoal waren, die die Technologie des überlichtschnellen Antriebs entwickelt haben, sondern eine noch ältere Zivilisation, deren Spur sich im Universum verliert.
Als sich im Laufe der Arbeiten an dem Wrack noch herausstellt, dass ein solcher überlichtschneller Antrieb gleichzeitig eine äußerst gefährliche Waffe ist, die ganze Welten zerstören kann, eskaliert die so schon zugespitzte Lage.
Es gab ganz offensichtlich Grund, Technologien wie diese vor Zivilisationen, die zur Aggression neigen, geheim zu halten. Oder steckt vielleicht nicht noch mehr dahinter?


Kommentar verfassen