Ein opulentes Mittelalterspektakel, mit viel Liebe zum Detail erzählt.
Um ein Pergament, das für die christliche Welt und die Krönung Karls des Großen als Kaiser von außerordentlich großer Bedeutung ist, ranken sich eine Menge Intrigen. Im Mittelpunkt der Handlung steht die hübsche Theresa, die mit ihrem Vater dereinst von Konstantinopel ins Frankenreich kam. Dass ausgerechnet ein Mädchen des Lesens und Schreibens mächtig ist und die Absicht hat, in der Werkstatt des Pergamentermeisters Korne die Gesellenprüfung abzulegen, statt brav hinterm Herd zu stehen, ist im mittelalterlichen Würzburg ein Skandal sondergleichen. Kein Wunder, dass der Pergamentermeister alles tut, um Theresa das Leben schwer zu machen und die Prüfung zu hintertreiben, so dass es zur Katastrophe kommen muss, die Theresa dazu zwingt, aus der Stadt zu fliehen.
Ihr Vater Gorgias, ein Schreiber, ist derweil im Auftrag des Klerus damit beschäftigt, ein geheimes Dokument zu kopieren. Immer mehr wird er dabei in die Ränke, die verfeindete Parteien um dieses Dokument spinnen, verwickelt.
Das Schicksal von Theresa, die in Fulda eine neue Heimat und neue Freunde und vor allem Anerkennung und eine Anstellung als Schreiberin fand, wird derweil von widersprüchlichen Erfahrungen bestimmt. Sie lernt die Liebe kennen, verfällt wenig später aber der Verzweiflung, weil sie nicht mehr weiß, wer Freund und wer Feind ist, wer es gut mit ihr meint und wer ihr Leben bedroht.
Die aufregende und spannend geschriebene Geschichte hält für den Leser viele überraschende Wendungen bereit.
Der spanische Autor Antonio Garrido erklärt im Nachwort, dass er bei der Arbeit an seinem Buch den Anspruch an sich gestellt hat, dem Roman und seinen Figuren eine Seele zu geben, denn dann kann man gewiss sein, dass auch die Leser mit ihnen fiebern. Dem ist nichts hinzuzufügen, ich habe mitgefiebert.

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