Verfasst von: eleucht | 5. März 2016

Blue Day

Plauen 014Der Tag fließt wie all die anderen vor ihm ins Gestern, die Gleichförmigkeit seiner Bewegung zerrissen von den Höhepunkten, die die Zeit rasen lassen, und den endlosen Momenten des Wartens, die die Minuten zu Stunden dehnen. Die Gleichgültigkeit im Blick, hinter dem die letzten Ressourcen der Geduld verbrennen im Feuer großer Erwartungen.

Das Lächeln, das mein Herz erwärmte, der Blick, der mir Hoffnung gab, die Worte, die mehr waren als nur Versprechen – all das bleibt zurück wie das Nachbild eines schönen Traums, der mein Bewusstsein streifte, flüchtig und warm wie der Kuss des Sommerwindes. Das Ende der Erwartung, das Ende des Wartens, die Schatten der Nacht machen den letzten Resten des Tages den Garaus und stürzen sich auf mich wie hungrige Vampire, saugen die Hoffnung und die Liebe aus meinem Verstand und meinem Herzen.

Und die Morgenröte ist noch fern von Eden …

© Eberhard Leucht


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