Verfasst von: eleucht | 16. Juni 2011

„Das Buch von Eden“ – Kai Meyer

Die Suche nach dem verlorenen Paradies entwickelt sich zu einer abenteuerlichen Reise, die in einem französischen Kloster ihren Anfang nahm und bis in den Orient führt. Ein kleines, unscheinbares Pflänzchen, „Lumina“ geheißen, soll die letzte Pflanze aus dem Paradiesgarten sein, die die Zeit durch glückliche Umstände überdauert hat und von einem Pilger nach Europa gebracht worden war. Das Leben des Mädchens Favola, einer ehemaligen Novizin aus dem französischen Kloster, ist eng mit der Pflanze verbunden. Favola ist die ausersehene Hüterin der Lumina.

Der große Gelehrte und Dominikaner Albertus Magnus ist überzeugt davon, dass das Paradies Gottes neu entstehen wird, wenn die Lumina an ihrem ursprünglichen Standort, an der Stelle, an der sich einst der Garten Eden befand, wieder eingepflanzt wird und gedeiht. Also macht er sich, erfüllt von seiner Mission, zusammen mit dem Mädchen auf den Weg, den ihm eine alte Karte des Pilgers weist. Bald schließen sich ihnen noch andere an, nicht gerade freiwillig und auch keineswegs überzeugt vom Sinn ihrer Reise. Das Schicksal schweißt sie schließlich zusammen.

Hinter der Pflanze sind aber noch ganz andere her, die dabei weniger ehrenwerte Ziele verfolgen und auch vor Mord und Totschlag nicht zurückschrecken, wenn es darum geht, der Lumina habhaft zu werden. Da ist nicht nur der Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden, der eine Bande gesetzloser Ritter hinter den Reisenden herjagt, sondern auch eine Macht aus finsterer Vorzeit, die nichts anderes im Sinn hat, als die endgültige Zerstörung des Paradieses. Zur Durchsetzung ihrer Ziele bedient sie sich dabei der Menschen, von denen sie Besitz ergreift.

Viele Schicksale sind mit der Lumina auf ihrem Weg durch die mittelalterliche Welt verknüpft, ein Weg der viele Opfer fordert und auf dem der Novize Aelvin aus dem Zisterzienserkloster nahe Köln aber auch seine große Liebe findet und während der abenteuerlichen Reise über sich selbst hinauswächst.

Ein spannendes Abenteuer, das den Leser in die farbenprächtige Welt des Mittelalters entführt und das mit einer Prise Mystik und Fantasy gewürzt ist. Für spannende Unterhaltung bürgt schon der Name des Autors.


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