Verfasst von: eleucht | 13. November 2014

Jim C. Hines – „Die Buchmagier“

Buchmagier 001Büchern – zumindest vielen von ihnen – wohnt ein gewisser Zauber inne. Das wird niemand bezweifeln wollen, der sich einmal in den Weltenkonstruktionen, die sich dem Leser erschließen, verloren hat.

Isaac Vainio aber ist jemand, der über die Fähigkeit verfügt, wahre Magie aus Büchern zu ziehen und einzusetzen. Da der übermäßige Gebrauch aber mit der Zeit zu einem Kontrollverlust führt, wurde er aus dem „Außendienst“ abgezogen und in eine öffentliche Bücherei versetzt, in der er nun in mühseliger Kleinarbeit Bücher sichtet und auf Magie untersucht und sie in der Datenbank der Magier registriert. Ein eigentlich verbotenes Produkt seiner Magie ist eine Feuerspinne, die auf den schönen Namen Klecks hört und die zu seinem ständigen Begleiter wurde. Angstgefühle lassen die Spinne in Flammen aufgehen, auf diese Weise warnt sie ihren Besitzer vor drohenden Gefahren. Selbst Arachnophobiker, zu denen auch ich mich zählen muss, werden den kleinen Kerl mögen.

Nun ist eine Bibliothek nicht gerade der ideale Ort für eine leicht entflammbare Spinne. Trotzdem erwies sich ihre Anwesenheit mehr als richtig, als eines Tages drei Vampire Isaac nach dem Leben trachten. Nicht nur seinen magischen Fähigkeiten, sondern vor allem der tatkräftigen Unterstützung seiner Freundin Lena, einer Dryade, hat es Isaac zu verdanken, dass er den ungleichen Kampf überlebt.

Hilfe wird er fortan mehr als nötig haben, wenn er sich gezwungen sieht, seinen Bibliothekarsjob an den Nagel zu hängen, um sich in ein wahnwitziges Abenteuer zu stürzen.

Dass hinter den Angriff der Vampire auf ihn und andere Buchmagier mehr steckt, wird Isaac schnell klar. Er hat es mit einem gefährlichen und unberechenbaren Gegner zu tun. Es besteht die Gefahr, dass die Grenze zwischen den magischen Wesen und den Menschen durchbrochen wird und niemand weiß, welche Auswirkungen das haben kann. Also zieht Isaac, begleitet von Klecks und Lena und bewaffnet mit allerlei Büchern, aus denen er sein Kriegsgerät zieht, in den Kampf. Eine nicht ganz unwesentliche Rolle dabei spielt der Erfinder und weltgrößte Magier aller Zeiten, Johannes Gutenberg, dessen Erfindung des Buchdrucks die Buchmagie erst möglich machte.

Mit viel Augenzwinkern verknüpft der Autor in diesem Roman die Magie einiger erfundener und vieler wirklich herausgegebener Bücher von H.G. Well’s „Zeitmaschine“ bis Stephen Kings „Christine“ mit der Handlung. Und nebenbei entwickelt sich da noch eine verzwickte Liebesgeschichte, denn die Dryade ist dank der ihr zugeschriebenen Magie gezwungen, ihren jeweiligen Begleiter zu lieben – und am Ende sind es sogar deren zwei …

Klingt alles ein bisschen verrückt? Ist es auch.


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