Verfasst von: eleucht | 20. Januar 2016

Auf schmalen Wegen

Mit einer in dieser Zeit untypischen Gemächlichkeit rollt das Pferdegespann auf engem Weg an mir vorüber. Es scheint, als sei für eine Weile die Zeit stehen geblieben, als hätte die Welt den Atem angehalten, als wäre all die Hektik und Unrast von ihr abgefallen. So mag es aussehen, wenn sich der Blick verklärt und uns in eine längst vergangene Zeit zurückblicken lässt. Oder sich für uns einen kurzen Augenblick lang das Tor in eine andere Welt öffnet. Vielleicht grasen jenseits der Bäume Einhörner auf einer sonnigen Lichtung, vielleicht vergraben Zwerge an geheimem Ort ihre Schätze, vielleicht führt der Weg zu einem verwunschenen Schloss, in dem eine Prinzessin auf den einen Ritter wartet, der sie vor einem Drachen errettet …

Vielleicht ist das der Märchenwald unserer Kindheit, in dem wir uns unerwartet wiederfinden. Werden wir ihn erkennen? März 02 011


Responses

  1. Danke, lieber Eberhard, für dieses kurze Innehalten, das du mir gerade verschafft hast. Den Blick in eine andere Zeit, eine andere Welt zu werfen, mal kurz den eigenartigen Zauber der Fantasie wirken lassen – das sollten wir uns tatsächlich hin und wieder gönnen.
    Ganz liebe Freitagsgrüße sendet
    Marlis


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