Verfasst von: eleucht | 10. Juli 2013

„Dancer and the Moon“ – Blackmore’s Night

Dancer and the Moon 001Ritchie Blackmore hat eines dieser Gitarrenriffs mit absolutem Wiedererkennungswert – schon nach dem ersten Takt erkennt man das Stück – geschrieben – „Smoke on the Water“. Da war er Gitarrist in der Mark II – der sicherlich besten und auf jeden Fall erfolgreichsten – Besetzung von Deep Purple. Die Auseinandersetzungen mit den anderen Bandmitgliedern, vor allem mit Jon Lord, über die Stilrichtung der Musik sind legendär und mussten zwangsläufig zur Trennung führen. An der Seite von Ronnie James Dio konnte Blackmore in der Band Rainbow als finster dreinblickender Gitarrist seine Vorstellungen von druckvollem Hardrock besser verwirklichen. Es folgte ein Zwischenspiel mit Deep Purple, danach eine Reunion von Rainbow.

Als er später die elfenhafte Candice Night ehelichte, die vordem Backgroundsängerin bei Rainbow war, verwandelte er sich in eine Art Minnesänger und frönte fortan mit der Band Blackmore’s Night einem melodischen Renaissance-Rock. Immerhin, die E-Gitarre legte er nicht aus der Hand, sie wurde neben diversen mittelalterlichen Instrumenten und der von Candice Night gespielten Schalmei zu einem wichtigen Element seiner Musik, deren Wurzeln auch in der europäischen Folklore zu finden sind.

„Dancer and the Moon“ ist die neueste Produktion aus dem Hause Blackmore & Night, die mystische Symbolik von Tänzerin und Mond steht für das, was die Band mit ihrer Musik zum Ausdruck bringen möchte.

Von Blackmore’s Night erwartet man einen bestimmten Stil, eine ganz bestimmte Art von Musik, großartige Änderungen sind nicht wirklich erwünscht. Die neue CD kommt dieser Erwartungshaltung entgegen. Die Produktionen von Blackmore’s Night pendeln, wie man im Laufe der Jahre verfolgen kann, zwischen treibenden, ausgelassenen Mittelalterrhythmen und einem filigranen, melodischen, vielfach auch akustischen Renaissance-Rock. Der Trend auf „Dancer and the Moon“ geht wieder zu Letzterem, die Musik enthält viele folkloristische Elemente.

Auf jeder CD von Blackmore’s Night finden sich auch ein oder zwei Coverversionen von Rock-Klassikern. Diesmal ist es Uriah Heeps „Lady in Black“. Es gelingt den Musikern dabei durchaus, der simplen Mitsingmelodie noch ein paar neue klangliche Nuancen zu entlocken.

Mit dem für die Band nicht ganz typischen Instrumental „Carry on … Jon“ endet die CD und schließt sich ein Kreis. Das Gitarrenstück ist dem kürzlich verstorbenen Ex-Kollegen Jon Lord gewidmet.

Und irgendwo über dem Meer scheint der Mond, wie man auf dem Video zur neuen CD hören und sehen kann:


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