Verfasst von: eleucht | 4. Dezember 2015

„Im Namen des Blutes“ – Pierre Simenon

Im Namen des Blutes 001Pierre Simenon ist der Sohn von Georges Simenon, dem Autor, dem wir die Romane und Filme über den Kommissar Maigret zu verdanken haben. Ein großer Name, der auch eine Bürde sein kann, denn die Ansprüche an die Kinder von Berühmtheiten sind oftmals sehr groß. Um es gleich vorweg zu nehmen, Pierre Simenon wird diesen Ansprüchen gerecht. „Im Namen des Blutes“ ist ein Thriller im wahrsten Sinne des Wortes. Spritzig geschrieben, die Spannung lässt keinen Augenblick nach, es gibt jede Menge Action-Szenen.

Antoine Demarsands ist der Sprössling einer Schweizer Bankiersfamilie, der in Amerika Kariere gemacht hat. Er ist ein erfolgreicher Anwalt geworden, der auch nicht davor zurückschreckt, kaltblütig mit den Gegnern zu spielen, wenn er sich damit einen Vorteil verschaffen kann. Der Tod seiner Mutter führt ihn für ein paar Tage zurück in die alte Heimat, in die beschauliche Postkartenwelt der Schweiz.

Die Idylle hält nicht lange an. Er erfährt, dass ein angesehener Historiker ein Buch zu schreiben im Begriff ist, in dem seinem Vater und dem Bankhaus Verbindungen zu den Nazis nachgewiesen werden sollen. Antoine begibt sich auf Spurensuche, um die erhobenen Vorwürfe zu widerlegen.

Bald schon wird er erfahren, dass sein Vater offenbar Göring geholfen hatte, geraubte Kunstschätze und Gold außer Landes zu schaffen. Es geht um unermessliche Summen.

Seine Recherchen bleiben nicht unbemerkt, sie wecken schlafende Hunde. Bald schon werden Antoine und seine Familie zu spüren bekommen, dass sie es mit einem mächtigen und einflussreichen Gegner zu tun bekommen, der alles daran setzt, die Aufklärung zu verhindern, dabei aber unerkannt bleiben möchte. Nur knapp entgeht Antoine Anschlägen auf sein Leben. Dank seiner Familie und guter Freunde kann er schließlich untertauchen und sich aus der Schusslinie bringen. Der mächtige Unbekannte, der sich weiterhin im Dunkeln verbirgt, fährt schweres Geschütz auf, um alle möglichen Mitwisser aus dem Weg zu räumen. Ein Entkommen scheint unmöglich. Als schließlich bekannt wird, mit wem sie es zu tun haben, wagt Antoines Freundin den lebensgefährlichen Schritt, dem Gemetzel ein Ende zu bereiten. Es ist ein gefährliches Spiel, auf das sie sich einlässt. Es könnte ihr das Leben kosten …

 


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